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Landkreis Ansbach zeichnet vorbildliche Projekte mit dem Umwelt- und Agenda 21-Preis aus

Landrat Marco Meier hat den Umwelt- und Agenda 21-Preis des Landkreises Ansbach an sieben herausragende Projekte verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt der Landkreis alle zwei Jahre besonderes Engagement für Natur, Umwelt und Nachhaltigkeit. Die prämierten Projekte zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig nachhaltiges Handeln im Landkreis gelebt wird.

Den ersten Preis, verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro, erhält die Grund- und Mittelschule Bechhofen. Die Schule beteiligt sich seit 2025 am Lernprojekt „FREI DAY“, an dem derzeit 202 Schulen vor allem im deutschsprachigen Raum teilnehmen. Schülerinnen und Schüler setzen sich dabei regelmäßig mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung auseinander und entwickeln eigenständig Projekte, die unmittelbar im Schulalltag und darüber hinaus Wirkung entfalten. Im Jahr 2025 wurden unter anderem gespendete Möbel restauriert und an Bedürftige weitergegeben, ein regelmäßiges Schulfrühstück initiiert, eine „Freundschaftsbank“ für den Pausenhof geschaffen sowie ein Mülltrennsystem eingeführt. Weitere Projekte reichten von einer autofreien Schulwoche über die Anlage von Hochbeeten, einer Kräuterspirale und eines Insektenhotels bis hin zu einer Baumpflanzaktion im Staatswald. Auch generationenübergreifende Angebote mit dem Kindergarten sowie eine Flohmarktaktion zur Förderung der Kreislaufwirtschaft gehörten zum vielfältigen Nachhaltigkeitsprogramm.

Mit einem weiteren Preis wird der Pflegeeinsatz einer Berufsintegrationsklasse des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Ansbach-Triesdorf im Hutewald „Fuchseck“ ausgezeichnet. Gemeinsam mit Rangern des Naturparks Frankenhöhe und der Gemeinde Oberdachstetten leisteten die Schülerinnen und Schüler einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des ökologisch wertvollen Hutewaldes mit seinen charakteristischen, weit auseinanderstehenden Alteichen.

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Philipp Gmelch für den Bau eines Schwalbenhauses in Heilsbronn. In Zusammenarbeit mit der Bund-Naturschutz-Ortsgruppe Heilsbronn, der Stadt Heilsbronn und der Firma Wehlert Montageservice entstand in nachhaltiger Bauweise ein Lebensraum für Schwalben und Mauersegler. Dabei wurden nahezu ausschließlich Resthölzer verwendet.

Ein weiterer Preis geht an den Obst- und Gartenbauverein Wassertrüdingen. Der Verein pflegt und entwickelt Teile des ehemaligen Gartenschaugeländes und organisiert gemeinsam mit zahlreichen Partnern vielfältige Veranstaltungen. Im Jahr 2025 wurde zudem mit der Umgestaltung einer Teilfläche zu einem Sandarium begonnen, das 2026 fertiggestellt werden soll.

Ausgezeichnet wird außerdem die Wagner GbR aus Sachsen bei Ansbach. Durch die ökologische Aufwertung dreier hofnaher Grundstücke entstanden rund 2.000 Quadratmeter Hecken, 60 neu gepflanzte Laub- und Obstbäume sowie ein halber Hektar artenreiches Grünland.

Ein weiterer Preisträger ist das Projekt zur Umgestaltung des Friedhofs in Flachslanden. Durch das große Engagement zahlreicher Ehrenamtlicher entstand eine grüne, multifunktionale und barrierefreie Ortsmitte mit hoher Aufenthaltsqualität. Blühflächen und ein Steinbiotop ergänzen das ökologische Konzept. Die Marktgemeinde Flachslanden und die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Flachslanden trugen maßgeblich zum Gelingen bei.

Der siebte Preis geht an den Imkerverein Gebsattel. Auf dem Gelände einer ehemaligen Kläranlage entwickelte der Verein in ehrenamtlicher Arbeit einen naturnahen Lebensraum mit Blühflächen, Kräuterhochbeet, Sandarium, Steinhaufen, heimischen Sträuchern sowie Nisthilfen und Informationstafeln. Die Fläche dient zahlreichen Tierarten als Lebensraum und wird der Öffentlichkeit unter anderem beim Tag der offenen Tür vorgestellt.

Landrat Marco Meier würdigte das Engagement der Anwesenden: „Ob Schule, Verein, Kommune oder Privatinitiative – die ausgezeichneten Projekte machen deutlich, wie vielfältig Umwelt- und Naturschutz im Landkreis Ansbach gelebt wird. Sie sind Vorbilder für verantwortungsvolles Handeln und zeigen, dass nachhaltige Ideen dort entstehen, wo Menschen mit Überzeugung anpacken.“

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