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Bereits 600 „Lebensretter“ registriert

Erst vor drei Wochen startete die „Region der Lebensretter“ im westlichen Mittelfranken ein neues Kapitel in der Notfallversorgung der Bevölkerung. Und bereits jetzt konnte Landrat Dr. Jürgen Ludwig der 600. registrierten „Lebensretterin“ für die Bereitschaft zur Unterstützung des Projekts danken.

Die 32-jährige Rosemarie Kahr aus dem Landkreis Ansbach ist Polizeibeamtin und absolviert gerade das Studium für den Aufstieg in die 3. Qualifikationsebene. Zuvor war sie drei Jahre in der Polizeiinspektion Ansbach beschäftigt. Von einem Polizeikollegen, der sich ehrenamtlich beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) engagiert, erfuhr sie im Rahmen eines Dienstunterrichts von der „Region der Lebensretter“. Hierbei können über die App qualifizierte Ersthelfer alarmiert werden, die einem Patienten mit Herzstillstand am nächsten sind. Dazu zählt medizinisches Personal wie Krankenschwestern und -pfleger, Ärzte und Arzthelfer, Mitarbeiter im Rettungsdienst, Feuerwehrleute aber eben auch Polizisten. „Die Registrierung war sehr einfach, unkompliziert und hat nur wenige Sekunden gedauert“, sagt Rosemarie Kahr. „Vorab habe ich das Zertifikat über meine Ersthelfer-Ausbildung ausstellen lassen, das dann geprüft wurde. Und am nächsten Tag war ich schon dabei.“ Dass sie genau die 600. „Lebensretterin“ ist, erfuhr sie erst kurz darauf. Landrat Dr. Ludwig überreichte ihr als Dank eine Einsatztasche mit persönlicher Schutzausrüstung und Beatmungshilfen.

Selbst im Urlaub könnte Kahr nun alarmiert werden, sollte sie in der Nähe eines Notfalls sein. Wichtig ist, dass das GPS des Smartphones immer eingeschaltet ist, nicht nur bei der Verwendung der App. Initiiert wurde das Projekt vom Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Ansbach, dessen Vorsitzender Dr. Ludwig ist und dem die Landkreise Ansbach und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim sowie die Stadt Ansbach angehören. Herzstück des Projekts ist eine digitale Alarmierungsplattform. Wer als Ersthelfer den Einsatz annimmt, wird über die App direkt an den Einsatzort geführt. Anhand des ausgewählten Verkehrsmittels berechnet die App auch die voraussichtliche Eintreffzeit und weist den alarmierten Helfern Aufgaben zu, etwa Herzdruckmassage, Defibrillator holen oder Bereitstehen für den bald eintreffenden Rettungsdienst.

„Das Ziel ist es Leben zu retten und die derzeitige Überlebensquote bei Herzinfarkten von nur rund zehn Prozent zu erhöhen. Umso mehr Unterstützer mitmachen, umso schneller kann vor Ort geholfen werden“, sagt Landrat Dr. Ludwig und hofft auf zahlreiche weitere Freiwillige, die sich für die „Region der Lebensretter“ – westliches Mittelfranken - registrieren und engagieren werden.

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