Landkreis Ansbach unterstützt Behandlung von Bienen gegen die Varroamilbe
Bienen sind unverzichtbar: Sie sichern die Biodiversität und steigern landwirtschaftliche Erträge. Sie sind „ein Zeichen für eine intakte Natur“, so Dr. Ralf Zechmeister, Leiter des Veterinäramts am Landratsamt Ansbach. Doch die Varroamilbe, eine aus Asien eingeschleppte Parasitenart, gefährdet seit den 1970er Jahren die deutschen Bienenbestände. Mit einem Zuschuss in Höhe von 8.420 Euro unterstützt der Landkreis Ansbach nun die Imkervereine bei der Bekämpfung des Parasiten.
Die Varroamilbe befällt die Bienenbrut, vermehrt sich dort und ernährt sich von den Bienenlarven. Die befallenen Bienenlarven kommen dann später z.B. flugunfähig oder lebensschwach auf die Welt. Zusätzlich überträgt der Parasit auch andere Bienenkrankheiten. Um die Bestäubung von Obstbäumen und Feldfrüchten sicherstellen zu können, müssen die Bienenvölker wiederkehrend gegen die Varroamilbe behandelt werden, beispielsweise mit Ameisensäure. Zusätzlich beachten die Imkerinnen und Imker hohe Biosicherheitsmaßnahmen, um ihre Bestände nicht zu gefährden. Denn auch wenn die Varroamilbe in einem Bestand abgetötet ist, können sich die Bienen immer wieder neu mit dem Parasiten infizieren, weil der flächendeckend vorkommt und die Beinen nicht immun werden.
Die Bekämpfung der Varroamilbe hat seit den 70er Jahren schon große Fortschritte gemacht. „Hat man früher noch mit der chemischen Keule zugeschlagen und so auch die Bienen selbst oft stark geschädigt, erfolgt die Bekämpfung heute mit Mitteln, die für Bienen und Menschen unschädlich sind und nur den Parasiten beeinträchtigen“, erklärt Dr. Zechmeister. Doch diese Methoden müssen gezielter und häufiger angewendet werden. Imkerinnen und Imker müssen die richtigen Zeitpunkte erkennen und eine passende Bekämpfungsstrategie wählen. Der Imkerverband bietet daher regelmäßig Kurse an, um die neusten Erkenntnisse der Wissenschaft weiterzugeben.
Imkerinnen und Imker, die sich in Vereinen organisieren, profitieren von diesen Angeboten sowie von den Fördergeldern des Landkreises Ansbach. Landrat Marco Meier freute sich die positive Nachricht persönlich an Norbert Hauer, Kreisvorsitzender der Imker, am Lehrbienenstand des Kreisverbandes in der Nähe von Brodswinden zu überbringen.