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Aktuelle Themen des Veterinäramtes

Änderungen im Tierarzneimittelgesetz ab 1. Januar 2023

Am 01.01.2023 sind Änderungen im Tierarzneimittelgesetz in Kraft getreten. Die Meldung der Antibiotikaanwendungen bei Rindern, Schweinen, Hühnern und Puten ist nun vom Landwirt auf den Tierarzt übergegangen. Das bedeutet, Tierärzte müssen sämtliche Anwendungen von Antibiotika bei diesen Nutzungsarten melden- und zwar unabhängig von der Bestandsgröße.

Landwirte aber müssen ab einer bestimmten Bestandsgröße ihre Nutzungsart(en) eintragen, es sind neue bzw. andere Nutzungsarten und Bestandsuntergrenzen dazu gekommen. Dies gilt nun für Betriebe mit:

NEU sind Betriebe mit:

Bei Mastrindern wurde die Bestandsuntergrenze für zugekaufte Kälber auf 25 Tiere/ Tag/Halbjahr im Durchschnitt angehoben. Die eigene Nachzucht fällt nicht unter die Meldeverpflichtung, erst, wenn die weiblichen Tiere gekalbt haben.

Für diese Betriebsgrößen gilt (weiterhin) das Antibiotikaminimierungskonzept, d.h. es werden Kennzahlen ermittelt und für den Fall der Überschreitung von Kennzahl 1 oder 2 müssen Maßnahmen ergriffen werden (u.a. Maßnahmenplan usw.) Weitere Informationen folgen in Kürze, geplant sind auch eine Veranstaltung in Präsenz mit weiteren Informationen.

Eine Anleitung für das Eintragen der Nutzungsart(en) finden Sie hier

Weitere Informationen:

Erstinformation Schwein (PDF, 363 kB)

Erstinformation_Rind (PDF, 451 kB)

Erstinformation Geflügel (PDF, 363 kB)


Transportverbot für Kälber unter 28 Tagen ab dem 1. Januar 2023

Das Veterinäramt Ansbach weist darauf hin, dass ab 1. Januar 2023 Kälber erst ab ihrem 28. Lebenstag transportiert werden dürfen. Diese Änderung betrifft Milchviehhalter, Viehtransporteure und Rindermastbetriebe unmittelbar, da die Vermarktung bisher schon ab dem 14. Lebenstag möglich war.

Hintergrund dieser Änderung der Tierschutztransportverordnung ist, dass Kälber ab dem 28. Lebenstag größer, kräftiger und robuster sind. Ihnen fällt dann unter anderem die Umstellung von Futter oder Stallklima in der neuen Umgebung leichter. Der Mastbetrieb erhält im Gegenzug kräftigere und robustere Kälber. Diese sind bereits selbstständiger, ihr Immunsystem ist ebenfalls schon weiterentwickelt. Für Milchviehhalter, die aus Platzmangel bisher ihre männlichen Mastkälber möglichst frühzeitig vermarkten mussten, bestand vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 eine Übergangsfrist, so dass diese mit der Schaffung neuer Kälberhütten oder „Kälberiglus“ reagieren konnten.

Ausnahmen dieses Transportverbotes gelten zum Beispiel für andere Transporte im hofeigenen Transportfahrzeug ab Betrieb, etwa zum nahegelegenen Kälberaufzüchter im Nachbardorf, oder für die Almwirtschaft, welche im Landkreis Ansbach jedoch nicht vorhanden ist.


Afrikanische Schweinepest (ASP)

Das Veterinäramt möchte an die bereits vor zwei Jahren erlassene Allgemeinverfügung, die ausnahmslos alle Schweinehalter zur Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen wie beispielsweise der wildschweindichten Umzäunung verpflichtet. Dazu zählen ausdrücklich auch Hobbyhalter und Freilandhaltungen. Sie müssen ihre Schweinehaltung am Veterinäramt, Telefon (0981) 468-8000 und am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Telefon (0981) 89080 anmelden. Die Seuche tritt ausschließlich bei Haus- und Wildschweinen auf. Für den Menschen ist sie ungefährlich. Auch Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnisse können weiterhin unbedenklich verzehrt werden. Dennoch können alle Bürger mithelfen: Lebensmittelabfälle, besonders von Fleisch- und Wurstwaren, sollten nicht offen, sondern nur in geschlossenen Behältern und korrekt in der Mülltonne entsorgt werden, so die Empfehlung der Behörde. Weitere Infomationen zu diesem Thema finden Sie hier.


Was tun, wenn Ihnen ein herrenloses Tier oder Fundtier (Katzen) zuläuft

Häufige Krankheiten herrenloser Katzen, die für den Menschen von Bedeutung wären (z.B. Toxoplasmose, Salmonellen, Brucellose, Leptospirose, Würmer, Giardien, Flöhe, Hautpilze) sind durch einfache Hygienemaßnahmen einfach zu vermeiden, z.B. durch das Tragen von Einmalhandschuhen. Nehmen Sie das Tier aber nicht in die Wohnräume auf, insbesondere, wenn Sie selbst eigene Katzen halten. Auch Ihre Haustiere können sich am gefundenen Tier mit Krankheiten anstecken (neben den genannten Zoonosen bei Katzen z.B. Katzenschnupfen, Katzenseuche, Chlamydiose, Feline Leukämie, Feline Infektiöse Peritonitis; bei Hunden z.B. Ansteckende Leberentzündung, Parvovirose, Staupe).

Nicht zutrauliche, verwilderte Tiere können kratzen oder beißen und damit zu gefährlichen Infektionen führen, hier ist es sinnvoll, dunkle, tierschutzkonforme Kastenfallen zu verwenden und die Tiere damit/darin zu einem Tierarzt/in Tierheim zu bringen. Grundsätzlich gibt es keine gesetzliche Verpflichtung herrenlose Tiere einzufangen oder sich um diese zu kümmern. Die Betreuung erfolgt auf Basis ethischer Grundüberzeugung.
Sollte das Tier schwer verletzt sein, kann eine sofortige tierärztliche Versorgung nötig werden. Einen Tierarzt in Ihrer Nähe finden Sie über die bayerische Landestierärztekammer unter https://www.bltk.de/tieraerztesuchdienst/.

Ist das Tier soweit gesund, dann nutzen Sie für die Katze entweder die ausreichend große, hölzerne, blickdichte Kastenfalle oder am besten eine dunkle und ausbruchsichere Kiste (auf ausreichend Luftzufuhr achten). Das Tier sollte in einem ruhigen Raum (Keller, Garage) untergebracht und mit Wasser und ggf. Futter versorgt werden. Sobald Sie das Tier im Dunklen in Ruhe lassen, beruhigen sich auch verwilderte Katzen i.d.R. schnell. Am nächsten Arbeitstag kann die Anlieferung der Katze in das Tierheim erfolgen.

Wenn Sie ein Fundtier aufnehmen/es Ihnen zuläuft, dürfen Sie dieses nicht behalten, es gehört schließlich jemand Anderem. Wenden Sie sich an das beauftragte Tierheim Ihrer Gemeinde (siehe Tabelle) oder erfragen Sie das notwendige Procedere bei Ihrer Gemeinde und geben das Tier dann in das Tierheim, wo der unbekannte Halter ermittelt wird.

Dienstleistungen des Veterinäramtes

Formulare zum Thema Veterinärwesen

Im Gebiet des Landkreises Ansbach liegen die drei ehemaligen Reichsstädte Rothenburg o. d. Tauber, Dinkelsbühl und Feuchtwangen. Sie sind im Kreiswappen durch den Reichsadler vertreten. Die Zugehörigkeit des Ansbacher Gebietes zum Territorium der Nürnberger Burggrafen und späteren Markgrafen von Brandenburg-Ansbach wird durch die sogenannte Hohenzollern-Vierung dokumentiert. Als allgemeines Symbol für Franken wurde zusätzlich der fränkische Rechen in das Landkreiswappen aufgenommen.

Landkreiswappen
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