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Kultur & Sport

Für die Kulturbranche hat die Corona-Krise besonders harte Auswirkungen. Viele Einrichtungen der Kreativwirtschaft sind noch längere Zeit von Schließungen betroffen. Der Freistaat Bayern hat deshalb ein Hilfsprogramm beschlossen um die Kunst und das kulturelle Leben zu fördern und insbesondere Mittel zur Unterstützung von Künstlern bereitzustellen.

Welche Freizeiteinrichtungen sind geschlossen?

Mit der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vom 16.04.2020 wurden zunächst alle Freizeiteinrichtungen geschlossen. Hierzu zählen beispielsweise Sauna- und Badeanstalten, Kinos, Clubs, Bars und Diskotheken, Spielhallen, Theater, Vereinsräume, Bordellbetriebe, Fitnessstudios, Bibliotheken, Wellnesszentren, Thermen, Tanzschulen, Vergnügungsstätten, Wettannahmestellen und Jugenherbergen. Untersagt wurden ferner Reisebusreisen.

Bayerische Infektionschutzmaßnahmenverordnung vom 16.4.2020

In der Kabinettsitzung vom 5. Mai 2020 wurden durch den Ministerrat schrittweise Erleichterungen beschlossen. So konnten ab 11. Mai 2020 folgende Einrichtungen und Betriebe wieder geöffnet werden:

  • Tierparks und botanische Gärten mit Auflagen (Einlass, 20 qm-Regel, Abstand, nur Außenanlagen, keine Gastronomie, kein Streichelzoo)
  • Bibliotheken, Museen, Galerien, Ausstellungen und Gedenkstätten mit Auflagen (z. B. 20 qm-Regel, Abstand, kein Gastronomiebetrieb)
  • Fahrschulen mit Auflagen (Theorie: Abstand, Praxis: Mund-Nasen-Schutz)
  • Musikschulen mit Auflagen (Einzelunterricht, auch zu Hause, Abstand).

Die Öffnung weiterer Angebote im Tourismus, z. B. Schlösser, Seenschifffahrt und Freizeitparks ist ab 30. Mai 2020 geplant. Weiter Informationen dazu finden Sie unter Freizeitparks, Führungen und sonstige touristische Angebote.

Die Wiederöffnung von Kino, Theater, Konzert und weiteren kulturellen Veranstaltungsbetrieben ist für den 15. Juni 2020 geplant.

Stand: 27.05.20

In welcher Form und wann ist Freizeitsport erlaubt?

Der Betrieb von Sporthallen, Sportplätzen, Sportanlagen und Sporteinrichtungen und deren Nutzung sind grundsätzlich untersagt.

Der Trainingsbetrieb von Individualsportarten im Breiten- und Freizeitbereich kann aber unter Einhaltung der folgenden Voraussetzungen aufgenommen werden:

  • Ausübung an der frischen Luft im öffentlichen Raum oder auf öffentlichen oder privaten Freiluftsportanlagen,
  • Einhaltung der Abstandsregel von mind. 1,5 m zwischen zwei Personen,
  • Ausübung allein oder in kleinen Gruppen von bis zu 5 Personen,
  • kontaktfreie Durchführung,
  • konsequente Einhaltung der Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei gemeinsamer Nutzung von Sportgeräten,
  • keine Nutzung von Umkleidekabinen,
  • keine Nutzung der Nassbereiche, die Öffnung von gesonderten WC-Anlagen ist jedoch möglich,
  • Vermeidung von Warteschlangen beim Zutritt zu Anlagen,
  • keine Nutzung von Gesellschafts- und Gemeinschaftsräumen an den Sportstätten (das Betreten der Gebäude zu dem ausschließlichen Zweck, das für die jeweilige Sportart zwingend erforderliche Sportgerät zu entnehmen oder zurückzustellen, ist zulässig),
  • keine besondere Gefährdung von vulnerablen Personen durch die Aufnahme des Trainingsbetriebes und
  • keine Zuschauer.

Mannschaftsbezogene Sportarten, die einen Körperkontakt nicht ausschließen lassen, wie Fußball, Volleyball, Basketball, Football usw. können derzeit nicht ausgeführt werden.
Möglich ist aber ein kontaktloses Training in Form von z.B. Taktik-, Technik- oder Konditionstraining o.ä., wenn dies im Freien und mit insgesamt höchstens 5 Personen stattfindet.
Achten Sie bei einem solchen Training auf die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern.

Sonderfall Reitsport (Freizeitgestaltung): Unter Berücksichtigung oben genannter Auflagen ist der Trainingsbetrieb im Reitsport auch in Reithallen zulässig.

Ab dem 8. Juni 2020 erfolgen weitere Erleichterungen im Bereich des Sports, soweit erforderliche Abstandsregelungen und Schutz-/Hygienekonzepte eingehalten werden:

  • Der Betrieb von Freibädern und von Außenanlagen von Badeanstalten (inkl. Außenbereich von Schwimmbädern, Kureinrichtungen, Hotels usw.) kann wiederaufgenommen werden.
  • Die Einschränkung des Trainingsbetriebs auf den Begriff „Individualsportarten“ in der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (§ 9 Abs. 1 Satz 2 der 4. BayIfSMV vom 5. Mai 2020) entfällt ersatzlos.
  • Das Training von Rehabilitationssportgruppen und der Trainingsbetrieb für National- bis einschließlich Landeskaderathleten sogenannter nichtolympischer Sportarten wird in Sportstätten wieder erlaubt.
  • Der Outdoor-Trainingsbetrieb ist in Gruppen von bis zu 20 Personen zulässig.
  • Indoorsportstätten können den Betrieb wiederaufnehmen.
  • Der Wettkampfbetrieb für kontaktlos ausführbare Sportarten im Freien ist wieder zulässig.
  • Tanzschulen für kontaktlosen Tanz und Paartanz mit einem festen Tanzpartner können wieder öffnen.
  • Fitnessstudios können wieder öffnen.

Stand: 26. Mai 2020

Vereinspauschale

Mit rund fünf Millionen Mitgliedern in rund 12.000 Sportvereinen und 5.000 Schützenvereinen hat der organisierte Sport in Bayern eine große Bedeutung.
Um die Folgen der Corona-Pandemie abfedern zu können, sollen die Vereine bestmöglich unterstützt werden. Dafür wird die Vereinspauschale in diesem Jahr auf 40 Mio. Euro verdoppelt. Damit ermöglicht die Staatsregierung dem organisierten Sport schnelle und unbürokratische Hilfe in dieser schwierigen Zeit.

Stand: 21.04.20

Hilfsprogramm für Solokünstler ohne eigene Betriebsstätte

Der Ministerrat hat Ende April ein neues Hilfsprogramm für soloselbstständige Künstlerinnen und Künstler zur Sicherung des Lebensunterhalts beschlossen. Das Finanzvolumen hierfür beträgt mittlerweile insgesamt 140 Millionen Euro. Künstlerinnen und Künstler sollen über drei Monate monatlich bis zu 1.000 Euro erhalten, wenn ihre fortlaufenden Einnahmen zur Sicherstellung des Lebensunterhalts aufgrund der Corona-Pandemie nicht ausreichen. Damit soll einer Vielzahl an Solokünstlern geholfen werden, die bislang nicht von dem Programm „Soforthilfe Corona“ erfasst werden.

Weitere Informationen zur Antragstellung finden Sie hier

Bei Fragen zum Künstlerhilfsprogramm können Sie sich gerne an die Hotline unter 089/233 289 22 wenden. Die Beratung findet durch das Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt München statt und ist von Dienstag bis Freitag zwischen 10 Uhr und 13 Uhr zu erreichen.

Stand: 19.05.20

Föderung von Solokünstlern mit eigener Betriebsstätte

Kleinere Unternehmer und Freiberufler sowie Kulturveranstalter fördert das Wirtschaftsministerium zur Abwendung einer Existenzgefährdung über die „Soforthilfe Corona“ mit Beträgen von 9.000 Euro bis 50.000 Euro. Das Programm steht auch freiberuflichen Künstlerinnen und Künstlern sowie Kulturvermittlern offen, soweit sie eine eigene Betriebsstätte und betriebsbedingte Ausgaben haben. Eingeschlossen sind auch gemeinnützige, am Markt tätige Einrichtungen auch im kulturellen Sektor.

Weiter Informationen zur Soforthilfe finden Sie hier

Stand: 15.05.20

Kulturelle Spielstätten und nichtstaatliche Kunst- und Kultureinrichtungen

Die bereits vorhandene Nothilfe des Bundes und des Freistaates soll um ein Stabilisierungsprogramm für Spielstätten im Kulturbereich ergänzt werden. Dafür sind rund 30 Millionen Euro eingeplant. Es ist davon auszugehen, dass die Rahmenbedingungen langfristig für Spielstätten in Bayern schwierig sein werden, denn die Krise wird länger fortbestehen, als die Nothilfeprogramme andauern. Mit einer Förderung bis zum Ende des Jahres will die Staatsregierung deshalb bis zu 700 kleinere und mittlere Spielstätten im Bereich Theater, Kleinkunst, Musik und Kabarett langfristig unterstützen und so durch die Krise helfen. Hinzu kommen weitere Millionen für rund 260 Kinos und Filmproduktionen in der Zuständigkeit des bayerischen Digitalministeriums. Mit insgesamt zehn weiteren Millionen Euro werden zudem durch das Kunstministerium geförderte nichtstaatliche Kunst- und Kultureinrichtungen einschließlich der Sing- und Musikschulen, die von Einnahmeausfällen aufgrund der der Corona-Pandemie betroffen sind, gefördert. 

Stand: 19.05.20

Honorarausfälle

Wer bei staatlichen Einrichtungen ein Engagement hatte, kann auch bei coronabedingter Absage mit einem Ausfallhonorar rechnen. Dabei orientiert sich das Bayerische Kunstministerium an den Regelungen des Bundes.

Stand: 15.05.20

Finanzielle Unterstützung für Studentenwerke

Aufgrund der Corona-Pandemie besteht die Gefahr einer massiven wirtschaftlichen Schieflage durch geschlossene Gastronomiebetriebe (Mensen/Cafeterien) der Studentenwerke. Der Ministerrat hat beschlossen, zum Ausgleich der bei den Bayerischen Studentenwerken anfallenden Sonderlasten einen Betrag von bis zu 5 Millionen Euro aus dem Sonderfonds Corona-Pandemie zur Verfügung zu stellen. Voraussetzung hierfür ist, dass die Studentenwerke gegenüber dem Wissenschaftsministerium entsprechende unabweisbar notwendige härtefallbedingte Unterstützungsbedarfe darlegen können.

Stand: 21.04.20

Wann kann ich wieder ins Kino oder ins Theater gehen?

Ab dem 15. Juni 2020 ist die Wiederaufnahme des Theater-, Konzert-, und weiteren kulturellen Veranstaltungsbetriebs unter Zugrundelegung des entsprechenden Konzepts des Wissenschaftsministeriums in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium (bis zu 50 Gäste in geschlossenen Räumen, bis zu 100 Gäste im Freien) möglich.

Außerdem ist ab dem 15. Juni 2020 die Wiederaufnahme des Kinobetriebs grundsätzlich möglich. Das Digitalministerium wird in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium ein konkretes Hygienekonzept erarbeiten und veröffentlichen, das sich vor allem im Hinblick auf die zulässige Gesamtbesucherzahl und die zu beachtenden Hygienevorschriften an das Konzept für Kultureinrichtungen anlehnt.

Stand: 26. Mai 2020

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