Ehrenvoller Abschied für Thomas Müller
Mit einem Wasserspalier, einer Fahrzeugparade, zahlreichen Glückwünschen, reichlich Lob, einer weiteren Auszeichnung und langanhaltendem Applaus ist Thomas Müller nach 18-jähriger Dienstzeit als Kreisbrandrat verabschiedet worden. Ehe Landrat Marco Meier dem langjährigen obersten Feuerwehrmann im Landkreis Ansbach das Feuerwehr-Zivilabzeichen in Gold verlieh, würdigte Landrat a.D. Dr. Jürgen Ludwig in seiner Laudatio Müllers große Verdienste als Führungspersönlichkeit, Einsatzleiter und Kümmerer.
Bei größeren Einsätzen und Großschadenslagen ist der Kreisbrandrat als Einsatzleiter tätig. Thomas Müller sei häufig „ruhender Pol und stabiler Anker gewesen“, habe seine lange Erfahrung als aktiver Feuerwehrmann ebenso eingebracht wie sein tiefes Verständnis für das komplexe Geschehen in der konkreten Lage. Neben der guten Ausbildung und der Weiterentwicklung des Führungspersonals war ihm auch die Ausstattung der Wehren wichtig, „im Sinne eines lernenden, arbeitseiligen und vernetzten Systems auf Kreisebene mit stets dezentraler Verortung“, so Dr. Ludwig – und ein guter Umgang miteinander lag ihm sehr am Herzen. Zu Ehrungen habe er gern die Gelegenheit genutzt, seine Kameraden in den jeweiligen Wehren zu besuchen, und die Anmeldungen zu Lehrgängen der Feuerwehrschule habe er persönlich übernommen. Er halte noch heute Kontakt zu Kameraden in Dinkelsbühls Partnerstadt Guérande, in Schmalkalden in Thüringen und auch in der Schweiz.
Im Hauptberuf als Geschäftsführer des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung habe Thomas Müller die Errichtung der Rettungshubschrauber-Station bei Sinbronn im Jahr 2015 federführend begleitet, ebenso wie den Neubau der Integrierten Leitstelle (ILS) in Ansbach-Brodswinden zehn Jahre später. Als Kreisbrandrat hatte er bereits 2010 Verantwortung getragen, als die erste ILS in Ansbach an den Start gegangen war.
Dass bei allen Pflichtaufgaben in Beruf und Ehrenamt, bei allen belastenden Einsätzen und Krisen sowie bei manchen Interessenunterschieden das Menschliche nicht zu kurz kam, rechnete Dr. Ludwig Thomas Müller am höchsten an. „Er brauchte ein großes Herz, ein dickes Fell und ein breites Kreuz“, würdigte der frühere Landrat und betonte Müllers „herausragende Besonnenheit und Ruhe“, die allen Kameradinnen und Kameraden heute zum Vorbild gereiche.
Landrat Marco Meier würdigte nach der Laudatio die Dienstzeiten Thomas Müllers, insbesondere als Kommandant der Stadt Dinkelsbühl und Kreisbrandmeister (1997 bis 2008) sowie als Kreisbrandrat (2008 bis 2026). Einen Dank in Form von Blumensträußen erhielten Ehefrau Regina Müller und Tochter Floraine-Kristin, die zu vielen Anlässen auf ihren Ehemann und Vater verzichten mussten und ihm für seine Tätigkeiten stets den Rücken gestärkt hatten.
Zum Abschluss stellte sich der Nachfolger von Thomas Müller vor. Ab sofort ist Christian Schmidt aus Dietenhofen der neue Kreisbrandrat im Landkreis Ansbach.