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Neues Spezialfahrzeug stärkt den Bevölkerungsschutz im Landkreis Ansbach

Quelle: Landratsamt Ansbach

Der Bevölkerungsschutz im Landkreis Ansbach erhält weitere technische Unterstützung: Die Bundesrepublik Deutschland hat dem Landkreis Ansbach einen neuen CBRN-Erkundungswagen zur Verfügung gestellt. Das Fahrzeug wurde nun offiziell an die Freiwillige Feuerwehr Mönchsroth übergeben, wo es künftig stationiert ist und betreut wird. Seine hochsensible Messtechnik ermöglicht es, chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren (CBRN) frühzeitig zu erkennen, Stoffe zu identifizieren und Einsatzleitungen bei der Beurteilung komplexer Gefahrenlagen zu unterstützen.

„Ein leistungsfähiger Bevölkerungsschutz lebt nicht nur von moderner Technik, sondern vor allem von den Menschen, die sich ehrenamtlich dafür einsetzen. Mein herzlicher Dank gilt deshalb den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Mönchsroth, die die Verantwortung für dieses anspruchsvolle Fahrzeug übernehmen und sich für den Umgang mit der komplexen Technik entsprechend weiterbilden. Es ist beruhigend zu wissen, dass wir im Landkreis über diese wichtige Ausstattung verfügen“, betont Landrat Marco Meier.

Die Bundesrepublik Deutschland stattet die Katastrophenschutzeinheiten der Länder in den Bereichen Brandschutz, CBRN-Schutz, Sanitätswesen und Betreuung ergänzend aus. Zur Stärkung der Gefahrenabwehr im CBRN-Bereich beschafft die Bundesrepublik Deutschland insgesamt 518 Erkundungsfahrzeuge. In Bayern erhalten alle Landkreise und kreisfreien Städte jeweils ein Fahrzeug. Dieses ist als mobile Laboreinheit konzipiert und mit moderner, hochsensibler Sensorik ausgestattet. Mithilfe verschiedener Messgeräte, darunter Spektrometer und Gasdetektoren, können unbekannte Stoffe und deren Konzentrationen in der Umgebung erfasst und identifiziert werden. Darüber hinaus erstellt das Fahrzeug digitale Lagebilder und unterstützt die Einsatzkräfte bei der Modellierung möglicher Schadstoffausbreitungen unter Berücksichtigung der meteorologischen Bedingungen. Auf dieser Grundlage lassen sich Gefahrenbereiche festlegen sowie notwendige Sperr- und Kontrollzonen bestimmen. Auch die fachgerechte Entnahme und Sicherung von Luft-, Flüssigkeits- und Feststoffproben für weitergehende Laboranalysen gehört zum Aufgabenspektrum. Die gewonnenen Messergebnisse liefern zudem wichtige Grundlagen für die Auswahl geeigneter Dekontaminationsverfahren. Sämtliche relevanten Messdaten können kontinuierlich erfasst und an die Einsatzleitung weitergegeben werden, sodass diese jederzeit über eine möglichst aktuelle Gefahrenlagebeurteilung verfügt.

CBRN-Gefahren können unterschiedliche Ursachen haben. Eine Freisetzung gefährlicher Stoffe kann beispielsweise durch Naturereignisse, industrielle oder transportbedingte Unfälle, aber auch durch Anschläge oder direkte Waffeneinwirkungen auf Infrastruktureinrichtungen entstehen. Eine wirksame Gefahrenabwehr muss daher unabhängig von der jeweiligen Ursache und Zuständigkeit gewährleistet sein. Sie ist eine gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen. Der CBRN-Erkundungswagen ist Bestandteil des Gefahrgutzugs im Landkreis Ansbach. Dieser setzt sich nun aus Fahrzeugen der Feuerwehren Schnelldorf, Feuchtwangen, Rothenburg ob der Tauber und eben Mönchsroth zusammen und wird von Kreisbrandmeister Manfred Grasser geleitet.

Die Anschaffungskosten des neuen Fahrzeugs belaufen sich auf rund 311.000 Euro und werden vollständig von der Bundesrepublik Deutschland getragen. Auch die künftig anfallenden Kosten für den Fahrzeugunterhalt werden von der Bundesrepublik Deutschland erstattet. Mit dem neuen CBRN-Erkundungswagen sind derzeit insgesamt fünf Bundesfahrzeuge im Landkreis Ansbach stationiert. Dazu zählen ein Krankentransportwagen Typ B in Schillingsfürst, ein Schlauchwagen Katastrophenschutz (SW KatS) in Arberg, ein Gerätewagen Dekontamination Personal (GW Dekon-P) in Rothenburg ob der Tauber, ein Löschgruppenfahrzeug Katastrophenschutz (LF-KatS) in Wolframs-Eschenbach sowie der neue CBRN-Erkundungswagen in Mönchsroth.

Mit der offiziellen Übergabe ist die Verantwortung für die Betreuung des Fahrzeugs nun bei der Freiwilligen Feuerwehr Mönchsroth verankert. Damit wird die technische Ausstattung des Bevölkerungsschutzes im Landkreis Ansbach weiter ergänzt und die Zusammenarbeit der Feuerwehren bei der Bewältigung besonderer Gefahrenlagen gestärkt.

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