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Aktionstag Schichtwechsel - Raum für Begegnungen und neue Perspektiven

Quelle: Landratsamt Ansbach

Statt Kreistagsbeschlüsse umsetzen, Videokonferenzen leiten oder Grußworte sprechen hieß es für Landrat Marco Meier Toranschläge bauen und Babyflaschen mit Barcodes bekleben: Am 24. September fand der Aktionstag „Schichtwechsel“ statt, der seit 2019 bundesweit von der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) organisiert wird. Dabei lernen Arbeitskräfte des allgemeinen Arbeitsmarktes Werkstätten und Tagesförderstätten für Menschen mit Behinderungen kennen, während Menschen mit Behinderungen neue Erfahrungen in einem Unternehmen sammeln – oder eben in einer Behörde wie dem Landratsamt Ansbach.

Landrat Marco Meier hat den „Schichtwechsel“ mit zwei Mitarbeitenden der Westmittelfränkische Lebenshilfe Werkstätten GmbH gewagt – einer davon war Marco Mack. Er durfte in verschiedene Bereiche des Landratsamtes Ansbach hineinschnuppern, hat die Hausmeister begleitet und frankierte in der Poststelle Briefe. Ihm habe alles Spaß gemacht, berichtete er. „Bei der Poststelle habe ich auch richtig viele Fragen gestellt“, so Mack. Doch habe er auch gemerkt, dass es im Landratsamt stressig werden könne: „Da ziehe ich den Hut vor dem, was die da schaffen.“

„Mir hat es gutgetan, aus dem täglichen Trubel hier rauszukommen“, resümierte Meier mit einem Schmunzeln den Schichtwechsel. Wie Urlaub war es in der Werkstätte jedoch keineswegs: „Ich musste mich wirklich konzentrieren“, erzählte er Mack im abschließenden persönlichen Austausch. „Es ist fast schon ein Industriebetrieb und nicht basteln – wie manche fälschlicherweise meinen.“

Das Inklusionsprojekt hat also sein Ziel erreicht: Es hat einen Raum für Begegnungen und neue Perspektiven geschaffen und Vorurteile sowie Klischees abgebaut. Es war ein Tag voller Wertschätzung und gegenseitigem Respekt.

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