Starkes Signal für mehr und bessere Prävention
Mit einer breit angelegten Auftaktveranstaltung hat das für Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach zuständige Gesundheitsamt am Landratsamt Ansbach den Startschuss für die Umsetzung des Masterplans Prävention gegeben. Rund 60 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Gesundheitswesen, Bildung, Sozialarbeit, Vereinen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um sich bei der Präventionskonferenz über Ziele, Inhalte und nächste Schritte zu informieren und aktiv einzubringen.
Oberbürgermeister Thomas Deffner wertete die hohe Beteiligung als „starkes Signal“ für die Bedeutung des Themas. Prävention, also das Vorbeugen, sei längst kein optionales Zusatzangebot mehr, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Mit dem Masterplan entstehe erstmals ein verbindlicher Rahmen, der die unterschiedlichen Akteure in Stadt und Landkreis zusammenführe und vorhandene Kräfte gezielt bündele. Auch Dr. Franziska Lenz, Leiterin des Gesundheitsamtes, unterstrich die strategische Relevanz des Vorhabens. Der Masterplan ermögliche es, Präventionsmaßnahmen flächendeckend, systematisch und zugleich passgenau für die Region zu entwickeln. Er schaffe die Grundlage für eine langfristige und verlässliche Planung.
Die Initiative fügt sich in die übergeordnete Strategie des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention ein, das Prävention seit Jahren als zentralen gesundheitspolitischen Schwerpunkt verfolgt. Ziel ist es, Krankheiten möglichst frühzeitig vorzubeugen, gesundheitliche Chancengleichheit zu verbessern und die Lebensqualität der Bevölkerung nachhaltig zu stärken. Programme zur Gesundheitsförderung, Aufklärungskampagnen sowie der Ausbau regionaler Netzwerke sollen dabei helfen, Prävention stärker im Alltag der Menschen zu verankern und strukturell zu verfestigen.
Im Rahmen der Veranstaltung gab Prof. Dr. Ina Zimmermann von der Hochschule Coburg einen Überblick über aktuelle Herausforderungen und Potenziale der kommunalen Präventionsarbeit. Sie machte deutlich, dass Faktoren wie gesunder Schlaf, ausgewogene Ernährung, Stressreduktion und regelmäßige Bewegung entscheidend dazu beitragen, sowohl körperliche als auch psychische Gesundheit zu fördern und chronischen Erkrankungen vorzubeugen.
Neben der inhaltlichen Einführung stand die aktive Einbindung der regionalen Akteure im Mittelpunkt der Präventionskonferenz. Martina Ringler, Sachgebietsleiterin am Gesundheitsamt Ansbach, betonte gemeinsam mit Karin Zelinsky von der Gesundheitsregion Plus, dass der Masterplan nur im engen Schulterschluss mit den Partnern vor Ort erfolgreich umgesetzt werden kann. In moderierten Workshops wurden erste Ziele und konkrete Maßnahmen für verschiedene Lebensphasen erarbeitet, die in den kommenden Monaten weiter konkretisiert werden sollen.
Interessierte Institutionen, Initiativen sowie Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, sich aktiv in den weiteren Prozess einzubringen und die Präventionsarbeit in der Region gemeinsam mitzugestalten.