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Wissen bewahren und neue Blicke auf die Vergangenheit

Quelle: Landratsamt Ansbach

„Danke für Ihr Engagement“, lobte Landrat Marco Meier die Kreisarchiv- und Kreisheimatpfleger bei ihrer jährlichen Sitzung im Landratsamt Ansbach. Mit wie viel Herzblut sich die acht Ehrenamtlichen im Landkreis für die Baudenkmale, die Früh- und Vorgeschichte, die Volksmusik und das Brauchtum sowie die Archivpflege einsetzen, wurde beim gemeinsamen Austausch deutlich.

Die Kreisarchiv- und Kreisheimatpfleger gehen der Vergangenheit auf die Spur und bewegen mittelfränkische Geschichte und Kultur. Dabei ist es ihnen ein besonderes Anliegen, dass ihre Rechercheergebnisse und Fundstücke auch tatsächlich gesichert werden. „Alle werden älter“, erinnerte Kreisheimatpfleger Oskar Geidner und sobald viele der Ehrenamtlichen ihre Tätigkeit aufgeben müssen, bleibe ihre Arbeit im Familienbesitz, anstatt in öffentliche Hand überzugehen. Das müsse sich ändern. Denn „es ist für die Allgemeinheit gedacht – deshalb ist es auch ein Ehrenamt“, betonte Angela Kretzer vom Bauamt. Der Appell an die Ehrenamtlichen: Sichert eure Arbeiten langfristig, sodass sie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können.

Kreisheimatpfleger Richard Schmidt ging mit gutem Beispiel voran: Er gab bei der Versammlung einen Einblick in eines seiner Steckenpferde – die Besonderheiten mittelfränkischer Dorf-Kirchtürme. Dabei ging er besonders auf die Maßwerke am Gemäuer ein. Diese geometrischen Muster wurden in filigraner Arbeit von Steinmetzen umgesetzt. Hier wird klar: Auf die Details kommt es an. Wie stark ist die Linie gebogen? Hat sie eine Spitze? Gibt es Verzierungen, Konsolen, Wappen oder Figuren? Wie viele Bögen gibt es an einer Turmseite? Schmidt erklärte: „Jede Linie ist bewusst gezogen.“ Doch auch er hat nicht alle Antworten – noch nicht. Bei einigen Kirchtürmen ist über die Entstehung vor mehreren hunderten Jahren nicht viel bekannt, das möchte er nun ändern.

Das Treffen zeigte erneut, wie bedeutsam der regelmäßige Austausch von Wissen und Erfahrungen ist, um die Vergangenheit in der Gegenwart zu bewegen und für die Zukunft zu bewahren.

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