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Equal Pay Day - 10. März 2021
Game Changer - machen dich stark für equal pay!

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes aktuell 19 Prozent in Deutschland beträgt. Umgerechnet ergeben sich aus dem Prozentsatz 69 Tage (=19 % von 365 Tagen) und somit als Datum der 10. März.

Das bedeutet, prozentual gesehen arbeiten Frauen bis zum 10. März umsonst, während Männer schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden.

Ein Teil dieser Lohnlücke lässt sich auf sogenannte strukturelle Unterschiede zurückführen. Viele Frauen erlernen Berufe, die schlechter bezahlt sind, arbeiten seltener in Führungspositionen und häufiger in Teilzeit oder in Minijobs. Doch selbst wenn man diese Faktoren herausrechnet und sich Frauen und Männer anschaut, die in der gleichen Branche und gleichen Position gleich viel arbeiten, dann ergibt sich in Deutschland immer noch eine nicht zu erklärende Lohnlücke von sechs Prozent.

Ursachen
Dafür gibt es mehrere Punkte, die sich in vielen Studien als besonders prägend herausgestellt haben:

1. Frauen sind in bestimmten Berufen, Branchen und auf den höheren Stufen der Karriereleiter unterrepräsentiert: Obwohl Frauen heute – statistisch gesehen – besser ausgebildet sind als Männer, ergreifen Frauen noch immer verstärkt frauendominierte Berufe in den Bereichen Erziehung und Pflege und fehlen weiterhin in den MINT-Berufen. Daneben steigen Frauen nicht so häufig auf der Karriereleiter wie Männer.

2. Frauen unterbrechen oder reduzieren ihre Erwerbstätigkeit familienbedingt durch z.B. Elternzeit oder Pflege von Angehörigen häufiger und länger als Männer. Diese „Fehlzeiten“ und die darauf entstehenden Einstiegshemmnisse haben lang nachwirkende Einbußen bei Lohn- und Einkommensentwicklung zur Folge, was sich bis in die Rentenphase niederschlägt.

3. Frauentypische Berufe sind oft unterbewertet. Die Aufwertung dieser Berufe heißt nicht nur, die Wahrnehmung des gesellschaftlichen Werts von frauendominierten Berufen zu erhöhen, sondern auch die Bezahlung dieser Berufe zu stärken.

4. Durch fehlende Gehaltstransparenz ist eine Ungleichbehandlung der Bezahlung aufgrund des Geschlechts nicht sichtbar. Transparenz in den Gehaltsstrukturen und ein gesetzlich geregeltes Auskunftsrecht können die Lohnlücke nachhaltig beeinflussen.
Seit dem 6. Januar 2018 gilt nach dem Entgelttransparenzgesetz ein individueller Auskunftsanspruch über die Kriterien und Verfahren der Entgeltfindung und über die Höhe der Gehälter. Den Auskunftsanspruch haben Beschäftigte in Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern. Der Leitfaden für Beschäftigte erklärt, wie es geht und worauf man achten sollte.

5. Gängige Rollenstereotype beeinflussen nach wie vor die Berufswahl von Frauen. So wählen junge Frauen aus einem sehr engen Segment der über 300 Ausbildungsberufe aus. Die Berufswahl im sozialen wie im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich muss frei von Rollenstereotypen oder Barrieren bei der Vereinbarkeit von Familie und Karriere erfolgen. Nur dann ist eine Durchmischung geschlechtertypischer Berufe möglich.

Ziel
ist es daher, mit dem Equal Pay Day die Debatte über die Gründe der Lohnunterschiede in die Öffentlichkeit zu tragen und faire Einkommen für Männer und Frauen zu schaffen.

Der Equal Pay Day wurde 2008 auf Initiative des Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. erstmals in Deutschland durchgeführt und wird vom Bundesministerium für Frauen, Senioren, Familien und Jugend gefördert. Entstanden ist der Aktionstag in den USA. Die amerikanischen Business and Professional Women (BPW) schufen 1988 mit der „Red Purse Campaign“ ein Sinnbild für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen. Diesen Gedanken griff der BPW Germany auf und startete 2008 die „Initiative Rote Tasche“, die den Grundstein für die bundesweite Einführung des EPD legte. Die Idee der Umrechnung der Lohnlücke in eine anschauliche Zeitspanne, die in ein Kampagnendatum mündet, mobilisierte bereits im ersten Jahr rund 60.000 Aktive und führt bis heute dazu, dass man über Expertenkreise hinaus über die Ursachen der Entgeltungleichheit spricht. Inzwischen findet der EPD in über 32 europäischen Ländern und weltweit statt.

Dieses Jahr steht der Equal Pay Day unter dem Motto:
Game Changer – Mach dich stark für equal pay!

Game Changer fordert alle – Personen und Unternehmen – auf, Gleichstellung in allen Bereichen des Lebens zu ermöglichen. Game Changer sind Vorbilder, die Veränderungen im Beruflichen und Privaten bewirken. Besonders die partnerschaftliche Aufteilung von bezahlter Erwerbsarbeit und unbezahlter Care-Arbeit ist eine wichtige Grundlage für gleiche Chancen am Arbeitsmarkt.
Game Changer sind mutige, kreative, moderne Macherinnen und Macher. Menschen, die aktiv, innovativ und kompetitiv sind. Sie sind Gewinnende im doppelten Sinne des Wortes: Sie gewinnen ihr Spiel und gewinnen andere für ihre Ideen.
Seien auch Sie Game Changer und zeigen Ihr Bild und Statement unter: gamechanger.equalpayday.de

Game Changer - Equal Pay Day
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Ihr Wissen über Hintergründe und Lohnlücken können Sie hier in unserem kleinen Quiz testen.

Im Gebiet des Landkreises Ansbach liegen die drei ehemaligen Reichsstädte Rothenburg o. d. Tauber, Dinkelsbühl und Feuchtwangen. Sie sind im Kreiswappen durch den Reichsadler vertreten. Die Zugehörigkeit des Ansbacher Gebietes zum Territorium der Nürnberger Burggrafen und späteren Markgrafen von Brandenburg-Ansbach wird durch die sogenannte Hohenzollern-Vierung dokumentiert. Als allgemeines Symbol für Franken wurde zusätzlich der fränkische Rechen in das Landkreiswappen aufgenommen.

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