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Jugendbeauftragte als Sprachrohr der jungen Generation

Quelle: Landratsamt Ansbach

Konflikte, Bürokratie und Kindeswohlgefährdung – das sind nur wenige Begriffe, die beim Stichwort „Jugendamt“ in den Kopf schießen. Doch das Jugendamt ist weit mehr als eine Anlaufstelle in schwierigen Situationen: Mit der Kommunalen Jugendarbeit unterstützt es im Landkreis Ansbach die Gemeinden, jungen Menschen Beteiligung zu ermöglichen und ihre Interessen in die Kommunalpolitik einzubringen. Eine Schlüsselrolle übernehmen dabei die Jugendbeauftragten. Sie sind Sprachrohr und Lobby für Jugendliche vor Ort. Bei ihrem ersten Netzwerktreffen in dieser Amtsperiode kamen 43 von ihnen im Landratsamt Ansbach zusammen, um sich über ihre Aufgaben, Rechte und Pflichten sowie Möglichkeiten zu informieren und auszutauschen.

Landrat Marco Meier begrüßte die Teilnehmenden und betonte die Bedeutung ihres Engagements: „Jugendliche sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft und sollen ihre Heimat aktiv mitgestalten können. Jugendbeauftragte tragen dazu bei, dass ihre Anliegen gehört werden und in die Entscheidungen vor Ort einfließen. Ich wünsche mir deshalb, dass möglichst alle Gemeinden im Landkreis einen Jugendbeauftragten benennen und damit ein klares Zeichen für die Beteiligung junger Menschen setzen.“

Ein Thema des Treffens war die Rolle der Jugendbeauftragten als Schnittstelle zwischen Jugendlichen und Kommunalpolitik. Sie nehmen die Bedürfnisse und Anliegen junger Menschen auf, vertreten diese gegenüber den politischen Entscheidungsträgern und vermitteln umgekehrt politische Entscheidungen verständlich an die Jugendlichen. Darüber hinaus können sie eigene Projekte und Aktionen anstoßen und so das Leben junger Menschen in ihren Gemeinden aktiv mitgestalten.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Vorstellung der Kommunalen Jugendarbeit (KoJa) des Landkreises Ansbach. Sie ist Teil des Amtes für Jugend und Familie und übernimmt die Gesamt- und Planungsverantwortung für die Jugendarbeit. Sie ist die erste Anlaufstelle für Fragen der Jugendarbeit auf kommunaler Ebene. Sie berät und unterstützt die Gemeinden dabei, passende Angebote für junge Menschen vor Ort zu entwickeln und umzusetzen.

Auch finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten wurden beim Netzwerktreffen vorgestellt. Gemeinden, Jugendbeauftragte und weitere Engagierte können sich an geförderten Projekten und Aktionen beteiligen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, für eigene Vorhaben in der Jugendarbeit Fördermittel zu beantragen. 

Das Ziel des Netzwerktreffens ist nicht nur den Austausch zwischen den Jugendbeauftragten zu stärken, sondern auch die Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten der Kommunalen Jugendarbeit bekannter zu machen. So sollen Hürden abgebaut und ein möglichst niederschwelliger Zugang geschaffen werden. Denn Jugendarbeit ist zwar eine Pflichtaufgabe der Kommunen, aber lebt letztlich vom Engagement vor Ort.

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