Kreistag nimmt Arbeit auf
Mit der konstituierenden Sitzung hat der Kreistag des Landkreises Ansbach für die Wahlperiode 2026 bis 2032 seine Arbeit aufgenommen. Nach seiner Vereidigung appellierte Landrat Marco Meier an die gemeinsame Verantwortung aller gewählten Kreistagsmitglieder. Ideologische Grabenkämpfe und persönliche Befindlichkeiten dürften im Gremium keinen Platz haben. „Die Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht sachorientierte Entscheidungen, konstruktive Zusammenarbeit – und dass getroffene Entscheidungen auch gemeinsam vertreten werden“, sagte Meier.
Der Amtseid wurde Marco Meier vom nach Lebensjahren ältesten Kreisrat abgenommen: von Dr. Gerhard Schorndanner aus Dietenhofen (ÖDP). Zum Stellvertretenden Landrat wählten die Kreistagsmitglieder Dr. Jürgen Pfeiffer aus Heilsbronn (CSU). Als weiterer Stellvertreter des Landrats wurde per Beschluss Hans Henninger aus Flachslanden (Freie Wähler) bestellt.
Entschieden wurde in der Kreistagssitzung auch darüber, welche Ausschüsse gebildet und wie diese besetzt werden. Neben dem Kreisausschuss gibt es in dieser Wahlperiode den Seniorenhilfeausschuss, den Jugendhilfeausschuss, den Rechnungsprüfungsausschuss, den Haushaltsausschuss, den Schul-, Bildungs- und Bauausschuss, den Ausschuss für Wirtschaft, Kreisentwicklung und Energiewende, den Umwelt- und Abfallbewirtschaftungsausschuss, den Ausschuss für ÖPNV und Kreisstraßen sowie den Ausschuss für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Familie. Im Vergleich zur vorigen Wahlperiode wurde vor allem der Bau-Bereich neu geordnet und damit unter anderem der Bau- und Verkehrsausschuss eingespart. Während der Hochbau den Themen Schule und Bildung zugeordnet wurde, bilden die Straßen thematisch nun eine Einheit mit dem Nahverkehr. Geregelt wurde auch, wer künftig den Landkreis Ansbach in verschiedenen Zweckverbänden sowie im Verwaltungsrat des gemeinsam mit der Stadt Ansbach betriebenen kommunalen Klinikunternehmens ANregiomed vertritt.
Zu drei besonders wichtigen Themenfeldern hat der Kreistag außerdem Beauftragte ernannt. Sie sollen dazu beitragen, dass die Belange betroffener Menschen in der Gesellschaft gewürdigt werden, und sollen diese gegenüber Politik und Verwaltung vertreten. Zum Beauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderung wurde per Beschluss Alfons Brandl aus Herrieden (CSU) bestellt, zum Integrationsbeauftragten Patrick Ruh aus Feuchtwangen (CSU) und zum Pflegebeauftragten Gerhard Siegler aus Weidenbach (Freie Wähler).