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Mut, Vielfalt und persönliche Geschichten: Schülerinnen treffen starke Frauen in Neuendettelsau

Beim Projekt „Speeddating – starke Frauen, starke Mädchen“ an der Laurentius-Realschule Neuendettelsau standen inspirierende Lebenswege, persönliche Erfahrungen und ehrliche Gespräche im Mittelpunkt. An der Veranstaltung der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises, die jungen Mädchen Mut machen und neue Perspektiven aufzeigen soll, nahmen Schülerinnen einer 8. Klasse teil.

In kurzen Gesprächsrunden begegneten die Schülerinnen Frauen aus ganz unterschiedlichen beruflichen Bereichen und Lebenssituationen. Dabei konnten sie Fragen stellen, die sie persönlich bewegten: Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus? Wie gelingt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Was wollten die Frauen eigentlich als Kinder werden? Und was hat sie dazu inspiriert, ihren heutigen Weg einzuschlagen? Die Antworten machten deutlich: Lebenswege verlaufen nicht immer geradlinig. Und genau darin liegen oftmals besondere Chancen. Den Mädchen wurde aufgezeigt, dass Frauen in unterschiedlichen Bereichen erfolgreich sein können, auch in männerdominierten Branchen. Ebenso wurde deutlich, dass Mut, Durchhaltevermögen und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, häufig belohnt werden.

Zu den Gesprächspartnerinnen gehörten Claudia Jennings (Chorleiterin Windsbacher Mädchenchor), Carolin Högner-Schurr (Geschäftsführerin HBS Verwaltung/Baugeschäft Högner), Theresa Korn (Teamleitung in der Agentur für Arbeit und zugleich Zweite Bürgermeisterin der Gemeinde Neuendettelsau), Beate Wegschaider (Inhaberin des Reformhauses in der Passage Neuendettelsau), Eva Hausmann (Inhaberin Fischhof Hausmann) sowie Angelika Fischer-Huber, Inhaberin des Blumenladens „Sonnenblume“ in Heilsbronn).

Besonders positiv begleitet wurde das Projekt durch die Schulleiterin der Laurentius-Realschule, Gerda Seitzinger-Bürkel, die der Idee von Beginn an offen gegenüberstand. Auch Klassenlehrerin Kristina Ramm, die die reine Mädchenklasse betreut, trug wesentlich zum gelungenen Ablauf bei. Die Atmosphäre während des Speeddatings war offen, interessiert und wertschätzend. Schnell entwickelten sich lebhafte Gespräche, in denen persönliche Erfahrungen ebenso Platz fanden wie Fragen nach Herausforderungen, Zukunftsplänen und beruflichen Chancen. Im Anschluss kamen die teilnehmenden Frauen zudem zu einer gemeinsamen Reflexionsrunde zusammen, um ihre Eindrücke und Erfahrungen auszutauschen.

„Es ist schön zu sehen, wie sich die Mädchen und die Frauen gemeinsam aufeinander einlassen und dadurch interessierte und lebhafte Gespräche entstehen“, resümierte Kreisjugendpflegerin Tamara Schmidt von der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises Ansbach. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie wichtig persönliche Begegnungen und authentische Vorbilder für junge Menschen sein können – und wie wertvoll Räume sind, in denen Mädchen ermutigt werden, selbstbewusst ihren eigenen Weg zu gehen.

28.05.2026 
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