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Tierschutz

Amtstierärztliche Aufgabe ist es, die Gesundheit der Tiere zu schützen und zu fördern und darüber zu wachen, dass die Tiere ihrer Art und ihren Bedürfnissen entsprechend angemessen ernährt, gepflegt und verhaltensgerecht untergebracht werden.

Alle gewerblichen Tierhaltungen wie Tierzuchten, Tierhandel, Reit- und Fahrbetriebe, Zirkusbetriebe werden regelmäßig kontrolliert. Auch Tierbörsen und Tierausstellungen unterliegen der amtstierärztlichen Überwachung.

Gewerbliche Tierhaltungen sind gemäß § 11 Tierschutzgesetz genehmigungspflichtig.

Private Tierhaltungen werden bei konkreten Hinweisen auf tierschutzwidrige Haltungsumstände selbstverständlich unverzüglich kontrolliert. Hinweise geben Sie uns bitte schriftlich oder per Mail.

Spezielle Fragen zu geschützten Tierarten werden von der Unteren Naturschutzbehörde beantwortet.

Allgemeine Fragen zum Tierschutz beantworten wir Ihnen gerne.

Hitzefalle - Tiere im Auto »

Immer wieder werden uns im Auto eingesperrte Tiere gemeldet, besonders betroffen sind Hunde. Im Gegensatz zum Menschen können sich Hunde und Katzen nicht durch Schwitzen über die Haut Kühlung verschaffen und sind deshalb gegenüber Hitze sehr empfindlich. Die Tierhalter sind sich dessen nicht immer bewusst, und mit ihrem Fehlverhalten ist sicher nicht immer böse Absicht verbunden – dem Tier nützt dies freilich wenig.

Wir haben deshalb hier einige Informationen zusammengetragen, die Sie kennen sollten.

Bitte beachten Sie:

  • Die Temperatur in geparkten Autos steigt – selbst bei gemäßigten Außentemperaturen – schnell in einen unangenehmen oder unerträglichen Bereich. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann sich ein Auto im Sommer auf über 60 °C aufheizen. Der Einfluss eines Fensters, das einen Spalt breit geöffnet ist, wird dabei vollkommen überschätzt.
  • Spätestens ab 40 °C droht bei einem Hund ein Hitzschlag, die Überlebenschance liegt dann bei unter 50 Prozent.
  • In den Sommermonaten werden nicht zu kompensierende Hitzebelastungen regelmäßig bereits nach ca. 20 Minuten erreicht. Ein Hitzeschlag ist nach 30 bis 90 Minuten zu erwarten, ein sicherer Tod nach ca. 60 bis 120 Minuten.
  • Auch im Winter - bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt und strahlendem Sonnenschein - wurden im Autoinneren lebensbedrohlich hohe Temperaturen nachgewiesen, es dauert lediglich länger als im Sommer, bis diese Temperaturen erreicht werden.

Wir appellieren deshalb

an Tierhalter:

  • Lassen Sie Ihr Tier bei warmen Temperaturen nie allein im Auto zurück.
  • Wenn Sie ein Tier transportieren, nehmen Sie immer einen Wasservorrat mit.

an Passanten:

  • Sollten Sie ein Tier im Auto entdecken, überlegen Sie, ob sie den Halter ausfindig machen können (z.B. durch Ausrufen im Supermarkt).
  • Ist dies nicht möglich, rufen Sie die Polizei. Diese kann das Tier aus dem Auto befreien.
  • Der Halter trägt die Kosten, zudem drohen ihm wegen Tierquälerei eine Strafe und ein Tierhaltungsverbot.
  • Werden Sie nicht selbst aktiv, z.B. indem Sie die Scheibe einschlagen. Sie könnten das Tier verletzen, zudem droht Ihnen möglicherweise eine Schadensersatz-Forderung. Die Polizei ist dagegen berechtigt und geübt darin, solche Probleme zu lösen.

Erste Anzeichen für einen Hitzschlag:

  • Apathie oder auch erhöhte Aufgeregtheit (Unruhe),
  • rasend schnelle Atmung (hohe Hechelfrequenz),
  • Zittern,
  • evtl. Durchfall und Erbrechen.

Was sollten Sie tun, wenn Sie ein überhitztes Tier auffinden?

  • sofort den nächstgelegnen Tierarzt aufsuchen
  • bei starker Überhitzung oder gar Bewusstlosigkeit sollte das Tier in ein feuchtes Tuch gewickelt werden und mit gestrecktem Hals und dem Kopf etwas tiefer gelagert transportiert werden.
  • falls das Tier noch selbstständig trinken kann sollten kleine Mengen nicht zu kalten Wassers angeboten werden.


Auf gar keinen Fall darf man Wasser einflößen!

Gewerblicher Umgang mit Tieren »

Nach  § 11 Tierschutzgesetz sind für bestimmte gewerbsmäßige Tierhaltungen und den gewerbsmäßigen Umgang mit Tieren Erlaubnisse erforderlich, die an die Zuverlässigkeit und Sachkunde des Betreibers und an artgerechte Tierhaltung gebunden sind.

Dies sind insbesondere:

  • Züchten und Halten von Wirbeltieren zu Versuchszwecken und vergleichbare Tätigkeiten,
  • Tierhaltung in einem Tierheim oder ähnlichen Einrichtungen,
  • Zoos oder ähnliche Einrichtungen zur Zurschaustellung von Tieren,
  • Verbringen oder Einführen von Wirbeltieren (außer Nutztiere) in das Inland zum Zwecke der Abgabe gegen Entgelt oder eine sonstige Gegenleistung oder Vermitteln solcher Tiere
  • Schutzhundeausbildung für Dritte,
  • Gewerbsmäßige Ausbildung von Hunden für Dritte oder gewerbsmäßige Anleitung der Ausbildung von Hunden durch den Tierhalter
  • Durchführung von Tierbörsen,
  • gewerbsmäßige Tierzucht und Tierhaltung (Ausnahme: landwirtschaftliche Nutztiere),
  • gewerbsmäßiger Tierhandel,
  • gewerbsmäßiges Betreiben eines Reit- und Fahrbetriebes,
  • gewerbsmäßiges Zurschaustellen von Tieren,
  • gewerbsmäßige Schädlingsbekämpfung bei Wirbeltieren,
  • Durchführen von Tiertransporten in Verbindung mit wirtschaftlicher Tätigkeit.

Die Erteilung der tierschutzrechtlichen Erlaubnis ist Voraussetzung dafür, dass eine Einrichtung oder Tätigkeit überhaupt betrieben werden darf. Sie hat daher präventiven Charakter.

Je nach Fallgestaltung können weitere Genehmigungen erforderlich sein wie Baugenehmigung(en), Genehmigung von Tierversuchen (erteilen die Regierungen von Oberbayern und Unterfranken), artenschutzrechtliche Genehmigungen.

Erlaubnis zum Halten eines Kampfhundes oder eines Negativzeugnisses »

Kampfhunde werden nach der Verordnung über Hunde mit gesteigerter Aggressivität und Gefährlichkeit in drei Kategorien eingeteilt.

Bei Hunden der Kategorie I (Pitbull, auch American Pitbullterrier, Bandog, Staffordshire Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Tosa-Inu, sowie allen Kreuzungen dieser Rassen untereinander oder mit anderen Hunden) ist eine Genehmigung zum Halten erforderlich.

Hunde der Kategorie II (Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Bullterrier, Cane Corso, Dog Argentino, Dogue de Bordeaux, Fila Brasileiro, Mastiff, Mastin Espanol, Mastino Napoletano, Perro de Presa Canario (Dogo Canario), Perro de Presa Mallorquin und Rottweiler) gelten dann nicht als Kampfhunde, wenn im Einzelfall durch Sachverständigengutachten nachgewiesen wird, dass das Tier keine gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit aufweist. In diesem Fall wird ein sogenanntes ''Negativzeugnis'' erteilt.

Ergänzend zu dieser rassespezifischen Einstufung erlaubt § 1 Abs. 3 der Verordnung die Einordnung eines Hundes als ''Kampfhund'' im Einzelfall aufgrund seiner Ausbildung mit dem Ziel einer gesteigerten Aggressivität oder Gefährlichkeit.

Voraussetzungen

  • Die Haltung eines Hundes der Kategorie I ist in Bayern von einer besonderen Erlaubnis abhängig, die nur unter äußerst engen Voraussetzungen erteilt wird. So muss der Halter ein berechtigtes Interesse nachweisen. Gegen seine Zuverlässigkeit dürfen keine Bedenken bestehen. Schließlich dürfen auch keine Gefahren für Leben, Gesundheit, Eigentum oder Besitz drohen.
  • Bei einem Hund der Kategorie II muss durch Sachverständigengutachten nachgewiesen werden, dass das Tier keine gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit aufweist.

Hinweis

Die Haltung eines Kampfhundes ohne gemeindliche Erlaubnis kann mit einer Geldbuße bis zu 10.000,00 EUR, die Züchtung eines Kampfhundes mit einer Geldbuße bis zu 50.000, EUR geahndet werden.

Einschränkungen des freien Umherlaufens (Anleinpflicht) können gemäß Art. 18 Abs. 1 Landesstraf- und Verordnungsgesetz (LStVG) durch Verordnung der jeweils zuständigen Gemeinde generell für Kampfhunde und andere große Hunde sowie gemäß Art. 18 Abs. 2 LStVG durch Einzelfallanordnung für Hunde sämtlicher Rassen, unabhängig von deren Größe, erlassen werden.

Auch können weitere Einzelfallanordnungen (Maulkorbpflicht, Schließvorrichtungen und Warnschilder an den Grundstücken) durch die zuständige Gemeinde erlassen werden. Art. 24 Abs. 1 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern gestattet den Gemeinden, die Benutzung ihres Eigentums und ihrer öffentlichen Einrichtungen (z. B. Kinderspielplätze, Grünanlagen, Parkanlagen) durch Satzungen zu regeln. Insoweit kann darin auch ein Leinenzwang angeordnet werden, unabhängig von Rasse oder Größe des Hundes.

Anschrift und Öffnungszeiten »

Sachgebiet 81 - Veterinäramt

Crailsheimstraße 64
91522 Ansbach
Telefon:  (0981) 468-8001(Vorzimmer)
Fax:  (0981) 468-8009
E-Mail:  veterinaeramt@landratsamt-ansbach.de
Internet:  www.landkreis-ansbach.de
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Im Gebiet des Landkreises Ansbach liegen die drei ehemaligen Reichsstädte Rothenburg o. d. Tauber, Dinkelsbühl und Feuchtwangen. Sie sind im Kreiswappen durch den Reichsadler vertreten. Die Zugehörigkeit des Ansbacher Gebietes zum Territorium der Nürnberger Burggrafen und späteren Markgrafen von Brandenburg-Ansbach wird durch die sogenannte Hohenzollern-Vierung dokumentiert. Als allgemeines Symbol für Franken wurde zusätzlich der fränkische Rechen in das Landkreiswappen aufgenommen.

Landkreiswappen
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