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80 Jahre vhs Dinkelsbühl: Ein Ort für Bildung und Begegnung

Quelle: Landratsamt Ansbach

Die Volkshochschule Dinkelsbühl feiert in diesem Jahr ihr 80-jähriges Bestehen. Bei einer Feierstunde im Konzertsaal des Spitalhofs blickten die geladenen Gäste gemeinsam auf die Geschichte und Bedeutung der Bildungseinrichtung zurück.

Im November 1946 wurde die vhs Dinkelsbühl als eine der ersten Volkshochschulen Bayerns gegründet – nur ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Heute ist sie mit einem breit gefächerten Angebot von der jungen vhs über Sprachen, Gesundheit, Kreativität und IT bis hin zu Politik, Gesellschaft und Umwelt die größte der 33 Außenstellen der vhs Landkreis Ansbach. Landrat Marco Meier betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Volkshochschule über die reine Wissensvermittlung hinaus: „Sie ist ein Ort der Begegnung. Ein Ort des Austauschs. Ein Ort, an dem Menschen miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam Neues entdecken.“ Gerade in einer Zeit, in der Informationen jederzeit verfügbar seien, gehe es darum, Zusammenhänge zu verstehen, kritisch zu hinterfragen und miteinander im Gespräch zu bleiben. Damit leiste die vhs auch einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Gesellschaft.

Die historische Dimension des Jubiläums hob Petra Winterstein, die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des Bayerischen Volkshochschulverbands, hervor. Dass die vhs Dinkelsbühl bereits 1946 gegründet wurde, sei angesichts der damaligen Situation von besonderer Bedeutung. Volkshochschulen seien nach dem Ende der NS-Diktatur auch als Orte entstanden, an denen demokratisches Denken, gegenseitiger Respekt und gesellschaftlicher Austausch neu gelernt und gelebt werden konnten. Diese Aufgabe sei bis heute aktuell: Jede Generation müsse Demokratie immer wieder neu mit Leben füllen.

Besondere Anerkennung erhielt Ingeborg Raab, die die größte Außenstelle der vhs Landkreis Ansbach seit vielen Jahren ehrenamtlich leitet. Für ihr großes persönliches Engagement, ihre Verlässlichkeit und ihren Einsatz für die Erwachsenenbildung vor Ort wurde sie im Rahmen der Jubiläumsfeier ausdrücklich geehrt. Auch die Leistungen ihrer Vorgängerin Gundula Walchshöfer, die ebenfalls anwesend war, wurden gewürdigt.

Für vhs-Leiterin Ulrike Herzog ist die Volkshochschule ein Ort, an dem Menschen die Möglichkeit bekommen, sich ein Leben lang weiterzuentwickeln. „Vielleicht ist genau das der Kern von lebenslangem Lernen: dass wir uns nicht irgendwann für fertig erklären, sondern uns die Möglichkeit offenhalten, uns zu verändern.“

Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer verwies in seinem Grußwort auf die besondere Bedeutung des Carl-Fortunat-Hauses im Historischen Spitalkomplex, in dem die vhs Räume hat. Als sogenannter „dritter Ort“ – ein Raum neben dem eigenen Zuhause und dem Arbeitsplatz, an dem Menschen zusammenkommen, sich austauschen, lernen und Gemeinschaft erleben können – sei er für eine lebendige Stadtgesellschaft von großer Wichtigkeit.

Die Jubiläumsfeier selbst machte dies unmittelbar erlebbar. Nach der musikalisch von Anne Freimuth und Sven Drostel von der Berufsfachschule für Musik Dinkelsbühl gestalteten Feierstunde folgte eine Führung durch das Carl-Fortunat-Haus. Anschließend klang der Nachmittag bei Speisen, Getränken und Gesprächen im Spitalhof aus.

Mit Blick auf die Zukunft zeigte sich Ulrike Herzog optimistisch: „Wir wollen auch in Zukunft neue Wege ausprobieren, neue Themen aufgreifen, neue Menschen erreichen, Bewährtes bewahren und Neues wagen.“

Die vhs Dinkelsbühl blickt damit auf 80 Jahre Bildung, Begegnung und gesellschaftliches Engagement zurück – und zugleich selbstbewusst nach vorn.

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