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Umwelt- und Agenda 21-Preis

Für ihr Engagement im Bereich des Natur- und Umweltschutzes wurden vier vorbildliche Projekte von Landrat Dr. Jürgen Ludwig mit dem Umwelt- und Agenda 21-Preis ausgezeichnet. Mit dem vom Landkreis Ansbach ausgelobten Preis werden im zweijährigen Rhythmus freiwillige Maßnahmen honoriert, die zur Sicherung und Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlage beitragen. „Natur- und Umweltschutz liegt mir sehr am Herzen und ist eines der wichtigsten Themen unserer Zeit. Daher freut es mich besonders, dass wir mit dem Agenda-21-Preis besonders gelungene Projekte, die einen nachhaltigen Beitrag zur Entwicklung unseres Landkreises leisten, unterstützen können“, so Landrat Dr. Ludwig.

Der Wettbewerb für die diesjährige Verleihung des Agenda 21-Preises fand bereits im vergangenen Jahr statt. Im Rahmen der neu gegründeten Initiative „Artenlandkreis Ansbach“ wurden dieses Mal insbesondere Projekte gesucht, deren Schwerpunkt auf dem Erhalt und der Förderung der Biodiversität und des Artenschutzes liegen.

Der Hauptpreis, der mit 1.500 Euro dotiert ist, ging an die „Birnenfreunde Ansbach“ und den Landschaftspflegeverband e. V. für ihr Projekt zum Schutz und Erhalt alter Birnbäume im Landkreis Ansbach. Durch Initiativen aus der Bürgerschaft ist es in ehrenamtlicher Arbeit gelungen, über 700 Birnbäume landkreisweit zu erfassen, zu dokumentieren und den Bestand dauerhaft zu sichern. Ziel des Projekts ist insbesondere auch die Bewusstseinsbildung zum Erhalt alter Birnbäume und ihres Umfeldes als Lebensraum.

Ein Preisgeld von 1.000 Euro erhielt die Jugendgruppe „Die Maulwürfe“ des Obst- und Gartenbauvereins Lichtenau. Die Gruppe, bestehend aus 14 Kindern im Alter ab 3 Jahren, bewirtschaftet seit mittlerweile acht Jahren einen vom Markt Lichtenau gepachteten Schrebergarten. Ihre wöchentlichen Treffen nutzen sie dafür, die Natur spielerisch zu entdecken und gemeinsam im Garten zu arbeiten. Dabei legen die Jugendlichen besonderen Wert darauf, dass keine chemischen Pestizide oder Herbizide zum Einsatz kommen. Die Düngung erfolgt nur über Kompost oder Pflanzenbrühen.

750 Euro Preisgeld gingen an die Grundschule Gebsattel für das Projekt „Außenanlage der Grundschule in Gebsattel“. Das Projekt wurde von Heidi Seybold zusammen mit den Kindern der Mittagsbetreuung der Grundschule Gebsattel in den letzten beiden Jahren umgesetzt. Auf alten Rasenflächen wurden Staudenbeete und eine Streuobstwiese mit Äpfeln, Zwetschgen und Kirschen angelegt. Auf dem Außengelände gibt es bereits verschiedene Fassadenbegrünungen sowie zahlreiche Bäume und eine Hecke aus einheimischen Vogelnährgehölzen. Ein im Sommer 2019 angelegtes Insektenhotel dient zudem auch für Unterrichtszwecke.

Für das Projekt „Artenvielfalt und Wasserrückhaltung Hand in Hand“ gingen 750 Euro Preisgeld an den Markt Flachslanden. Aufgrund des Hochwasserereignisses im Jahr 2016 hat der Marktgemeinderat in Flachslanden ein Gewässerschutzkonzept mit integriertem Hochwasserschutzkonzept entwickelt und eine Teilnahme am Projekt „bodenständig“ beschlossen. Bei diesem Vorhaben rückte die Sanierung und Optimierung von Rückhaltebecken in den Vordergrund. Die durch die Flurbereinigung angelegten Gewässer dienen gleichzeitig dem Artenschutz und dem Biotopverbund. Durch die Maßnahme konnten bereits ca. 1.000 cbm zusätzliches Rückhaltevolumen geschaffen werden, das den Oberflächenabfluss verzögert und verringert. Außerdem konnte auch eine größere Konzentration von Laichgewässern und Populationen des Laubfrosches beobachtet werden.

Landrat Dr. Jürgen Ludwig dankte allen Preisträgern für deren Engagement. „Der materielle Gegenwert der von Ihnen über die Jahre erbrachten Leistungen ist beträchtlich. Ihr uneigennütziger Einsatz für unsere heimische Tier- und Pflanzenwelt und Ihr Eintreten für die Belange des Natur- und Artenschutzes verdienen gerade in der heutigen Zeit unseren Dank und unsere Anerkennung.“

Im Gebiet des Landkreises Ansbach liegen die drei ehemaligen Reichsstädte Rothenburg o. d. Tauber, Dinkelsbühl und Feuchtwangen. Sie sind im Kreiswappen durch den Reichsadler vertreten. Die Zugehörigkeit des Ansbacher Gebietes zum Territorium der Nürnberger Burggrafen und späteren Markgrafen von Brandenburg-Ansbach wird durch die sogenannte Hohenzollern-Vierung dokumentiert. Als allgemeines Symbol für Franken wurde zusätzlich der fränkische Rechen in das Landkreiswappen aufgenommen.