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Informationsfahrt in den Erzgebirgskreis


Drei Tage lang besuchten mehr als 60 Kreisräte und Bürgermeister gemeinsam mit Landrat Dr. Ludwig den Partnerlandkreis Erzgebirgskreis. Ob Holzspielzeugmacher- und Drechslerschule in Seiffen, die Dregeno Seiffen eG als größte Vertriebsplattform für Erzgebirgisches Kunsthandwerk oder das Erzgebirgsklinikum – das Programm bot viele interessante Einblicke und Informationen.

So lernten die Kreisräte in der Holzspielzeugmacher- und Drechslerschule in Seiffen beispielsweise Lydia Krohs kennen. „Ich bin in Schlema geboren. Meine Familie zog aber, als ich zwei Jahre alt war, nach Neuendettelsau“, erzählte Krohs, die sich in Seiffen zur Holzspielzeugmacherin ausbilden lässt. „Auch wenn nur sehr wenige junge Leute diesen Beruf erlernen, wird die Ausbildung doch von der regionalen Wirtschaft benötigt. Entsprechend ergibt es auch Sinn, eine solche Schule zu betreiben. Das ist kein Luxus“, stellte der Ansbacher Landrat Jürgen Ludwig fest. Auch der Landkreis Ansbach ist mit dem Beruflichen Schulzentrum Rothenburg-Dinkelsbühl Träger einer Berufsschule, die mit der Ausbildung zum Pinsel- und Bürstenmacher in Bechhofen als sogenannter Bundessprengel einen besonderen Beruf ausbildet. Der Erzgebirgskreis ist Schulträger von neun Gymnasien, elf Förderschulen und drei Beruflichen Schulzentren an sieben Standorten sowie der Eliteschule des Wintersports in Oberwiesenthal. Jährlich investiert der Erzgebirgskreis als Träger rund 3,5 Millionen Euro in Schulausstattung, Reparaturen sowie in Lehr- und Lernmittel.

Nach der Besichtigung der Annaberger St. Annenkirche ging es dann weiter ins Landratsamt nach Annaberg-Buchholz, wo Landrat Frank Vogel aktuelle Einblicke in die Themen und Investitionen des Erzgebirgskreises gab. Im Erzgebirgskreis leben derzeit rund 338.000 Einwohner und das Landratsamt Erzgebirgskreis ist mit rund 1.880 Beschäftigten größter Arbeitgeber der Region. Auf 1.000 Einwohner kommen etwa 18,9 Betriebe. „Wir sind stolz auf unsere Region und unsere mutigen und innovativen Betriebe“, betonte Landrat Vogel. Auch wenn die Prognosen einen Bevölkerungsrückgang vorhersagen, müsse man mit großer Kraftanstrengung weiterhin die Stärken der Region herausstellen. Dies versuche man etwa durch Kampagnen des Regionalmanagements und einer verlässlichen Unterstützung der Unternehmen. Auch wenn der Erzgebirgskreis fast doppelt so viele Einwohner wie der flächenmäßig größere Landkreis Ansbach zähle, seien viele Fragestellungen der Kreispolitik ähnlich. So sei gerade der Austausch der Auszubildenden ein Ausdruck der Partnerschaft, betonte Landrat Dr. Jürgen Ludwig.

Ähnliche Fragestellungen der Gebietskörperschaften zeigten sich auch beim Besuch des EKH Erzgebirgsklinikums Annaberg. Im Jahre 2008 wurden die vier Krankenhäuser in der Trägerschaft des Erzgebirgskreises in Annaberg, Olbernhau, Stollberg und Zschopau zu einer Holding zusammengeschlossen. „Wir verstehen uns trotz unterschiedlicher Standorte als ein Haus und sind zusammengewachsen“, erklärte Landrat Vogel. Das operative Geschäft der Holding wird von drei Geschäftsführern geleitet. Die Ausrichtung erfolgt in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat, dem Landrat Frank Vogel sowie in erster Linie Kreisrätinnen und Kreisräte angehören. Nach einem Vortrag zur aktuellen Situation des Klinikums, das in den letzten Jahren umfangreiche Baumaßnehmen abschließen konnte, wurde unter anderem das MVZ sowie das Labor vor Ort besichtigt.

Abseits der offiziellen Programmpunkte gab es für die Kreisrätinnen und Kreisräte der Partnerlandkreise auch immer wieder Möglichkeiten des Austausches mit den kommunalpolitischen Vertretern und Vertreterinnen des Erzgebirgskreises. „Die große Veränderungsbereitschaft unserer Freunde im Erzgebirgskreis inspiriert uns immer wieder aufs Neue. Ich freue mich sehr, uns als Freunde bezeichnen zu dürfen, die ihre Beziehung pflegen, voneinander lernen und sich zu schätzen wissen“, betonte Landrat Dr. Jürgen Ludwig zum Abschluss. Er hoffe, dass gerade auch die Gemeinden im Landkreis Ansbach die Kreispartnerschaft durch kommunale Partnerschaften noch weiter verstärken. Bisher sind bereits die Kommunen Bruckberg, Dietenhofen, Herrieden, Schopfloch und Wolframs-Eschenbach mit Gemeinden im Erzgebirgskreis verbunden.

Landrat Frank Vogel dankte den Gästen für den Besuch und lud die Vertreter des Landkreises Ansbach zu einer Festveranstaltung anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Deutschen Einheit im September 2020 ein. Zudem findet bereits im Winter 2019 ein zweiwöchiger Arbeitsaustausch von Auszubildenden des Landkreises Ansbach im Erzgebirgskreis statt. Im Folgejahr ist dann ein Austausch der Auszubildenden im Landkreis Ansbach geplant. Die fast 30-jährige Partnerschaft seit Anfang der 90er Jahre bestand erst zum Altlandkreis Annaberg, ab 1994 zum Landkreis Aue-Schwarzenberg und seit 2008 zum Erzgebirgskreis.

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