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Fachtagung Pflege

Das Regionalmanagement Landkreis Ansbach lädt gemeinsam mit der Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Ansbach einmal im Jahr zu einer Fachtagung Pflege ein.

Rückblick auf die Fachtagung Pflege 2026:

Fachtagung setzt Impulse für Führung und Personalgewinnung in der Pflege

Führung, Personalgewinnung und die erfolgreiche Einarbeitung neuer Mitarbeitender: Mit diesen Themen beschäftigten sich Fachleute aus der Pflege bei einer Fachtagung im Landratsamt Ansbach. Neben praxisnahen Impulse und zeigten Referenten Lösungsansätze für die aktuellen Herausforderungen auf. Landrat Marco Meier hob die Bedeutung dieser Themen angesichts des demographischen Wandels hervor und unterstrich, dass insbesondere der Umgang mit Mitarbeitern sowie die Bereitschaft, neue Wege zu gehen, entscheidend für den langfristigen Erfolg der Einrichtungen seien.

Organisiert worden war die Veranstaltung durch Christina Löhner von der Gesundheitsregion plus Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach sowie Andrea Denzinger vom Regionalmanagement am Landratsamt Ansbach. Referent Prof. Dr. Alfred Quenzler betonte, dass sich Arbeitswelten grundlegend verändern und viele Tätigkeiten einem Wandel unterliegen. Gleichzeitig wachse bei jungen Menschen das Bedürfnis nach Sicherheit, sozialem Austausch und verlässlichen Strukturen im Arbeitsumfeld. Führung müsse darauf reagieren, indem sie positive Perspektiven vermittelt, Kommunikation stärkt und Orientierung bietet. Dazu gehörten auch gelebte Traditionen und Rituale im Arbeitsalltag. Quenzler unterstrich die Bedeutung von Emotionen im Bewerbungsprozess sowie den Einfluss des persönlichen Umfelds bei Berufsentscheidungen. Als praxisnahen Ansatz empfahl er, insbesondere Praktikanten aktiv nach Verbesserungsvorschlägen zu fragen.

Einblicke in modernes Recruiting gaben Jannik Timov und Lorenz Schlotter. Dieser zeigte auf, wie sich die Kommunikation in der Personalgewinnung von einer reinen Darstellung von Merkmalen hin zu einer klaren Nutzenargumentation entwickelt hat. Erfolgreiche Ansätze aus anderen Branchen ließen sich dabei gezielt auf den Pflege- und Gesundheitsbereich übertragen, um Bewerber besser anzusprechen und langfristig zu gewinnen.

Tobias Schallenberger stellte die Integration neuer Mitarbeiter, insbesondere internationaler Pflegekräfte, in den Fokus. Entscheidend sei ein aktiver Austausch im Team sowie die klare Festlegung von Ansprechpartnern. Sprache spiele dabei eine zentrale Rolle und entwickle sich im Arbeitsalltag weiter. Integration müsse ganzheitlich gedacht werden – fachlich, sozial und werteorientiert. Zudem sei zu berücksichtigen, dass sich die Bedürfnisse junger Berufseinsteiger deutlich von denen erfahrener Fachkräfte aus dem Ausland unterscheiden.

Neben den fachlichen Impulsen bot die Fachtagung den Teilnehmenden auch Zeit für Austausch und Vernetzung. Durchweg positive Rückmeldungen wie „sehr gelungen“ und „notwendig“ unterstrichen den Bedarf an solchen Formaten.

Pressemitteilung 20.05.2026




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