Geistreiches von der Streuobstwiese
Obst, Streuobstwiesen und regionale Wertschöpfung standen im Mittelpunkt der Juli-Ausgabe von „Einfach näher dran – echt dabei vor Ort“. Mit diesem Veranstaltungsformat rückt das Regionalmanagement am Landratsamt Ansbach regelmäßig Betriebe und Erzeuger in den Fokus, die Nahversorgung, regionale Produkte und handwerkliche Lebensmittelverarbeitung erlebbar machen. Diesmal öffnete die Brennerei Scheurer von Beate und Katharina Scheurer im Arberger Ortsteil Großlellenfeld ihre Türen. 25 Teilnehmende konnten begrüßt werden, darunter auch Bürgermeister Marco Friedel.
Zuerst führte ein kurzer Fußweg in Richtung Obstgarten. Dort gab Maria Enzner, Streuobstberaterin am Landratsamt Ansbach, einen fachlichen Einstieg zum Thema Artenvielfalt. Sie zeigte auf, welche Bedeutung Streuobstwiesen für Landschaftsbild, Klima, Boden, Wasserhaushalt und Lebensräume für Tiere und Pflanzen haben. Im Anschluss nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit für Fragen und Austausch.
Zurück an der Brennerei erläuterte Familie Scheurer die Abläufe rund um Obst, Brennverfahren und Vertrieb. Dabei wurde deutlich, wie viel Handwerk, Erfahrung und Zeit in der Herstellung hochwertiger Edelbrände steckt: Gebrannt wird traditionell mit Holzfeuer, während des gesamten Brandes ist ständige Aufmerksamkeit erforderlich. „Nach der Destillation reifen die Brände über mehrere Jahre und gewinnen so an Milde und Harmonie“, erklärte Katharina Scheurer.
Den Abschluss bildete ein gemütlicher Ausklang mit Verkostung von Streuobstprodukten im neuen Hofladen. So wurde aus dem Betriebsbesuch nicht nur ein fachlicher Austausch, sondern auch ein anschaulicher Einblick in die Bedeutung regionaler Direktvermarktung.