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Erkrankte & Kontaktpersonen

Flyer für Patienten und Angehörige: Häusliche Isolierung bei bestätigter COVID-19-Erkrankung (24.3.2020)

Ich bin erkältet. Kann ich mich telefonisch krankschreiben lassen?

Um das Infektionsrisiko zu senken, bestand seit 9. März 2020 die Möglichkeit insbesondere bei leichten Erkrankungen der oberen Atemwege, auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt eine Bescheinigung auf Arbeitsunfähigkeit zu erhalten. Dafür musste die Arztpraxis nicht mehr zwingend aufgesucht werden. Diese Ausnahemeregelung galt bis 31. Mai 2020. Ab 1. Juni 2020 ist dies nicht mehr möglich. Patientinnen und Patienten müssen wegen einer möglichen Krankschreibung wieder persönlich in die Arztpraxis kommen und sich untersuchen lassen.

Stand: 2. Juni 2020

Ist mein Hausarzt zuständig oder das Gesundheitsamt?

Wer bei sich Erkältungssymptome feststellt, sollte nach wie vor umgehend nach Hause gehen und sich telefonisch an den Hausarzt bzw. an die Telefonnummer 116 117, den Dienst der Kassenärztlichen Vereinigung, wenden. Es werden nur Personen getestet, die Symptome haben!
Das Gesundheitsamt für Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach konzentriert sich bei der Testung mittlerweile ausschließlich auf symptomatische Personen in systemrelevanten Bereichen, die keine Möglichkeit haben, selbst zu testen. Dazu gehören z.B. Mitarbeiter der Alten- und Krankenpflege, Polizei, Feuerwehr, Mitarbeiter von Apotheken oder auch des Lebensmitteleinzelhandels. Sollten Menschen in systemrelevanten Bereichen Symptome entwickeln, kann sich deren Arbeitgeber an die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landratsamt Ansbach (Tel.:0981-468 7777) oder in der Stadtverwaltung Ansbach wenden. Nach einer entsprechenden Abstimmung teilt das Gesundheitsamt Ansbach dann Termine mit.

Was soll ich tun, wenn ich denke am Coronavirus erkrankt zu sein?

Wenn Sie Symptome wie Fieber, Husten oder Atemnot aufweisen, sollten Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt beziehungsweise einen niedergelassenen Arzt oder den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 wenden. Gehen Sie nicht einfach in ein Wartezimmer oder eine Notaufnahme. Reiserückkehrer sollten sagen, woher Sie kommen, und mit welchen Symptomen. Dann kann sich die Praxis darauf einstellen.

Bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus wird der Arzt einen Abstrich aus dem Mund-Rachen-Raum entnehmen und ihn zur Testung in ein Labor senden. Bis der Arzt das Ergebnis erhält, kann es wegen der aktuellen Überlastung der Labore einige Tage dauern. Der Arzt wird Ihnen gegebenenfalls empfehlen, in dieser Zeit zu Hause zu bleiben, oder Sie aufgrund Ihrer Symptome krankschreiben.

Es werden nur Personen getestet, die Symptome haben. Wegen der langen Inkubationszeit haben prophylaktische Tests keinerlei Aussagewert.

Bayerische Teststrategie

Der Freistaat Bayern setzt bei seiner Teststrategie auf den Dreiklang der Ziele „Schutz, Sicherheit und Prävention“.

Testungen zum Schutz bei akutem Infektionsgeschehen

  • Testung symptomatischer Patientinnen und Patienten:
    Zur schnellen Erkennung von Erkrankten hat die Testung von Personen mit einschlägigen Symptomen, die auf eine Erkrankung mit dem Coronavirus hindeuten, oberste Priorität.

  • Kontaktpersonen der Gruppe I:
    Um das Infektionsgeschehen wirksam einzudämmen, testen die Gesundheitsämter enge Kontaktpersonen von Erkrankten so früh wie möglich am ersten Tag der Ermittlungen und dann erneut fünf bis sieben Tage nach der Erstexposition.

  • Bekämpfung von Ausbruchsgeschehen:
    Im Rahmen von Ausbruchsgeschehen führen die Gesundheitsämter auch weiterhin systematisch Reihentestungen aller betroffenen Personen durch, um insbesondere vulnerable Personengruppen zu schützen, bei denen situationsbedingt ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht.

Testungen zur Sicherheit der Bewohner Bayerns

Bayerisches Testangebot ab 01.07.2020

  • Testungen für die Bewohner Bayerns, sich auch ohne Symptome freiwillig testen zu lassen.
  • Die Testungen sind jederzeit möglich; eine Obergrenze für Testungen pro Person gibt es nicht.
  • Die Testungen werden durch Vertragsärzte durchgeführt.
  • Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) übernimmt die Kostenabrechnung für den Freistaat Bayern.
  • Die Kosten trägt vollständig der Freistaat Bayern.

Insbesondere: Testangebot an Erzieherinnen und Erzieher und Lehrkräfte

  • Der Start der Kindertageseinrichtungen in den Regelbetrieb soll mit Reihentestungen begleitet werden.
  • Eine einmalige Reihentestung von Lehrkräften und sonstigem Unterrichtspersonal im Sinn von Art. 60 BayEUG findet zu Beginn des Schuljahres 2020/2021 statt.
  • Der erste Termin für die Fach- und Ergänzungskräfte soll ab Juli bis Ende August, der zweite Termin nach dem Beginn des neuen Kindergartenjahres stattfinden.
  • Was die Lehrkräfte und das sonstige Unterrichtspersonal betrifft, soll an jeder Schule möglichst innerhalb der ersten vier Wochen nach Unterrichtsbeginn eine Testung angeboten werden.
  • Die Kosten trägt jeweils der Freistaat Bayern.
  • Organisation der Testungen erfolgt durch Träger bzw. Leitungen der Einrichtungen oder der Schulen vor Ort.
  • Teilnahme an Testungen ist freiwillig.

Testungen zur Prävention in infektionsgefährdeten Bereichen

Diese Testungen als dritte Säule der Teststrategie richten sich insbesondere an folgende Einrichtungen mit vulnerablen Personengruppen

Alten- und Pflegeheime

  • Der öffentliche Gesundheitsdienst veranlasst unter Berücksichtigung der epidemiologischen Lage die Testung durch einen Vertragsarzt.
  • Träger organisieren die Testungen vor Ort in den Einrichtungen.
  • Getestet wird
  • Personal bei erstmaliger Arbeitsaufnahme und danach regelmäßig;
  • Bewohnerinnen und Bewohner stichprobenartig und bei (Wieder-) Aufnahme und Rückverlegung.

Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

  • Der öffentliche Gesundheitsdienst veranlasst unter Berücksichtigung der epidemiologischen Lage die Testung durch einen Vertragsarzt.
  • Betroffen: vollstationäre Einrichtungen für Menschen mit Behinderung (z. B. Wohngruppen) sowie teilstationäre Einrichtungen (z. B. Werk- und Förderstätten für behinderte Menschen, heilpädagogischen Tagesstätten).
  • Träger organisieren die Testungen vor Ort in den Einrichtungen.
  • Getestet wird
    • Personal bei erstmaliger Arbeitsaufnahme und danach regelmäßig;
    • Bewohnerinnen und Bewohner stichprobenartig und bei (Wieder-)Aufnahme und Rückverlegung.

Ambulante Eingliederungshilfe

  • Der öffentliche Gesundheitsdienst veranlasst unter Berücksichtigung der epidemiologischen Lage die Testung durch einen Vertragsarzt.
  • Träger organisieren die Testungen vor Ort in den Einrichtungen, falls Einrichtungen vorhanden sind, in welchen die ambulanten Leistungen der Eingliederungshilfe erbracht werden (z. B. Beratungsstellen, Frühförderstellen, Tagesstätten). Falls die ambulanten Leistungen der Eingliederungshilfe nicht in einer Einrichtung erbracht werden, sollen die Testungen in einer Arztpraxis erfolgen. Soweit das Aufsuchen einer Arztpraxis im Einzelfall unzumutbar ist, erfolgt ausnahmsweise die Testungen im Rahmen eines Hausbesuchs.
  • Getestet wird
  • Personal bei erstmaliger Arbeitsaufnahme und danach regelmäßig;
  • Leistungsempfängerinnen und -empfänger stichprobenartig und bei (Wieder-)Aufnahme und Rückverlegung.

Krankenhäuser

  • Beschäftigte im Krankenhaus können sich unter Berücksichtigung der epidemiologischen Lage in Absprache mit dem Krankenhausträger auf Veranlassung des Gesundheitsamtes testen lassen.
  • Träger organisieren die Testungen der Beschäftigten, nach Möglichkeit vorrangig durch im Krankenhaus tätige Ärzte.
  • Getestet werden können
  • neu einzustellende Beschäftigte vor Aufnahme der Tätigkeit,
  • bereits im Krankenhaus beschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Abhängigkeit von dem lokalen Infektionsgeschehen sowie der konkreten Infektionsgefahr.
  • Patienten können auf Veranlassung des Krankenhauses gemäß den bundesrechtlichen Bestimmungen bei Aufnahme ins Krankenhaus und / oder während des Krankenhausaufenthalts getestet werden.

Testung in Risikogebieten

Ergänzt wird die Testung von Einrichtungen durch weitere spezielle Testungen:
Asymptomatische Personen, die sich in einem Gebiet mit einer hohen Zahl von Erkrankungen (mehr als 50 Personen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen) aufhalten oder aufgehalten haben, werden stichprobenartig getestet.

Kritische Infrastruktur

Die Staatsministerien des Innern, für Sport und Integration, der Justiz sowie für Familie, Arbeit und Soziales organisieren für die Polizei sowie die Justizvollzugsanstalten und den Maßregelvollzug weitere Reihentestungen.

Anlassbezogene Reihentestungen

Weitere anlassbezogene Testkonzepte, wie z. B. für Schlachthöfe, fleischverarbeitende Betriebe oder landwirtschaftliche Betriebe mit Saisonarbeitern, werden entsprechend den aktuellen Erfordernissen angeordnet.

Stand: 30. Juni 2020

Wann gilt man als mit COVID-19 infiziert?

Als mit COVID-19 infiziert gilt, entsprechend der Falldefinition des Robert-Koch-Instituts zum einen, wer im Rahmen eines Abstrichs positiv labordiagnostisch getestet wird. Zum anderen spricht man auch von einem Covid-19-Infizierten, wenn ein epidemiologischer Zusammenhang mit einer labordiagnostisch nachgewiesenen Infektion beim Menschen durch Mensch-zu-Mensch-Übertragung besteht. Dies ist der Fall, wenn in einem Haushalt eine Person positiv auf COVID-19 getestet wurde und weitere in dem Haushalt lebende Personen entsprechende Symptome aufweisen.

Darüber hinaus wird eine Person mit positivem Befund auch immer nur als ein einzelner „Fall“ gezählt, selbst wenn COVID-19 bei dieser Person im Rahmen weiterer Test nochmals nachgewiesen werden sollte. Eine Person wird somit immer nur einmal gezählt.

Was passiert, wenn ich positiv getestet wurde?

Positive Ergebnisse werden von den Laboren dem Gesundheitsamt gemeldet, das die Kontaktpersonen ermittelt und sich mit ihnen in Verbindung setzt. Wer schwere Symptome hat, muss zur Abklärung und Behandlung ins Krankenhaus. Kapazitäten stehen in den Kliniken bereit. Im Regelfall werden erkrankte Personen und enge Kontaktpersonen in häuslicher Quarantäne bleiben. Dabei hält das Gesundheitsamt täglichen Kontakt.

Tipps bei häuslicher Quarantäne

Ab wann ist ein Erkrankter infektiös?

Patienten mit einer bestätigten Infektion gelten bereits 48 Stunden vor den ersten Symptomen als infektiös.

Entsorgung von Abfällen, die mit dem Coronavirus belastet sein können?

Die Entsorgung von in Haushalten anfallenden Abfällen, die mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) belastet sein können, kann gemeinsam mit dem Restmüll erfolgen. Weitere Informationen dazu finden Sie im Merkblatt des Bayerischen Landesamt für Umwelt.

Wer ist Kontaktperson?

Es wird grundsätzlich zwischen engen Kontaktpersonen der Kategorie 1 und Kontaktpersonen der Kategorie 2 unterschieden:

  • Enge Kontaktpersonen der Kategorie 1 sind Personen mit einem mindestens 15-minütigen Gesichtskontakt, etwa bei einem Gespräch, sowie Personen aus Lebensgemeinschaften im selben Haushalt. Diese Personen werden umgehend getestet und verbleiben in häuslicher Isolation, bis die Testergebnisse vorliegen.
  • Kontaktpersonen der Kategorie 2 sind Personen, die keinen unmittelbaren Kontakt zu infizierten Personen hatten. Das bedeutet zum Beispiel Aufenthalt im selben Raum, es fand jedoch kein mindestens 15-minütiger Gesichtskontakt statt. Diese Personen werden zur Testung an die niedergelassenen Ärzte verwiesen.

Infizierten und engen Kontaktpersonen wird empfohlen, im Haushalt auf eine zeitliche und räumliche Trennung von anderen Haushaltsmitgliedern zu achten. So sollten etwa die Mahlzeiten nicht gemeinsam, sondern nacheinander eingenommen werden. In der 14-tägigen häuslichen Quarantäne steht das Gesundheitsamt mit den Betroffenen täglich in Kontakt.

Wer ist Kontaktperson der Kategorie 1?

Kontaktpersonen der Kategorie 1 sind Personen mit engem Kontakt, die ein höheres Infektionsrisiko haben. Dazu gehören:

  • Personen mit einem mindestens 15-minütigen Gesichtskontakt, etwa bei einem Gespräch, sowie Personen aus Lebensgemeinschaften im selben Haushalt.
  • Personen mit direktem Kontakt zu Sekreten oder Körperflüssigkeiten eines bestätigten Falls. Beispiele: Küssen, Kontakt zu Erbrochenem, Mund-zu-Mund Beatmung, Anhusten und Anniesen.
  • Medizinisches Personal mit Kontakt zum bestätigten Fall im Rahmen von Pflege oder medizinischer Untersuchung ohne verwendete Schutzausrüstung.
  • Flugzeug-Passagiere, die in derselben Reihe wie der bestätigte Fall oder in den zwei Reihen vor oder hinter diesem gesessen haben, unabhängig von der Flugdauer.
  • Crew-Mitglieder oder andere Passagiere, sofern eines der anderen Kriterien zutrifft, zum Beispiel ein längeres Gespräch.

Wichtige Hinweise für Kontaktpersonen der Kategorie I

Wer ist Kontaktperson der Kategorie 2?

Kontaktpersonen der Kategorie 2 sind Personen, die keinen unmittelbaren Kontakt zu infizierten Personen hatten. Das bedeutet zum Beispiel Aufenthalt im selben Raum, es fand jedoch kein mindestens 15-minütiger Gesichtskontakt statt. Diese Personen werden zur Testung an die niedergelassenen Ärzte verwiesen.

Wann gilt man als genesen?

Wer positiv auf Corona getestet wurde, keine schweren Symptome entwickelt hat und 14 Tage nach Symptombeginn bzw. Testung keine Symptome wie etwa Husten, Fieber oder Schnupfen mehr zeigt, gilt als genesen. Allerdings bedeutet dies nicht automatisch, dass man ab diesem Zeitpunkt nicht mehr ansteckend ist. Dies wird bei Quarantäneregelungen entsprechend berücksichtigt. Zudem sind bis zu dem Vorliegen genauerer wissenschaftlicher Erkenntnisse, die empfohlenen Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen im Sozialkontakt, einzuhalten. Am Ende der häuslichen Quarantäne kann ein Corona-Patient, wenn er 48 Stunden keine Symptome mehr gezeigt hat, wieder das Haus verlassen. Ein weiterer Test zur Kontrolle gehört nicht zu den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

Landrat Dr. Jürgen Ludwig: Corona-Lage gemeinsam bewältigen

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