Neuer Rettungsdienst-Standort in Ehingen stärkt die Notfallversorgung
Zum 1. November erweitert das Bayerische Rote Kreuz (BRK) die rettungsdienstliche Vorhaltung mit einem neuen Standort in Ehingen. Der dort stationierte Rettungswagen steht täglich von 8 bis 20 Uhr einsatzbereit zur Verfügung. Es handelt sich dabei um den ersten sogenannten Rettungsdienst-Abrufplatz im Landkreis Ansbach. Diese neue Variante soll die Erweiterung der rettungsdienstlichen Strukturen auf deutlich wirtschaftlichere Weise ermöglichen. Der Stammstandort des neuen Abrufplatzes in Ehingen ist die Rettungswache Bechhofen. Das Rettungswagen-Team wird seinen Dienst demnach in Bechhofen beginnen und sich nach dem täglichen Fahrzeugcheck auf den Weg nach Ehingen machen. Am Dienstende begibt sich das Team dann wieder zurück an die Rettungswache nach Bechhofen.
Im Zentrum Ehingens entsteht aktuell in Modulbauweise ein ca. 30 m² großer Pausenraum inkl. Teeküche und Sanitärräumlichkeiten. Nachdem in Bechhofen sämtliche Strukturen einer Rettungswache vorhanden sind, welche im Bedarfsfall genutzt werden, kann die bauliche Maßnahme in Ehingen auf das Nötige begrenzt werden. Ziel des BRK ist dabei natürlich dennoch, moderne und zeitgemäße Räumlichkeiten für das Personal zur Verfügung zu stellen, in denen sich die Mannschaft zwischen den Einsätzen wohl fühlt. Bisher musste seitens Betreiber stets in Rettungswachen und Rettungsstellplätze investiert werden, was erhebliche Investitionsvolumen mit sich brachte. „Der Rettungsdienst-Abrufplatz zeigt, dass wir die rettungsdienstliche Versorgung auch mit neuen, wirtschaftlicheren Konzepten weiterentwickeln können. Entscheidend ist, dass die Hilfe dort verfügbar ist, wo sie gebraucht wird“, sagt Verbandsvorsitzender und Landrat Marco Meier. Auch Christian Bernhard, Kreisgeschäftsführer des BRK-Kreisverbandes Ansbach, freut sich über die neu geschaffene Möglichkeit zur Etablierung von rettungsdienstlichen Abrufplätzen: „Es handelt sich um eine pragmatische Lösung, die deutlich wirtschaftlicher und flexibler für die zukünftigen Anforderungen ist. Genau die richtige Herangehensweise in Zeiten, in denen die Systeme in mehrerlei Hinsicht an ihre Belastungsgrenze geraten.“
Bis zur Fertigstellung des Gebäudes, der Bezug ist zum Dezember 2026 geplant, wird der Dienst übergangsweise von einem Mietobjekt aus in Ehingen betrieben. Hierdurch kommt es zu keiner Verzögerung und der Betrieb kann uneingeschränkt sichergestellt werden. Grundlage für diese Anpassungen ist die Trend- und Strukturanalyse des Instituts für Notfallmedizin, die dem zuständigen Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung als Basis für notwendige Weiterentwicklungen dient. Die aktuellen Maßnahmen sind Teil eines langfristig angelegten Fünf-Jahres-Plans, in dessen Rahmen die Rettungsdienst-Vorhaltung in der Region schrittweise weiter ausgebaut wird.
Bereits im Dezember des vergangenen Jahres wurden die Vorhaltezeiten des Rettungswagens am Standort Wolframs-Eschenbach erweitert und die Krankentransportressourcen aufgestockt. Die nun durchgeführte Errichtung eines neuen Standortes in Ehingen soll gem. Gutachten die Versorgung insbesondere im Bereich Bechhofen und Wassertrüdingen tagsüber verbessern. Dabei sollen vor allem Zeiten mit einer erwarteten hohen Auslastung besser abgedeckt werden. Weitere Ausbauschritte befinden sich bereits in Vorbereitung. Ziel bleibt es, die rettungsdienstliche Versorgung in der gesamten Region nachhaltig zu stärken, Ressourcen bedarfsgerecht auszubauen und sowohl im Krankentransport als auch in der Notfallrettung eine zuverlässige und leistungsfähige Versorgung sicherzustellen.