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Fledermaustollwut? Was tun bei Kontakt mit Fledermäusen

Ihre Katze hat eine Fledermaus gefangen und nach Hause gebracht? Ins Kinderzimmer hat sich bei gekippten Fenster eine Fledermaus verirrt? Oder hatten Sie gar engeren Kontakt mit einer Fledermaus, z.B. eine solche mit bloßen Händen gefangen und manipuliert? Was nun?

  • Fassen Sie kein Wildtier, auch keine Fledermaus, mit bloßen Händen an. Handschuhe (Leder) sind immer zu empfehlen, wenn Sie so ein Tier oder ein anderes Wildtier manipulieren müssen.
  • Fledermäuse können in sehr seltenen Fällen mit dem Tollwutvirus infiziert sein. Die Wahrscheinlichkeit, dass „Ihre“ Fledermaus an Tollwut infiziert war, ist sehr gering, aber nicht gleich „Null“
  • Fledermäuse haben sehr kleine, sehr scharfe Zähnchen, einen Biss erkennen Sie nicht immer gleich. Hatten Sie so engen Kontakt, dass das Tier sein Maul an Ihre Haut bringen konnte, dann suchen Sie bitte einen Arzt auf.
  • Lassen Sie Ihre (Freigänger-) Katzen regelmäßig gegen Tollwut impfen.
  • Falls die Fledermaus noch greifbar ist (z.B. der Kadaver ist vorhanden) können Sie den Tierkörper beim zuständigen Veterinäramt abgeben (Öffnungszeiten!). Die Kollegen versenden diesen Kadaver unverzüglich ans Landeslabor (= Landesuntersuchungsamt), wo der Kadaver auf die Erkrankung untersucht werden kann. Die Untersuchung dauert in der Regel ungefähr 5-7 Tage; sie werden über die Telefonnummer, die Sie bei der Abgabe des Tierkörpers angeben, dann über das Ergebnis informiert.
  • In den meisten Fällen ist die Fledermaus jedoch „weg“, z.B. entweder von der Katze verzehrt oder durch das geöffnete Fenster entkommen. Falls Sie vorher engen Kontakt mit dem Tier hatten, fehlt uns damit leider die Möglichkeit, Ihnen zeitnah eine „Entwarnung“ zu verschaffen. Besprechen Sie sich in dem Fall mit Ihrem Hausarzt, ob eine Simultanimpfung notwendig ist.
  • Falls Sie oder Ihr Hausarzt eine tiermedizinische Risikobewertung zur Verbreitung der Fledermaustollwut oder eine spezifische Beratung zum weiteren Vorgehen benötigen, stehen am Landesuntersuchungsamt Experten zur Verfügung. Die haben laufend einen Blick auf die einschlägigen Monitoringergebnisse und das räumliche Verteilungsmuster der Fledermaustollwut. Diese Experten sind über die Poststelle des LGL (09131/68080) während der üblichen Dienstzeiten zu erreichen und können Ihren Hausarzt auf Augenhöhe beraten und eine Einschätzung abgeben, ob es bei der geschilderten Situation zu einer Übertragung gekommen sein könnte. Natürlich können Sie sich bei weniger kritischen Fällen auch an das örtliche Veterinäramt wenden, wir werden versuchen, Sie oder Ihren Hausarzt bestmöglich zu beraten.
14.08.2026 
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