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Neubau des M-Gebäudes der Realschule Heilsbronn eingeweiht

Pünktlich zum Beginn des Schuljahres 2026/2027 hat die Markgraf-Georg-Friedrich-Realschule Heilsbronn ihr neues M-Gebäude in Betrieb genommen. Nun wurde der Ersatzneubau des Landkreises Ansbach auch offiziell eingeweiht, musikalisch begleitet von der Schulband. Ein besonderer Programmpunkt war eine Podiumsdiskussion, die von den beiden Schulsprecherinnen Leonie Link und Nina Rückl moderiert wurde. Daran nahmen Landrat Marco Meier, der Ministerialbeauftragte Michael Schmidt, Schulleiter Kurt Mitländer und Günther Schuster von der Regierung von Mittelfranken teil.

Mit dem Neubau stärkt der Landkreis Ansbach als Sachaufwandsträger den Schulstandort Heilsbronn und schafft moderne Voraussetzungen für zeitgemäßes Lernen. Seit Baubeginn im April 2024 entstand ein zweigeschossiges Schulgebäude, das innovative Raumkonzepte mit hohen Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit verbindet. „Mit dem Neubau investieren wir in die Zukunft unserer Schülerinnen und Schüler. Wir schaffen nicht nur dringend benötigte Unterrichtsräume, sondern ermöglichen auch neue Formen des Lehrens und Lernens. Gleichzeitig setzen wir bei Energieversorgung und Bauweise Maßstäbe für nachhaltiges Bauen im Landkreis Ansbach“, betont Landrat Marco Meier.

Das ehemalige M-Gebäude war 1979/80 errichtet worden und wies erhebliche funktionale Defizite auf. Neben dem Sanierungsbedarf fehlte es an Barrierefreiheit und an insgesamt sechs Klassenzimmern. Eine Sanierung mit Erweiterungsbau wurde als unwirtschaftlich bewertet. Mit dem Ersatzneubau werden die Unterrichtsbedingungen nun deutlich verbessert. Mit dem Neubau verfügt die Schule nun insgesamt über 36 Klassenzimmer – sechs mehr als zuvor. Im neuen Gebäude befinden sich neben 16 Klassenzimmern sowie vier Ausweichräume auch die Fachräume für Physik und Musik, die Mensa, die Bibliothek und ein Mehrzweckraum. Das zusätzliche Untergeschoss beherbergt zudem etwa die Werkräume. Ein noch herzustellender Verbindungssteg wird den Neubau mit dem bestehenden G-Gebäude verbinden.

Während der Bauphase fand der Unterricht in zwei Interimsgebäuden auf dem Allwetterplatz statt. Dem Baubeginn waren unter anderem die Einrichtung des Interims, provisorische Parkplätze und der Abbruch des alten Gebäudes vorausgegangen. Eine Besonderheit ist das erstmals an einer Schule in Sachaufwandsträgerschaft des Landkreises Ansbach umgesetzte Clusterkonzept. Jeweils fünf Klassen- beziehungsweise Ausweichräume, ein Lehrerstützpunkt und ein Gruppenraum gruppieren sich um eine großzügige gemeinsame Fläche. Diese ermöglicht unterschiedliche Lernformen: Schülerinnen und Schüler können gemeinsam an Projekten arbeiten, Aufgaben in kleinen Gruppen bearbeiten oder selbstständig Lerninhalte vertiefen. Der zusätzliche Gruppenraum bietet Platz für individuelle Förderung und konzentriertes Arbeiten. Die räumliche Verbindung von Klassen-, Gruppen- und Gemeinschaftsbereichen schafft flexible Möglichkeiten, den Unterricht zu gestalten und das Gemeinschaftsgefühl im Schulalltag zu stärken.

Auch bei Energieversorgung und Bauweise setzt der Neubau besondere Akzente. Die Gebäudehülle entspricht dem Passivhausstandard. Die Wärmeversorgung erfolgt vollständig ohne fossile Brennstoffe und ohne Biomasse mithilfe von Erd- und Luftwärmepumpen. Erdsonden ermöglichen zudem eine passive Temperierung der Räume, indem sie im Sommer zur Dämpfung der Erwärmung beitragen – ohne aktive Kälteerzeugung. Eine Photovoltaikanlage erzeugt Strom direkt am Gebäude. Dezentrale Lüftungsanlagen sorgen für einen geregelten Luftaustausch. Erstmals wurde bei einer Baumaßnahme des Landkreises Ansbach zudem Recyclingbeton eingesetzt. Die Tragkonstruktion besteht aus einem Stahlbeton-Skelettbau; bei Innenwänden, Fassade und Ausbau wurde bevorzugt Holz verwendet. Es wird eine Zertifizierung mit dem Qualitätssiegel „Nachhaltiges Gebäude in der Stufe QNG-PLUS“ angestrebt. Eine spätere zweigeschossige Aufstockung des Gebäudes wäre möglich, sollte sich der Bedarf zukünftig ergeben. Die Freianlagen sollen außerdem naturnahe Retentionsmulden zur Versickerung des Regenwassers erhalten.

Mit dem neuen M-Gebäude verbindet der Landkreis Ansbach zusätzliche Unterrichtskapazitäten und innovative Lernmöglichkeiten mit einer nachhaltigen und energieeffizienten Bauweise. Damit wird der Schulstandort Heilsbronn langfristig gestärkt.

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