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Verkehrshelfer gesucht


Unfälle im Bereich von Schulbushaltestellen sind zwar selten, aber oft folgenschwer. „Immer dort, wo Menschen sich kümmern, gibt es keine Verkehrsunfälle“, ist Landrat Dr. Jürgen Ludwig überzeugt. Daher hat er gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Kreisverkehrswacht Ansbach, Dr. Gottfried Held, und Schulamtsleiter Norbert Kriegelstein eine Initiative gestartet, um für mehr Verkehrshelfer zu werben. In einem Schreiben an die Kommunen, bitten sie die Oberbürgermeister, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister um Mithilfe bei der gezielten Ansprache von möglichen Schulweghelfern. So heißt es in dem Schreiben „Wir bitten Sie, in Ihrer Kommune aktiv für die Tätigkeit als Verkehrshelfer, z.B. bei Veranstaltungen oder mit einem Hinweis im Amtsblatt, zu werben“.
Im letzten Jahr wurden im Landkreis Ansbach auf dem Weg zur Schule drei Schüler schwer und acht leicht verletzt. Im März 2017 wollte in einem Ortsteil von Herrieden ein Erstklässler auf dem Weg zur Bushaltestelle eine Straße überqueren. Dabei wurde er von einem Kleinkraftrad schwer verletzt. Auch bayernweit wurde die Schulwegsicherheit aufgrund eines schweren Unfalls in Altötting zum Thema. Dort wurden zwei 11-jährige Schülerinnen, nachdem sie vom Schulbus ausgestiegen sind, beim Überqueren der Straße getötet. „Diese traurigen Beispiele zeigen, wie wichtig es ist, hier für mehr Sicherheit für Kinder und Jugendliche zu sorgen“, so Dr. Held. Es habe sich gezeigt, dass Verkehrsnormen, wie das Vorbeifahren in Schrittgeschwindigkeit an Bussen, die mit eingeschaltetem Warnblicklicht halten, leider kaum beachtet würden. Daher brauche es zusätzliche Maßnahmen um unsere Kinder zu schützen, sind sich Landrat Dr. Ludwig und Dr. Held sicher.
Unterstützt werden sie dabei von der Polizei. „Wenn Kinder selbstständig den Schulweg meistern, macht es Kinder selbstbewusster und eigenständiger. Um dafür die Voraussetzungen, d.h. sichere Schulwege zu schaffen, sind Verkehrshelfer wichtig“, betont Polizeihauptkommissar Ludwig Hasenmüller, Sachbearbeiter Verkehr der Polizeiinspektion Ansbach. Zudem führe gerade das sogenannte Elterntaxi zu vermehrten Unfällen vor Schulen. Gemeinsam mit Heinrich Fuchs, zuständig für den Bereich Straßenverkehr im Landratsamt Ansbach, führt Hasenmüller regelmäßige Ortstermine durch, um gefährliche Stellen im Straßenverkehr zu entschärfen. „Gerade Verkehrshelfer haben sich in diesem Bereich sehr bewährt, um vielbefahrene Straßen sicherer zu machen“, erklärt Sachgebietsleiter Fuchs.
Die Zahl der Verkehrshelfer hat sich zwischen 2011 und 2017 halbiert. Gerade deshalb ist es den Verantwortlichen wichtig, dass die Maßnahmen, wie etwa das Schreiben an die Gemeinden, möglichst breit unterstützt werden. Die Gemeinden kennen ihre Einwohner und wüssten oft am besten, wer für die Aufgabe des Verkehrshelfer in Frage kommt und könnten so gezielt Personen ansprechen, die Freude an dieser Aufgabe haben. Wie gut dies gelingen kann, zeigt sich am Beispiel der Gemeinde Burgoberbach. Dort unterstützen rund 20 Schulweghelfer einen sicheren Schulweg für Kinder. „Unlängst konnten wir einen gefährlichen Bereich zwischen Siedlung und Schule durch Verkehrshelfer entschärfen“, erklärt Bürgermeister Rammler. Aufgrund einer Elterninitiative im vergangenen Jahr habe man zeitnah reagiert und konnte so die Überquerung der durch Burgoberbach führenden Staatsstraße zwischen Siedlung und Schule schnell und gezielt sichern. Man habe dort einen ausgeschilderten Überweg geschaffen, der zu Stoßzeiten von Schulweghelfern flankiert werde. Im Unterschied zu Schülerlotsen, die direkt an der Schule Kindern helfen, können Verkehrshelfer an Stellen, die nicht direkt an der Schule liegen, eingesetzt werden.
Geeignet für die Aufgabe ist laut dem Vorsitzenden der Kreisverkehrswacht jeder, der sich seine Zeit möglichst frei einteilen kann. Die Aufgabe sei nicht sehr zeitintensiv, es genüge, wenn vor Schulbeginn und nach Schulende etwas Zeit vorhanden sei. Dr. Held betont, dass die Verkehrshelfer ihre Tätigkeit immer mit viel Freude ausführten und die große Dankbarkeit der Kinder und Eltern sowie die sinnvolle Aufgabe selbst viel zurückgebe. Bei Interesse könne man sich an die Kreisverkehrswacht Ansbach sowie an Schulleitung oder Elternbeirat wenden. Der Vorsitzende der Kreisverkehrswacht, Dr. Gottfried Held, freut sich auf zahlreiche Rückmeldungen, die telefonisch unter der Telefonnummer 09827-927 778 oder per E-Mail an info@kreisverkehrswacht-ansbach.de erfolgen können. Die Verkehrserzieher der Polizei haben sich bereit erklärt, die Einweisung in die Tätigkeit zu übernehmen. Die Ausrüstung stellt die Verkehrswacht.

Landrat
Dr. Jürgen
Ludwig
Foto Landrat Dr. Jürgen Ludwig
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