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Hasenpest im Landkreis Ansbach


Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit dem Veterinäramt am Landratsamt Ansbach mitteilte, wurde ein bei Lichtenau tot aufgefundener Feldhase positiv auf Tularämie, umgangssprachlich Hasenpest, getestet.
Um eine Ansteckung zu verhindern, sollten Personen, die mit Hasenfleisch in Kontakt kommen, unbedingt Einmalhandschuhe und Mundschutz tragen. So kann verhindert werden, dass es zu einer Infektion über Hautwunden kommt oder der Erreger eingeatmet wird.

Die Krankheit ist auf den Menschen übertragbar und äußert sich häufig mit Lymphknotenschwellungen und Fieber. Sie ist mit Antibiotika bei rechtzeitiger Diagnose erfolgreich zu behandeln. Gefährdet sind Menschen, die einen intensiven Kontakt mit Wildtieren haben. Dazu zählen etwa Jäger oder auch Personen, die in fleischverarbeitenden Bereichen arbeiten. Nach ausreichender Erhitzung des Hasenfleisches ist der Verzehr weiterhin bedenkenlos möglich.

Hunde und Katzen besitzen von Natur aus eine höhere Resistenz gegen den Erreger als der Mensch. Ein längerer Kontakt von Hunden bzw. Katzen mit Wildtieren ist trotzdem zu vermeiden.

Die Jagdzeit auf Feldhasen in diesem Jagdjahr ist zwar seit dem 31. Dezember vorbei, doch es können zu jeder Zeit verendete Feldhasen aufgefunden werden. Diese sollten nicht oder zumindest nicht ohne die genannten Sicherheitsvorkehrungen berührt werden. Betroffene Tiere zeigen sich insbesondere abgemagert und mit struppigem Fell. Auch innere Organe können auffällig verändert sein.

Weitergehende Informationen rund um die Krankheit Tularämie sind im Wildtierportal Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unter www.wildtierportal.bayern.de oder auf der Internetseite des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter https://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/bakterielle_pilzinfektionen/tularaemie/index.htm zu finden.

Die Mitarbeiter der Unteren Jagdbehörde und des Veterinäramtes des Landratsamtes Ansbach stehen für Fragen und weitere Informationen gerne unter der Tel. 0981/468-3201 und Tel. 0981/468-8001 oder per E-Mail jagdwesen@landratsamt-ansbach.de und veterinaeramt@landratsamt-ansbach.de gerne zur Verfügung.

Landrat
Dr. Jürgen
Ludwig
Foto Landrat Dr. Jürgen Ludwig

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