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Wenn der Sommer juckt

Quelle: Landratsamt Ansbach

Mit Beginn der Sommermonate weist das Gesundheitsamt am Landratsamt Ansbach auf ein vermehrtes Auftreten saisonaler Plagegeister hin und ruft die Bevölkerung zu besonderer Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme auf. Grasmilben, Eichenprozessionsspinner und Zerkarien können unangenehme Hautreaktionen verursachen. Um Beschwerden zu vermeiden, wird empfohlen, betroffene Bereiche zu meiden, Warnhinweise zu beachten und umsichtig zu handeln.

Absperrungen, Warnschilder oder Badewarnungen kennzeichnen bekannte Befallsgebiete und sollten unbedingt respektiert werden. Gleichzeitig können auch bislang nicht markierte Wiesen, Bäume oder Badeplätze betroffen sein. Ein wachsamer Blick und eigenverantwortliches Handeln sind daher ausdrücklich erwünscht.

Grasmilben treten insbesondere bei warmem, trockenem Wetter auf. Vor allem ihre Larven verursachen stark juckende Hautreaktionen, häufig an Beinen, Kniekehlen oder unter enger Kleidung. Zum Schutz empfiehlt das Gesundheitsamt, hohe Wiesen zu meiden, nach Aufenthalten im Freien zu duschen, Kleidung bei mindestens 60 Grad zu waschen und gegebenenfalls Schutzmittel zu nutzen. Kühlende Gele oder leichte Antihistaminika können Juckreiz lindern.

Auch der Eichenprozessionsspinner befindet sich derzeit in der Hauptsaison. Seine Brennhaare können Juckreiz, Hautausschläge und in seltenen Fällen Atembeschwerden auslösen. Besonders an Waldrändern, in Parks und auf Spielplätzen ist Vorsicht geboten. Absperrungen dienen dem Schutz und sollten nicht umgangen werden. Bei Wind können sich Brennhaare auch von alten Nestern lösen und verbreiten, weshalb abgesperrte Bereiche insbesondere auf der Windseite gemieden werden sollten. Nester dürfen nicht berührt werden; ihre Entfernung erfolgt ausschließlich durch Fachfirmen. Bei Beschwerden wird empfohlen, Haut und Kleidung zu reinigen und bei stärkeren Symptomen ärztlichen Rat einzuholen.

In warmen Naturbadegewässern können vermehrt Zerkarien auftreten, die eine juckende, jedoch harmlose Badedermatitis verursachen. Das Risiko lässt sich reduzieren, indem bevorzugt in tieferen Bereichen gebadet wird, Aufenthalte in flachem, warmem Wasser begrenzt werden und insbesondere die frühen Morgenstunden gemieden werden. Wasserpflanzen und Schilfzonen sollten gemieden werden, da dort die Zwischenwirte leben. Nach dem Baden empfiehlt sich gründliches Abtrocknen sowie das sofortige Wechseln nasser Kleidung. Auch geeigneter Sonnenschutz kann das Risiko verringern. Badewarnungen der Gemeinden sind zu beachten.

Für Planschbecken gilt: Zerkarien kommen dort nicht vor, da sie natürliche Gewässer und bestimmte Zwischenwirte benötigen. Dennoch bleibt eine regelmäßige Reinigung und ein häufiger Wasserwechsel aus hygienischen Gründen sinnvoll.

Das Gesundheitsamt betont, dass durch umsichtiges Verhalten und die Beachtung der Hinweise viele Beschwerden vermieden werden können. Die Gemeinden sind in der Regel erste Ansprechpartner bei neu entdeckten Vorkommen und stehen in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt.

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