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Gemeinsam Integration gestalten: Steuerungskreis der Ehrenamtlichen setzt wichtige Impulse

Quelle: Landratsamt Ansbach

Beim jüngsten Steuerungskreistreffen der Ehrenamtlichen des Integrationsbereiches standen aktuelle Entwicklungen, gemeinsame Ziele und konkrete Unterstützungsangebote für Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung im Mittelpunkt. Organisiert werden die regelmäßigen Treffen vom Team Integrationslotse am Landratsamt Ansbach. Ziel ist es, ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zu vernetzen und sie zu unterstützen. Gastgeber war dieses Mal die Caritas-Kreisstelle in Herrieden, vertreten durch Beate Jerger (kommunale Integrationsarbeit) und Ulrike Sterner (Flüchtlings- und Integrationsberaterin). Neben der Vorstellung des neuen Integrationsbeauftragten des Kreistages, Kreisrat Patrick Ruh, und der Verabschiedung eines gemeinsamen Leitbildes beschäftigten sich die Teilnehmenden insbesondere mit rechtlichen Neuerungen, dem Zugang zum Arbeitsmarkt sowie den geplanten Aktivitäten in der zweiten Jahreshälfte.

Zu Beginn des Treffens stellte sich der neue Integrationsbeauftragte des Kreistages den Mitgliedern des Steuerungskreises vor. Der persönliche Austausch bot Gelegenheit, erste Arbeitsschwerpunkte zu erläutern und zugleich die wichtige Rolle des ehrenamtlichen Engagements im Integrationsbereich hervorzuheben. Gerade die enge Zusammenarbeit zwischen hauptamtlichen Strukturen, Ehrenamtlichen, sozialen Einrichtungen, Behörden und weiteren Akteuren bildet eine wesentliche Grundlage dafür, Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung bedarfsgerecht zu unterstützen.

Reinhold Reinke, Leiter des Jobcenters, informierte die Teilnehmenden zudem über aktuelle rechtliche Neuerungen im Bereich des SGB II, die seit 01. Juli 2026 gelten. So heiße das bisherige „Bürgergeld“ künftig „Grundsicherung“, und sei auch mit einigen inhaltlichen Neuerungen verbunden. Dazu zähle etwa, dass Erziehende nicht mehr wie bisher drei Jahre, sondern künftig bereits nach 14 Monaten wieder für ein Arbeitsverhältnis gewonnen werden sollen. Zudem gelten für die Vermögensverhältnisse neue Freibetragsgrenzen und die Mitarbeit der Kunden kann über die Möglichkeit von Sanktionen wieder stärker eingefordert werden. Gerade für Ehrenamtliche, welche die Menschen im Alltag begleiten und häufig erste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner bei ganz unterschiedlichen Fragestellungen sind, ist es wichtig, über Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen informiert zu sein. Nur so können sie verlässlich Orientierung geben und bei Bedarf an die zuständigen Fachstellen weitervermitteln.

Zudem wurde auch die Frage, wie Menschen trotz weggefallener beziehungsweise eingeschränkter Sprachkursangebote möglichst schnell und effektiv beim Einstieg in die Arbeitswelt unterstützt werden können, behandelt. Ein besonderer Blick richtete sich dabei auf bestehende Fördermöglichkeiten für Unternehmen. Gerade für kleinere und mittelständische Betriebe können entsprechende Förderinstrumente eine wichtige Hilfe darstellen und zusätzliche Anreize schaffen, Menschen mit Migrationshintergrund eine berufliche Perspektive zu eröffnen.

Neben den aktuellen fachlichen Themen richtete sich der Blick auch auf die zweite Jahreshälfte. Gemeinsam wurden die noch anstehenden Veranstaltungen und Aktivitäten besprochen. Dazu zählt beispielsweise die Teilnahme an der bundesweiten Interkulturellen Woche, die vom 27. September bis 4. Oktober 2026 unter dem Motto „dafür“ stattfindet. Alle Veranstaltungen zur Interkulturellen Woche sind auf der Internetseite des Landkreises Ansbach zu finden.

Das Steuerungskreistreffen zeigte erneut, wie vielfältig die Herausforderungen in der Integrationsarbeit sind. Gleichzeitig wurde deutlich, wie wertvoll der regelmäßige Austausch und das Engagement der Ehrenamtlichen bleiben. Mit einem gemeinsamen Leitbild, aktuellen Informationen und einer guten Vernetzung sollen auch künftig pragmatische Lösungen entwickelt werden, die Integration, gesellschaftliche Teilhabe und einen möglichst schnellen Zugang zum Arbeitsmarkt fördern.

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