Netzwerk bündelt Kunststoffkompetenz
Wie vielfältig die Kunststoffbranche und ihre Partner in Westmittelfranken aufgestellt sind, zeigte das 23. Kunststoffnetzwerktreffen bei RESRG Automotive in Feuchtwangen. Neben einer Vorstellung der Standortentwicklung und einer Werksführung stand vor allem die Vernetzung der Teilnehmenden im Mittelpunkt. Damit unterstützt die Wirtschaftsförderung am Landratsamt Ansbach den Wissenstransfer und den Aufbau neuer Kontakte zwischen Unternehmen und Institutionen der Region.
Werkleiter Dr. Thomas Siggenauer berichtete von rund 50 Millionen Euro, die seit 2013 in den Standort Feuchtwangen investiert worden seien. Die Investitionen hätten unter anderem effizientere Abläufe und Einsparungen von rund zehn Millionen Euro jährlich ermöglicht. Zugleich stellte er aktuelle Entwicklungen im Automobilmarkt sowie neue Anforderungen an Kunststoffbauteile vor. Der Standort sei derzeit voll ausgelastet; für 2027 rechne das Unternehmen mit zusätzlichem Personalbedarf.
Bei der anschließenden Werksführung erhielten die Gäste Einblicke in Spritzguss, Werkzeugbau, Lackierung und Qualitätssicherung. Anschaulich wurde dabei, wie automatisierte Abläufe und eine durchgängige Prozesskontrolle die Fertigung unterstützen. Auch die Nutzung von Abwärme aus einer nahe gelegenen Biogasanlage zur Wärmeversorgung war Thema. Das Hochregallager mit einer Kapazität von rund 28.000 Stoßfängern bildete den Abschluss der Führung.
Ein besonderer Schwerpunkt des Treffens waren die „Elevator Pitches“: In zwei Runden präsentierten sich insgesamt zwölf Unternehmen und Institutionen jeweils in kurzer Form – quasi während einer gedachten Aufzugsfahrt. Ziel war es, die eigenen Leistungen und Kompetenzen auf den Punkt zu bringen, Interesse zu wecken und Anknüpfungspunkte für mögliche Kooperationen zu schaffen.
Die Beiträge machten die Bandbreite der regionalen Wirtschaft deutlich. Vorgestellt wurden unter anderem Unternehmen, deren Wurzeln im Handwerk und Metallbau liegen und die heute im Kunststoffbereich tätig sind, ebenso wie Kompetenzen aus dem Hochschulumfeld und Beratungsangebote für Unternehmen. Unterschiedliche Unternehmensgeschichten und fachliche Schwerpunkte zeigten, welches Know-how im Netzwerk zusammenkommt.
Im Anschluss an die beiden Vorstellungsrunden nutzten die Teilnehmenden den persönlichen Austausch an Stehtischen, um Gespräche zu vertiefen, Kontaktdaten auszutauschen und mögliche Kooperationen auszuloten.