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Bestmögliche Entwicklung der Streuobstbäume im Blick

Quelle: Landratsamt Ansbach

Hinweise und Empfehlungen zum Pflanzen und Pflegen junger Bäume standen bei einem Jungbaumpflegekurs im Mittelpunkt. Maria Enzner, Streuobstberaterin am Landratsamt Ansbach, und Kreisgartenfachberater Volkmar Then haben sich dazu mit den Teilnehmern sowie mit Werner Christ vom örtlichen Obst- und Gartenbauverein auf einer Streuobstwiese der Gemeinde Weihenzell getroffen.

Volkmar Then erklärte, dass viele Bäume zu tief gepflanzt würden, was langfristig zu instabilen Bäumen führe. Außerdem empfahl er, für den Aufbau einer stabilen Krone beim Pflanzschnitt drei bis vier Leitäste festzulegen. Denn auch die Pflege sei entscheidend für einen gesunden Streuobstbaum und seine Früchte. Optimale Voraussetzungen für eine gute Entwicklung seien das Anbringen eines Verbissschutzes und ein Weißanstrich des Stammes zum Schutz der noch dünnen Rinde vor Spannungsrissen. Die Experten rieten, die Baumscheibe, also den Boden rund um den Stamm, durch flaches Hacken von Bewuchs freizuhalten und mit Mulch abzudecken. Zum Fördern des Triebs sollte in den ersten Jahren der Schnitt jährlich vor dem Blattaustrieb erfolgen.

Der Kurs beinhaltete sowohl praktische Anwendungen wie das Üben des Erziehungsschnitts als auch Informationen der Experten und gegenseitigen Austausch. Durchgeführt werden konnte der Kurs mit Mitteln aus dem Ersatzgeldprojekt „Zukunft.Streuobst II“. Ersatzgelder sind Zahlungen, die bei Eingriffen in die Natur, etwa Baumaßnahmen, geleistet werden müssen. Im nächsten Jahr soll das Kursformat in einer weiteren Gemeinde des Landkreises Ansbach fortgesetzt werden.

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