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Veterinärmt des Landkreises Ansbach

Aktuelle Themen:

Geflügelpest - Aufstallungspflicht für Geflügel im Landkreis Ansbach

Mit Wirkung vom 11.03.2021 wird zu den schon im Februar dieses Jahres veranlassten Biosicherheitsmaßnahmen (Desinfektionsmöglichkeiten) auch die Aufstallung von Hausgeflügel für den gesamten Landkreis Ansbach verfügt.
Die Stallpflicht gilt für Hausgeflügel wie z.B. Enten, Gänse, Puten/Truthühner und andere Hühnervögel wie Huhn, Pfau, Fasan, Perlhuhn, jedoch nicht für Tauben.
Unter einem „Stall“ ist entweder ein festes, verschlossenes Gebäude, Schuppen, Scheune usw. zu verstehen, aber auch eine nach außen dichte Voliere aus Maschendraht, deren obere Abdeckung seitlich übersteht und dicht ist, z.B. mittels einer Folienabdeckung. Freilauf von Hausenten und Gänsen, z.B. zum nächsten natürlichen Gewässer, ist unzulässig.
Es ist zu erwarten, dass diese Aufstallungspflicht zeitlich begrenzt ist. Nach endgültigem Abschluss des Frühjahrsvogelzuges unter Berücksichtigung der Inkubationszeiten, Ansteckungswege und des Futterangebotes etc. wieder aufgehoben werden kann. Dies bedeutet aber auch, dass bei kaltem Frühjahr oder erneutem Wintereinbruch in den Brutgebieten die Stallpflicht über das gesamte Frühjahr aufrechtzuerhalten sein wird. Geflügelhaltern wird daher geraten, die baulichen Änderungen an ihrer Voliere und ihre Planungen so vorzunehmen, dass diese über mehrere Monate vorhalten.
Die Geflügelpest (Aviäre Influenza, H5N8) grassiert bei Wildvögeln. Der für den Menschen ungefährliche Erreger schafft es immer wieder Biosicherheitsmaßnahmen von Hausgeflügelhaltungen zu durchbrechen. So kommt es zu Infektionen und Seuchenausbrüchen in Nutztierbeständen (Hühner, Enten, Gänse, Puten). Eine Impfung gegen das Virus oder eine Heilungsmöglichkeit gibt es nicht. Infizierte Tiere, vor allem Hühnervögel, verenden qualvoll.
Der Landkreis Ansbach beherbergt derzeit viele seuchenfreie, besonders schützenswerte Bestände, u.a. etwa 4.500 Hühnerhaltungen mit über 275.000 Tieren.
Bereits in einer kleinen Hühnerhaltung entstehen bei einem Geflügelpestausbruch milliardenfach neue Erreger, die andere Bestände infizieren können.

Zuletzt waren solche Ausbrüche von Hausgeflügelpest in den Landkreisen Roth, Weißenburg und Neumarkt entdeckt worden, ein Ausbruchsgeschehen betraf dabei einen Betrieb mit zehntausenden von Tieren.
Die Aufhebung der Allgemeinverfügung wird erneut öffentlich bekanntgemacht.
 Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.


Afrikanische Schweinepest (ASP)

Das Veterinäramt möchte an die bereits vor zwei Jahren erlassene Allgemeinverfügung, die ausnahmslos alle Schweinehalter zur Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen wie beispielsweise der wildschweindichten Umzäunung verpflichtet. Dazu zählen ausdrücklich auch Hobbyhalter und Freilandhaltungen. Sie müssen ihre Schweinehaltung am Veterinäramt, Telefon (0981) 468-8000 und am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Telefon (0981) 89080 anmelden. Die Seuche tritt ausschließlich bei Haus- und Wildschweinen auf. Für den Menschen ist sie ungefährlich. Auch Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnisse können weiterhin unbedenklich verzehrt werden. Dennoch können alle Bürger mithelfen: Lebensmittelabfälle, besonders von Fleisch- und Wurstwaren, sollten nicht offen, sondern nur in geschlossenen Behältern und korrekt in der Mülltonne entsorgt werden, so die Empfehlung der Behörde. Weitere Infomationen zu diesem Thema finden Sie hier.


Ferkelbetäubung, Ferkelbetäubungssachkunde

Die betäubungslose Ferkelkastration wird zum 1. Januar 2021 verboten. Neben der Ebermast und der Immunkastration stellt die Ferkelkastration unter Inhalationsnarkose eine der möglichen Alternativen dar.
Voraussetzungen für den Erwerb des Sachkundenachweises und weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.


Dienstleistungen des Veterinäramtes

Im Gebiet des Landkreises Ansbach liegen die drei ehemaligen Reichsstädte Rothenburg o. d. Tauber, Dinkelsbühl und Feuchtwangen. Sie sind im Kreiswappen durch den Reichsadler vertreten. Die Zugehörigkeit des Ansbacher Gebietes zum Territorium der Nürnberger Burggrafen und späteren Markgrafen von Brandenburg-Ansbach wird durch die sogenannte Hohenzollern-Vierung dokumentiert. Als allgemeines Symbol für Franken wurde zusätzlich der fränkische Rechen in das Landkreiswappen aufgenommen.