„Wer wird Regionär?“ Bierdeckel machen neugierig auf regionale Lebensmittel
Was konnte Kaspar Hauser der Überlieferung nach am Geruch erkennen? Wie hieß früher der Beruf des Ölmachers? Und welches Getränk schätzten römische Legionäre? Mit solchen Fragen macht das Semesterprojekt „Wer wird Regionär?“ des Studiengangs Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften am Standort Triesdorf neugierig auf regionale Lebensmittel. Drei gestaltete Bierdeckel laden zum Mitraten ein. Über einen QR-Code auf der Rückseite gelangen Interessierte zu weiterführenden Informationen rund um Äpfel, Pflanzenöle und Essig. Die ungewöhnlichen Geschichten werden in den zugehörigen Infoblättern aufgegriffen und erläutert.
Entwickelt haben das Format Chris Becht und Antonia Wastl, Studierende der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Betreut wurde das Projekt von Prof. Dr. Lydia Nausch und dem Regionalmanagement des Landkreises Ansbach. Die erste Idee entstand Mitte April: Kurze „Bierdeckel-Fakten“ sollten überraschendes Wissen vermitteln und über einen QR-Code zur Vertiefung einladen. Bis zum Abschluss des Semesterprojekts Mitte Juli entstanden daraus drei Quiz-Bierdeckel und drei zugehörige Infoblätter, die inzwischen online unter www.direktvermarktung-landkreis-ansbach.de verfügbar sind. „Wir möchten regionale Lebensmittel dort ins Gespräch bringen, wo Menschen ohnehin zusammenkommen. Die Bierdeckel machen mit einer überraschenden Frage neugierig. Wer mehr erfahren möchte, findet über den QR-Code Informationen zum Produkt, zu Betrieben aus unserer Region und Ideen für die eigene Küche“, erklärt Andrea Denzinger vom Regionalmanagement Landkreis Ansbach.
Die Infoblätter beleuchten Herkunft und Herstellung der Produkte, greifen ernährungsbezogene Fragen auf und erläutern die Bedeutung regionaler Vermarktung. Dazu kommen konkrete Rezeptideen: Apfelbrot, Joghurteis mit Fruchtessigbalsam und Kirschcrumble mit Mohnöl-Streuseln zeigen, wie vielseitig sich die Produkte verwenden lassen. Auch die Menschen hinter den Lebensmitteln werden vorgestellt. Für das Projekt besuchten die Studierenden den Saisonhof Schwarzbeck in Lehrberg, die ezzich Essigmanufaktur in Großhaslach bei Petersaurach und NiklasAgrar in Frickendorf bei Dietenhofen. Die Einblicke in die Betriebe verbinden das Hintergrundwissen mit Beispielen aus dem Landkreis Ansbach. Alle drei Infoblätter verweisen außerdem auf das Direktvermarktungsangebot des Landkreises.
Das Format ist für den Einsatz in der Gastronomie, bei Veranstaltungen und an öffentlich zugänglichen Orten gedacht. Die Idee dahinter: Eine kurze Quizfrage schafft einen unkomplizierten Einstieg, während die digitalen Infoblätter Raum für vertiefende Informationen bieten. Die Struktur lässt sich künftig auch auf weitere regionale Produkte und Betriebe übertragen.