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Azubi-Tag am 7. August 2019


Besuch des Schulzentrums für Pflegeberufe und des Kinderzech-Zeughauses in Dinkelsbühl

Der diesjährige Kennenlerntag führte die Auszubildenen und Anwärter des Landratsamtes Ansbach in die malerische Altstadt Dinkelsbühls.

Der Tag begann im Bürgerbüro des Landratsamtes. Dort trafen die neuen Auszubildenen, die im September ihren Dienst im Landratsamt starteten, erstmals auf die Auszubildenen höherer Jahrgangsstufen. Hier wurden zunächst die Formalitäten wie Anwesenheitsunterschrift erledigt und die Fahrgemeinschaften gebildet.

Erste Station in Dinkelsbühl war das Schulzentrum für Pflegeberufe bei ANregiomed. In einer kurzen Präsentation erhielten die Auszubildenden die wichtigsten Informationen über das Schulzentrum und die Ausbildung in den Pflegeberufen durch den Leiter Hans-Peter Mattausch. Anschließend berichtete die Lehrerin Heike Seiferlein über die Themen Kommunikation und Stressbewältigung. „Kommunikation kann man entweder oder man muss sie lernen“, so Seiferlein. Die Auszubildenen lernten dabei, dass bei einem Gespräch der Ton die Musik macht und nicht wie erwartet das Wort im Vordergrund steht, sondern viel mehr Mimik, Körpersprache, Gestik und Haltung. Des Weiteren erklärte Seiferlein, dass Stress eine wichtige Funktion hat. „Diente der Stress früher dem Überleben, so gibt er uns heute Energie und ist eine Anpassungsreaktion auf Umweltreize“, so Seiferlein. Jedoch warnte Sie davor, dass Stress auch negative Auswirkungen auf den Körper haben und sogar wie bei sogenannten „Adrenalin-Junkies“ zur Sucht führen kann.

Wie wichtig es ist auf seine Ernährung zu achten, um so seine Gesundheit managen zu können, erläuterte der Küchendirektor der ANregiomed-Kliniken Gerald Wüchner. Die Auszubildenen waren besonders erstaunt und auch etwas schockiert, dass ganze 65 Prozent aller Krankheiten ernährungsbedingt seien. An mehreren Studien veranschaulichte Wüchner, wie förderlich die mediterrane Küche für die Gesundheit sein kann. In unregelmäßigen Abständen verbringt Wüchner Zeit mit seinen Herzpatienten in Kreta und bringt ihnen so die mediterrane Küche praxisnah bei. Davon zeigten sich die Auszubildenden besonders beeindruckt. Einige möchten nun selbst einen Kochkurs bei dem erfolgreichen Küchendirektor absolvieren.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen mit Chilli Con Carne und Schokopudding, stand der zweite große Tagespunkt an, die Besichtigung des Kinderzech-Zeughauses. Auf dem Fußmarsch durch den Stadtpark erzählte Hans-Peter Mattausch interessante Stadtgeschichten. Im Kinderzech-Zeughaus angekommen, führte er mit großer Begeisterung für „sein“ Dinkelsbühl weiter durch das Programm. Mattausch äußerte, dass die Machtaufteilung in Dinkelsbühl immer etwas schwierig war, da die Stadt im Hinblick auf die Konfessionen in Katholiken und Protestanten geteilt war. So mussten beispielsweise zwei Apotheken, von denen je eine evangelisch und eine katholisch war, die Dinkelsbühler Bürger versorgen. Ferner erwähnte Mattausch, dass Dinkelsbühl in seiner Geschichte immer uneinnehmbar war. Die Auszubildenden fanden es besonders beeindruckend, dass die Stadt Dinkelsbühl ab 1648 bis heute keinen Kriegsschaden – mit Außnahme des Segringer Tores – erlitten hat.

Im Kinderzech-Zeughaus, welches nebenbei eines der ältesten Gebäude in Dinkelsbühl ist, brachte Mattausch anhand eines Kurzfilmes die Bedeutung der Kinderzeche für die Stadt Dinkelsbühl und ihre Bewohner bei. Die Kinderzeche in ihrer eigentlichen Form entstand ungefähr um das Jahr 1897 mit der Entstehung des Festspiels. Eine interessante Erkenntnis war zudem, dass sich die Kinderzeche aus einem Schulfest entwickelte und es heute ein bedeutendes Heimatfest in der Region ist. Das Kinderzech-Zeughaus zeigt seinen Besuchern auf drei Etagen die gesammelten Kostüme der Kinderzechdarsteller (insgesamt ca. 1.200 Stück) und bereitet so einen einmaligen Eindruck. Mattausch betonte während seiner Führung immer wieder, dass die Kinderzeche und das Kinderzech-Zeughaus nur aufgrund von Ehrenämtern bestehen können. Zum Abschluss des Tages stand noch eine Führung durch die große Wagenhalle, in der alle Wägen und Kutschen der Kinderzeche ausgestellt werden, an.

„Alles in allem haben wir einen sehr interessanten Tag in Dinkelsbühl verbracht und nehmen viele neue Eindrücke mit. Die Stadt Dinkelsbühl lädt mit ihren Facetten und vor allem mit ihrem mittelalterlichen Charme zum Verweilen ein“, so das abschließende Fazit der Auszubildenen.

Bericht der Auszubildenen Peter Gögelein und Ronja Schirmer

Azubi Kennenlerntag 07.08.19

Azubi Kennenlerntag 07.08.19

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