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Ansteckung und Symptome

Ich habe Angst mich angesteckt zu haben

Wer Sorge hat, er könnte sich mit dem Coronavirus infiziert haben, wird gebeten sich telefonisch an den Hausarzt oder die 116 117 zu wenden. Dieser Service, der rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche zur Verfügung steht, ist im Moment trotz auch längerer Wartezeiten der beste Weg, um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.
Wie im Infektionsschutz und der bayerischen Pandemieplanung vorgesehen, erfolgt die Testung von erkrankten Personen durch den Ärztlichen Bereitschaftsdienst oder den Hausarzt. Die KVB hat einen eigenen Fahrdienst eingerichtet und sucht Patienten, bei denen ein konkreter Verdacht auf eine Infektion besteht, zu Hause auf, nimmt eine Probe und transportiert diese ins Labor. Negative Testergebnisse teilt das Labor der KVB und diese in eigener Zuständigkeit den untersuchten Personen und Hausärzten mit. Sobald es ein positives Testergebnis geben sollte, teilt das Labor dieses dem Gesundheitsamt für Stadt Ansbach und Landkreis Ansbach mit. Derzeit gibt es ein sehr hohes Probenaufkommen. Dies kann in Einzelfällen dazu führen, dass negative Testergebnisse auch erst verzögert übermittelt bzw. kommuniziert werden können.

Bayerische Teststrategie

Der Freistaat Bayern setzt bei seiner Teststrategie auf den Dreiklang der Ziele „Schutz, Sicherheit und Prävention“.

Testungen zum Schutz bei akutem Infektionsgeschehen

  • Testung symptomatischer Patientinnen und Patienten:
    Zur schnellen Erkennung von Erkrankten hat die Testung von Personen mit einschlägigen Symptomen, die auf eine Erkrankung mit dem Coronavirus hindeuten, oberste Priorität.

  • Kontaktpersonen der Gruppe I:
    Um das Infektionsgeschehen wirksam einzudämmen, testen die Gesundheitsämter enge Kontaktpersonen von Erkrankten so früh wie möglich am ersten Tag der Ermittlungen und dann erneut fünf bis sieben Tage nach der Erstexposition.

  • Bekämpfung von Ausbruchsgeschehen:
    Im Rahmen von Ausbruchsgeschehen führen die Gesundheitsämter auch weiterhin systematisch Reihentestungen aller betroffenen Personen durch, um insbesondere vulnerable Personengruppen zu schützen, bei denen situationsbedingt ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht.

Testungen zur Sicherheit der Bewohner Bayerns

Bayerisches Testangebot ab 01.07.2020

  • Testungen für die Bewohner Bayerns, sich auch ohne Symptome freiwillig testen zu lassen.
  • Die Testungen sind jederzeit möglich; eine Obergrenze für Testungen pro Person gibt es nicht.
  • Die Testungen werden durch Vertragsärzte durchgeführt.
  • Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) übernimmt die Kostenabrechnung für den Freistaat Bayern.
  • Die Kosten trägt vollständig der Freistaat Bayern.

Insbesondere: Testangebot an Erzieherinnen und Erzieher und Lehrkräfte

  • Der Start der Kindertageseinrichtungen in den Regelbetrieb soll mit Reihentestungen begleitet werden.
  • Eine einmalige Reihentestung von Lehrkräften und sonstigem Unterrichtspersonal im Sinn von Art. 60 BayEUG findet zu Beginn des Schuljahres 2020/2021 statt.
  • Der erste Termin für die Fach- und Ergänzungskräfte soll ab Juli bis Ende August, der zweite Termin nach dem Beginn des neuen Kindergartenjahres stattfinden.
  • Was die Lehrkräfte und das sonstige Unterrichtspersonal betrifft, soll an jeder Schule möglichst innerhalb der ersten vier Wochen nach Unterrichtsbeginn eine Testung angeboten werden.
  • Die Kosten trägt jeweils der Freistaat Bayern.
  • Organisation der Testungen erfolgt durch Träger bzw. Leitungen der Einrichtungen oder der Schulen vor Ort.
  • Teilnahme an Testungen ist freiwillig.

Testungen zur Prävention in infektionsgefährdeten Bereichen

Diese Testungen als dritte Säule der Teststrategie richten sich insbesondere an folgende Einrichtungen mit vulnerablen Personengruppen

Alten- und Pflegeheime

  • Der öffentliche Gesundheitsdienst veranlasst unter Berücksichtigung der epidemiologischen Lage die Testung durch einen Vertragsarzt.
  • Träger organisieren die Testungen vor Ort in den Einrichtungen.
  • Getestet wird
  • Personal bei erstmaliger Arbeitsaufnahme und danach regelmäßig;
  • Bewohnerinnen und Bewohner stichprobenartig und bei (Wieder-) Aufnahme und Rückverlegung.

Einrichtungen für Menschen mit Behinderung

  • Der öffentliche Gesundheitsdienst veranlasst unter Berücksichtigung der epidemiologischen Lage die Testung durch einen Vertragsarzt.
  • Betroffen: vollstationäre Einrichtungen für Menschen mit Behinderung (z. B. Wohngruppen) sowie teilstationäre Einrichtungen (z. B. Werk- und Förderstätten für behinderte Menschen, heilpädagogischen Tagesstätten).
  • Träger organisieren die Testungen vor Ort in den Einrichtungen.
  • Getestet wird
    • Personal bei erstmaliger Arbeitsaufnahme und danach regelmäßig;
    • Bewohnerinnen und Bewohner stichprobenartig und bei (Wieder-)Aufnahme und Rückverlegung.

Ambulante Eingliederungshilfe

  • Der öffentliche Gesundheitsdienst veranlasst unter Berücksichtigung der epidemiologischen Lage die Testung durch einen Vertragsarzt.
  • Träger organisieren die Testungen vor Ort in den Einrichtungen, falls Einrichtungen vorhanden sind, in welchen die ambulanten Leistungen der Eingliederungshilfe erbracht werden (z. B. Beratungsstellen, Frühförderstellen, Tagesstätten). Falls die ambulanten Leistungen der Eingliederungshilfe nicht in einer Einrichtung erbracht werden, sollen die Testungen in einer Arztpraxis erfolgen. Soweit das Aufsuchen einer Arztpraxis im Einzelfall unzumutbar ist, erfolgt ausnahmsweise die Testungen im Rahmen eines Hausbesuchs.
  • Getestet wird
  • Personal bei erstmaliger Arbeitsaufnahme und danach regelmäßig;
  • Leistungsempfängerinnen und -empfänger stichprobenartig und bei (Wieder-)Aufnahme und Rückverlegung.

Krankenhäuser

  • Beschäftigte im Krankenhaus können sich unter Berücksichtigung der epidemiologischen Lage in Absprache mit dem Krankenhausträger auf Veranlassung des Gesundheitsamtes testen lassen.
  • Träger organisieren die Testungen der Beschäftigten, nach Möglichkeit vorrangig durch im Krankenhaus tätige Ärzte.
  • Getestet werden können
  • neu einzustellende Beschäftigte vor Aufnahme der Tätigkeit,
  • bereits im Krankenhaus beschäftigte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Abhängigkeit von dem lokalen Infektionsgeschehen sowie der konkreten Infektionsgefahr.
  • Patienten können auf Veranlassung des Krankenhauses gemäß den bundesrechtlichen Bestimmungen bei Aufnahme ins Krankenhaus und / oder während des Krankenhausaufenthalts getestet werden.

Testung in Risikogebieten

Ergänzt wird die Testung von Einrichtungen durch weitere spezielle Testungen:
Asymptomatische Personen, die sich in einem Gebiet mit einer hohen Zahl von Erkrankungen (mehr als 50 Personen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen) aufhalten oder aufgehalten haben, werden stichprobenartig getestet.

Kritische Infrastruktur

Die Staatsministerien des Innern, für Sport und Integration, der Justiz sowie für Familie, Arbeit und Soziales organisieren für die Polizei sowie die Justizvollzugsanstalten und den Maßregelvollzug weitere Reihentestungen.

Anlassbezogene Reihentestungen

Weitere anlassbezogene Testkonzepte, wie z. B. für Schlachthöfe, fleischverarbeitende Betriebe oder landwirtschaftliche Betriebe mit Saisonarbeitern, werden entsprechend den aktuellen Erfordernissen angeordnet.

Stand: 30. Juni 2020

Wie kann ich mich vor einer Ansteckung schützen?

Das Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Die Hände sind die häufigsten Überträger von Krankheitserregern, auch bei Atemwegsinfektionen. Beim Händeschütteln oder über gemeinsam genutzte Gegenstände können auch Krankheitserreger leicht von Hand zu Hand gelangen. Um das Erkrankungsrisiko so weit wie möglich abzusenken, halten Sie bewährte Hygienestandards ein:

  • Waschen Sie häufiger als sonst Ihre Hände. Gründlich mit Wasser und Seife, mindestens 20 Sekunden lang und mit anschließendem gründlichen Abtrocknen. So wird die Anzahl der Keime auf ein Minimum reduziert. Waschen der Hände nur mit Wasser allein reicht nicht aus. Steht unterwegs keine Waschmöglichkeit zur Verfügung, sollten Sie es zumindest vermeiden, mit den Händen Mund, Augen oder Nase zu berühren oder Speisen mit der Hand zu essen.
  • Verzichten Sie auf Händeschütteln: Ein freundliches Lächeln stattdessen ist genau richtig. Auch das Einhalten einer Distanz zu anderen Personen ist angezeigt, soweit dies praktikabel ist.
  • Beachten Sie die Husten- und Nies-Etikette und halten Sie die Hände vom Gesicht fern. Husten und Niesen Sie in die Armbeuge oder in ein Papiertaschentuch, das anschließend direkt entsorgt wird.
  • Lüften Sie regelmäßig. Lüften verringert die Zahl erregerhaltiger Tröpfchen in der Luft und senkt damit das Ansteckungsrisiko in Räumen, in denen sich Erkrankte aufhalten. Auch wenn geheizt wird, sollte auf richtiges Lüften geachtet werden. Hierfür empfiehlt sich regelmäßiges Stoßlüften. Öffnen Sie mehrmals täglich für einige Minuten weit die Fenster um gut durchzulüften.

Der Einsatz von Desinfektionsmitteln ist nur da sinnvoll, wo es im beruflichen Umfeld, etwa in der Pflege, erforderlich ist.

Was sollte ich beachten, wenn ich täglich mit vielen Menschen zu tun habe?

Halten Sie die bewährten Hygienestandards ein. Sobald Sie Krankheitssymptome bemerken, wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt oder an einen niedergelassenen Arzt.

Kann ich mich über Lebensmittel oder Gegenstände anstecken?

Coronaviren überleben auf Waren wie Briefen oder Gegenständen nicht lange. Es sind derzeit keine Fälle bekannt, bei denen nachgewiesen ist, dass sich Menschen z.B. über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch Kontakt zu kontaminierten Gegenständen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Daher braucht auch niemand Angst davor zu haben, sich beim Öffnen eines Päckchen oder Briefes zu infizieren.

Übertragungen ausgehend von Oberflächen, die kurz zuvor mit Coronaviren kontaminiert wurden, sind allerdings durch Schmierinfektionen denkbar. Aufgrund der relativ geringen Stabilität von Coronaviren in der Umwelt ist dies aber nur in einem kurzen Zeitraum nach der Kontamination wahrscheinlich.

Der größte Schutz besteht allerdings nach wie vor darin, sich regelmäßig für mindestens 20 Sekunden die Hände zu waschen, die Schleimhäute nicht mit ungewaschenen Händen zu berühren, regelmäßig zu lüften. Dies gilt auch z.B. nach dem Einkaufen. Sozialkontakte mit anderen Menschen sollten bis auf die eigene Familie auf das allernotwendigste Minimum beschränkt werden.

Aktuelle Informationen hierzu veröffentlicht das Bundesinstitut für Risikobewertung.

Ab wann ist ein Erkrankter infektiös?

Patienten mit einer bestätigten Infektion gelten bereits 48 Stunden vor den ersten Symptomen als infektiös.

Was sind Symptome des Coronaviruses?

Mögliche Symptome sind Fieber, Husten, Atemnot. Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung bis zu 14 Tage dauern kann, bis Krankheitszeichen auftreten. Gegenüber der Influenza ist die Erkrankung allein aufgrund der Symptome schwer abgrenzbar.

Kann sich mein Haustier anstecken?

Bislang gibt es allerdings keine wissenschaftlich belegbaren Hinweise, dass sich Tiere mit dem Coronavirus anstecken können“, betont Dr. Franziska Lenz, Leiterin des Gesundheitsamtes für Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach.

Landrat Dr. Jürgen Ludwig: Corona-Lage gemeinsam bewältigen

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