Hilfsnavigation

>> zurück zur Übersicht

Erkrankte & Kontaktpersonen

Flyer für Patienten und Angehörige: Häusliche Isolierung bei bestätigter COVID-19-Erkrankung (24.3.2020)

Ich bin erkältet. Was tun, wenn mein Hausarzt überlastet ist?

Seit 9. März müssen Sie bei leichten Erkrankungen der oberen Atemwege keine Arztpraxis mehr aufsuchen, sondern erhalten auch nach telefonischer Rücksprache mit Ihrem Arzt eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit. Der Arzt kann ein Attest für bis zu sieben Tage ausstellen und per Post zusenden. Voraussetzung hierfür ist, dass Sie in den letzten 14 Tagen keinen Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person hatten und sich nicht in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Diese Ausnahemeregelung wurde bis 31. Mai 2020 verlängert.

Gemeinsamer Bundesausschuss: Befristete Sonderregelungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie

Ist mein Hausarzt zuständig oder das Gesundheitsamt?

Wer bei sich Erkältungssymptome feststellt, sollte nach wie vor umgehend nach Hause gehen und sich telefonisch an den Hausarzt bzw. an die Telefonnummer 116 117, den Dienst der Kassenärztlichen Vereinigung, wenden. Es werden nur Personen getestet, die Symptome haben!
Das Gesundheitsamt für Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach konzentriert sich bei der Testung mittlerweile ausschließlich auf symptomatische Personen in systemrelevanten Bereichen, die keine Möglichkeit haben, selbst zu testen. Dazu gehören z.B. Mitarbeiter der Alten- und Krankenpflege, Polizei, Feuerwehr, Mitarbeiter von Apotheken oder auch des Lebensmitteleinzelhandels. Sollten Menschen in systemrelevanten Bereichen Symptome entwickeln, kann sich deren Arbeitgeber an die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Ansbach (Tel.:0981-468 7777) oder in der Stadtverwaltung Ansbach wenden. Nach einer entsprechenden Abstimmung teilt das Gesundheitsamt Ansbach dann Termine mit.

Was soll ich tun, wenn ich denke am Coronavirus erkrankt zu sein?

Wenn Sie Symptome wie Fieber, Husten oder Atemnot aufweisen, sollten Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt beziehungsweise einen niedergelassenen Arzt oder den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 wenden. Gehen Sie nicht einfach in ein Wartezimmer oder eine Notaufnahme. Reiserückkehrer sollten sagen, woher Sie kommen, und mit welchen Symptomen. Dann kann sich die Praxis darauf einstellen.

Bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus wird der Arzt einen Abstrich aus dem Mund-Rachen-Raum entnehmen und ihn zur Testung in ein Labor senden. Bis der Arzt das Ergebnis erhält, kann es wegen der aktuellen Überlastung der Labore einige Tage dauern. Der Arzt wird Ihnen gegebenenfalls empfehlen, in dieser Zeit zu Hause zu bleiben, oder Sie aufgrund Ihrer Symptome krankschreiben.

Es werden nur Personen getestet, die Symptome haben. Wegen der langen Inkubationszeit haben prophylaktische Tests keinerlei Aussagewert.

Wann gilt man als mit COVID-19 infiziert?

Als mit COVID-19 infiziert gilt, entsprechend der Falldefinition des Robert-Koch-Instituts zum einen, wer im Rahmen eines Abstrichs positiv labordiagnostisch getestet wird. Zum anderen spricht man auch von einem Covid-19-Infizierten, wenn ein epidemiologischer Zusammenhang mit einer labordiagnostisch nachgewiesenen Infektion beim Menschen durch Mensch-zu-Mensch-Übertragung besteht. Dies ist der Fall, wenn in einem Haushalt eine Person positiv auf COVID-19 getestet wurde und weitere in dem Haushalt lebende Personen entsprechende Symptome aufweisen.

Darüber hinaus wird eine Person mit positivem Befund auch immer nur als ein einzelner „Fall“ gezählt, selbst wenn COVID-19 bei dieser Person im Rahmen weiterer Test nochmals nachgewiesen werden sollte. Eine Person wird somit immer nur einmal gezählt.

Was passiert, wenn ich positiv getestet wurde?

Positive Ergebnisse werden von den Laboren dem Gesundheitsamt gemeldet, das die Kontaktpersonen ermittelt und sich mit ihnen in Verbindung setzt. Wer schwere Symptome hat, muss zur Abklärung und Behandlung ins Krankenhaus. Kapazitäten stehen in den Kliniken bereit. Im Regelfall werden erkrankte Personen und enge Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne bleiben. Dabei hält das Gesundheitsamt täglichen Kontakt.

Tipps bei häuslicher Quarantäne

Ab wann ist ein Erkrankter infektiös?

Patienten mit einer bestätigten Infektion gelten bereits 48 Stunden vor den ersten Symptomen als infektiös.

Entsorgung von Abfällen, die mit dem Coronavirus belastet sein können?

Die Entsorgung von in Haushalten anfallenden Abfällen, die mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) belastet sein können, kann gemeinsam mit dem Restmüll erfolgen. Weitere Informationen dazu finden Sie im Merkblatt des Bayerischen Landesamt für Umwelt.

Wer ist Kontaktperson?

Es wird grundsätzlich zwischen engen Kontaktpersonen der Kategorie 1 und Kontaktpersonen der Kategorie 2 unterschieden:

  • Enge Kontaktpersonen der Kategorie 1 sind Personen mit einem mindestens 15-minütigen Gesichtskontakt, etwa bei einem Gespräch, sowie Personen aus Lebensgemeinschaften im selben Haushalt. Diese Personen werden umgehend getestet und verbleiben in häuslicher Isolation, bis die Testergebnisse vorliegen.
  • Kontaktpersonen der Kategorie 2 sind Personen, die keinen unmittelbaren Kontakt zu infizierten Personen hatten. Das bedeutet zum Beispiel Aufenthalt im selben Raum, es fand jedoch kein mindestens 15-minütiger Gesichtskontakt statt. Diese Personen werden zur Testung an die niedergelassenen Ärzte verwiesen.

Infizierten und engen Kontaktpersonen wird empfohlen, im Haushalt auf eine zeitliche und räumliche Trennung von anderen Haushaltsmitgliedern zu achten. So sollten etwa die Mahlzeiten nicht gemeinsam, sondern nacheinander eingenommen werden. In der 14-tägigen häuslichen Quarantäne steht das Gesundheitsamt mit den Betroffenen täglich in Kontakt.

Wer ist Kontaktperson der Kategorie 1?

Kontaktpersonen der Kategorie 1 sind Personen mit engem Kontakt, die ein höheres Infektionsrisiko haben. Dazu gehören:

  • Personen mit einem mindestens 15-minütigen Gesichtskontakt, etwa bei einem Gespräch, sowie Personen aus Lebensgemeinschaften im selben Haushalt.
  • Personen mit direktem Kontakt zu Sekreten oder Körperflüssigkeiten eines bestätigten Falls. Beispiele: Küssen, Kontakt zu Erbrochenem, Mund-zu-Mund Beatmung, Anhusten und Anniesen.
  • Medizinisches Personal mit Kontakt zum bestätigten Fall im Rahmen von Pflege oder medizinischer Untersuchung ohne verwendete Schutzausrüstung.
  • Flugzeug-Passagiere, die in derselben Reihe wie der bestätigte Fall oder in den zwei Reihen vor oder hinter diesem gesessen haben, unabhängig von der Flugdauer.
  • Crew-Mitglieder oder andere Passagiere, sofern eines der anderen Kriterien zutrifft, zum Beispiel ein längeres Gespräch.

Wichtige Hinweise für Kontaktpersonen der Kategorie I

Wer ist Kontaktperson der Kategorie 2?

Kontaktpersonen der Kategorie 2 sind Personen, die keinen unmittelbaren Kontakt zu infizierten Personen hatten. Das bedeutet zum Beispiel Aufenthalt im selben Raum, es fand jedoch kein mindestens 15-minütiger Gesichtskontakt statt. Diese Personen werden zur Testung an die niedergelassenen Ärzte verwiesen.

Wann gilt man als genesen?

Wer positiv auf Corona getestet wurde, keine schweren Symptome entwickelt hat und 14 Tage nach Symptombeginn bzw. Testung keine Symptome wie etwa Husten, Fieber oder Schnupfen mehr zeigt, gilt als genesen. Allerdings bedeutet dies nicht automatisch, dass man ab diesem Zeitpunkt nicht mehr ansteckend ist. Dies wird bei Quarantäneregelungen entsprechend berücksichtigt. Zudem sind bis zu dem Vorliegen genauerer wissenschaftlicher Erkenntnisse, die empfohlenen Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen im Sozialkontakt, einzuhalten. Am Ende der häuslichen Quarantäne kann ein Corona-Patient, wenn er 48 Stunden keine Symptome mehr gezeigt hat, wieder das Haus verlassen. Ein weiterer Test zur Kontrolle gehört nicht zu den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

[Text1]
© freepik 
Mund-Nasen-Schutz Anleitung
Coronavirus Mitarbeiterinformation
[Text1]
[Text2]
[Text1]
© drobotdean 
[Text1]
Externer Link: Unser Soziales Bayern
© Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales