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Veterinärmt des Landkreises Ansbach

Aktuelle Themen:

Gefahr der Verbreitung der Geflügelpest im Winterhalbjahr 2021/22

Mit dem Vogelzug von Wassergeflügel, der spätestens nach Kälteeinbruch verstärkt stattfinden wird, ist erneut mit der Verbreitung des Geflügelpesterregers nach Süddeutschland zu rechnen. Ab dann besteht auch wieder für die hiesigen Hausgeflügelbestände die Gefahr der Einschleppung des Erregers.

In den Wildvogelpopulationen an den Küstengebieten Europas hat sich das Geflügelpestvirus (HPAI-Virus) über die Sommermonate 2021 gehalten.

Seit Anfang September 2021 gibt es verstärkt HPAI-Fälle bei Hausgeflügel in Belgien, Luxemburg, Frankreich und in der Tschechischen Republik sowie bei Wildvögeln in Frankreich, den Niederlanden und in Skandinavien. Die ersten Nachweise aus Deutschland wurden am 15. Oktober aus Schleswig-Holstein gemeldet. Aktuell sind bereits wieder vier Bundesländer betroffen.
Die Geflügelpest (AI) ist eine für den Menschen vollkommen ungefährliche Erkrankung, die aber bei einer Einschleppung in Hausgeflügelbestände und Hausgeflügelhaltungen hohe wirtschaftliche Schäden auslöst und vor allem bei Hühnervögeln zu qualvollem Erstickungstod führt.
Die Jägerschaft reduziert aus diesem Grund gerade zum jetzigen Zeitpunkt die Wassergeflügelbestände, um vorbeugend die vorhandenen Tierzahlen zu reduzieren, die Bemühungen der Hausgeflügelhalter zu unterstützen aber auch das Fleisch gesunder Tiere zu nutzen und zu verwerten.
Spaziergänger und Wanderer werden gebeten, auf diese wichtigen Vorbeugemaßnahme, die oft in der Morgen- oder der Abenddämmerung erfolgt, Rücksicht zu nehmen (z.B. auf Wegen bleiben, Schilfgürtel meiden, Beschilderung beachten).

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.


Achtung Terminsache: 15.11.2021 - Schwanzkupieren beim Schwein - Umsetzung des nationalen Aktionsplans

Das Kürzen von Schwänzen bei Schweinen ist nur im Ausnahmefall, wenn dieser Eingriff unerlässlich ist, erlaubt. Die Unerlässlichkeit für diesen Eingriff, der unter Umständen schon in einem anderen Betrieb vorgenommen wurde (keine eigene Ferkelproduktion), muss jeder Tierhalter bei Kontrollen nachweisen können. Dieser Nachweis ist nicht nötig, wenn nur unkupierte Schweine gehalten werden. Über die verschiedenen Wege im Umgang mit dem Kupierverzicht informiert www.ringelschwanz.info.

Tierhalter legen seit 2019 die sogenannten Tierhaltererklärungen an. Bei Schwanz- oder Ohrverletzungen über einem Grenzwert (2 %), sind dann Maßnahmenpläne zur Schwachstellenanalyse und -behebung zu erstellen. Hier wird nicht auf anlassbezogene Maßnahmen (einmalige Änderung, z.B. durch Entfernen eines Tätertieres) abgezielt, sondern auf systematische Schwachstellenanalyse.

Diese „Maßnahmenpläne“ sind an die zuständigen Veterinärämter zum 15.11.2021 einzusenden.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.


Afrikanische Schweinepest (ASP)

Das Veterinäramt möchte an die bereits vor zwei Jahren erlassene Allgemeinverfügung, die ausnahmslos alle Schweinehalter zur Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen wie beispielsweise der wildschweindichten Umzäunung verpflichtet. Dazu zählen ausdrücklich auch Hobbyhalter und Freilandhaltungen. Sie müssen ihre Schweinehaltung am Veterinäramt, Telefon (0981) 468-8000 und am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Telefon (0981) 89080 anmelden. Die Seuche tritt ausschließlich bei Haus- und Wildschweinen auf. Für den Menschen ist sie ungefährlich. Auch Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnisse können weiterhin unbedenklich verzehrt werden. Dennoch können alle Bürger mithelfen: Lebensmittelabfälle, besonders von Fleisch- und Wurstwaren, sollten nicht offen, sondern nur in geschlossenen Behältern und korrekt in der Mülltonne entsorgt werden, so die Empfehlung der Behörde. Weitere Infomationen zu diesem Thema finden Sie hier.


Ferkelbetäubung, Ferkelbetäubungssachkunde

Die betäubungslose Ferkelkastration wird zum 1. Januar 2021 verboten. Neben der Ebermast und der Immunkastration stellt die Ferkelkastration unter Inhalationsnarkose eine der möglichen Alternativen dar.
Voraussetzungen für den Erwerb des Sachkundenachweises und weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.


Dienstleistungen des Veterinäramtes

Im Gebiet des Landkreises Ansbach liegen die drei ehemaligen Reichsstädte Rothenburg o. d. Tauber, Dinkelsbühl und Feuchtwangen. Sie sind im Kreiswappen durch den Reichsadler vertreten. Die Zugehörigkeit des Ansbacher Gebietes zum Territorium der Nürnberger Burggrafen und späteren Markgrafen von Brandenburg-Ansbach wird durch die sogenannte Hohenzollern-Vierung dokumentiert. Als allgemeines Symbol für Franken wurde zusätzlich der fränkische Rechen in das Landkreiswappen aufgenommen.

Landkreiswappen
© Landratsamt Ansbach