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Erkrankte & Kontaktpersonen

Sind Sie positiv getestet und haben noch keinen Anruf des Gesundheitsamtes erhalten, dann melden Sie sich bitte telefonisch bei unserer Bürger-Hotline unter (0981) 468-7777 oder schreiben Sie eine Mail an folgendes Postfach:
coronapositiv@landratsamt-ansbach.de

Haben Sie Fragen zum Thema Kontaktpersonenmanagement schreiben sie eine Mail an folgendes Postfach:
kontaktperson@landratsamt-ansbach.de

Weitere Informationen:

Flyer für Patienten und Angehörige: Häusliche Isolierung bei bestätigter COVID-19-Erkrankung (24.3.2020)

Corona positiv - Plakat in 17 Sprachen

Was soll ich tun, wenn ich denke am Coronavirus erkrankt zu sein?

Wenn Sie Symptome wie Fieber, Husten oder Atemnot aufweisen, sollten Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt beziehungsweise einen niedergelassenen Arzt oder den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Rufnummer 116 117 wenden. Gehen Sie nicht einfach in ein Wartezimmer oder eine Notaufnahme. 

Bei Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus wird der Arzt einen Abstrich aus dem Mund-Rachen-Raum entnehmen und ihn zur Testung in ein Labor senden. Bis zum Erhalt des Testergebnisses wird der Arzt anweisen, in dieser Zeit zu Hause zu bleiben.

Ab wann ist ein Erkrankter infektiös?

Patienten mit einer bestätigten Infektion gelten bereits 48 Stunden vor den ersten Symptomen als infektiös. Wichtig: Auch Kontaktpersonen sind schon in den 48 Stunden vor Symptombeginn bzw. bei asymptomatischen Personen ab dem Datum des Abstriches ansteckend.

Wer gilt als enge Kontaktpersonen?

Kontaktpersonen zu einem bestätigten COVID-19-Fall werden bei Vorliegen mindestens einer der folgenden Situationen als enge Kontaktpersonen (mit erhöhtem Infektionsrisiko) definiert:

  1. Aufenthalt im Nahfeld des Falls (<1,5 m) länger als 10 Minuten ohne adäquaten Schutz*.
  2. Gespräch mit dem Fall (Face-to-face-Kontakt, <1,5 m, unabhängig von der Gesprächsdauer) ohne adäquaten Schutz* oder direkter Kontakt (mit respiratorischem Sekret).
  3. Aufenthalt von Kontaktperson (und Fall) im selben Raum mit wahrscheinlich hoher Konzentration infektiöser Aerosole unabhängig vom Abstand für länger als 10 Minuten, auch wenn durchgehend und korrekt MNS (Mund-Nasen-Schutz) oder FFP2-Maske getragen wurde.

Abzugrenzen ist von den aufgeführten Situationen (1., 2. und 3.) das Tragen von FFP2-Masken im Gesundheitswesen/durch geschultes medizinisches Personal (als persönliche Schutzausrüstung/Arbeitsschutz [z.B. mit FIT-Test überprüft] im Rahmen der Patientenversorgung)

Weitere Informationen unter: RKI - Coronavirus SARS-CoV-2 - Kontaktpersonen-Nachverfolgung (KP-N) bei SARS-CoV-2-Infektionen

Quelle: RKI

*adäquater Schutz = Fall und Kontaktperson tragen durchgehend und korrekt Mund-Nasen-Schutz oder FFP2-Maske)

Mein PCR-Test ist positiv. Was soll ich jetzt tun?

Bitte begeben Sie sich in Isolation. Das Gesundheitsamt wird vom Labor über ihr Testergebnis informiert. Sie erhalten in Kürze die Anordnung, sich in Quarantäne zu begeben.

Stand: 17.11.21

Mein Antigen-Schnelltest aus der Apotheke ist positiv. Was soll ich jetzt tun?

Auch Apotheken haben eine Meldepflicht ans Gesundheitsamt. Sie werden daher auch in diesem Fall in Kürze Post bzw. einen Anruf vom Gesundheitsamt erhalten. In jedem Fall sind Sie durch den positiven Antigen-Schnelltest berechtigt, im Testzentrum Ansbach kostenfrei einen PCR-Test machen zu lassen. Gehen Sie mit Ihrem Testergebnis am besten gleich ins Testzentrum.

Stand: 17.11.21

Ich habe einen positiven Selbsttest. Was soll ich tun?

Wer sich selbst testet und positiv ist, muss sich beim Gesundheitsamt melden. Vom Gesundheitsamt bekommen diese Personen ein Schreiben, das sie zu einem kostenfreien PCR-Test im Testzentrum berechtigt. In der Zwischenzeit begeben Sie sich bitte in Isolation. Finden Tests in Betrieben statt, besteht auch hier die Verpflichtung, dem Gesundheitsamt die Ergebnisse mitzuteilen. Positive Pooltests an Schulen werden dem Gesundheitsamt ebenfalls übermittelt.

Stand: 17.11.21

Mein Schnelltest war positiv, mein PCR-Test negativ. Wie geht es jetzt weiter?

Melden Sie sich bitte beim Gesundheitsamt. Sie erhalten eine Bescheinigung als Verdachtsperson, welche Sie bei Ihrem Arbeitgeber vorlegen können.

Stand: 17.11.21

In meinem Haushalt befindet sich eine Person mit einem positiven PCR-Test. Was bedeutet das für mich?

Wenn Sie wissen, dass Sie Kontakt mit einer nachweislich mit Covid-19 infizierten Person hatten, ist es wichtig, dass sie sich des Ansteckungsrisikos bewusst sind – gerade wenn Sie mit dieser Person in einem Haushalt zusammenleben. Sie sollten für 14 Tage weitere Sozialkontakte nach Möglichkeit dringend vermeiden. Gehen Sie nur mit frischem Selbsttest in Kindergarten, Schule und Gremiensitzungen. Prüfen Sie, ob Homeoffice möglich ist. Eine PCR-Testung an Tag 7 und Tag 14 wird empfohlen. Falls es unbedingt erforderlich ist, dass Sie an Ihrem Arbeitsplatz erscheinen, raten wir dringend zum Tragen einer FFP2-Maske und zur täglichen Testung für mindestens sieben Tage. Halten Sie Abstand von Kollegen. Wenn sie innerhalb von zwei Wochen Symptome entwickeln, kontaktieren Sie Ihren Hausarzt.


Was versteht man unter Isolierung und Quarantäne?

Eine Isolierung oder Quarantäne soll durch Reduktion von Kontakten zu anderen Personen die Verbreitung des Krankheitserregers verhindern.

Die Isolierung ist eine behördlich angeordnete Maßnahme bei Patienten mit bestätigter SARS-CoV-2 Infektion. Sie kann je nach Schweregrad der Erkrankung sowohl häuslich als auch stationär erfolgen. Die Entlassung aus der Isolierung erfolgt nach bestimmten Kriterien, i.d.R. wenn von einer Weiterverbreitung nicht mehr auszugehen ist.

Die Quarantäne ist eine zeitlich befristete Absonderung von ansteckungsverdächtigen Personen oder von Personen, die möglicherweise das Virus ausscheiden. Dabei handelt es sich meist um Kontaktpersonen von Erkrankten sowie um Einreisende aus Risikogebieten. Die Quarantäne kann sowohl behördlich angeordnet sein als auch freiwillig erfolgen.

Wie läuft die Isolation/Quarantäne ab?

Die Quarantäne bzw. Isolation muss in einer Wohnung oder einem anderen räumlich abgrenzbaren Teil eines Gebäudes erfolgen; die meisten Betroffenen wählen dafür die eigene Wohnung. Diese Räumlichkeit darf während der Quarantäne nicht verlassen werden. Erlaubt ist aber, zeitweise und alleine auf den Balkon, die Terrasse oder in den eigenen Garten zu gehen, wenn dieser direkt an das Haus anschließt und nicht gemeinschaftlich genutzt wird.

Die betroffene Person, die sich in Quarantäne oder Isolation begibt, muss sich so gut es geht von den anderen Mitgliedern Ihres Haushalts fernhalten, um diese nicht der Gefahr einer Ansteckung mit COVID-19 auszusetzen. Das bedeutet vor allem:

  • Kontakte zu Mitbewohnern durch eine räumliche oder zeitliche Trennung vermeiden – z.B. Mahlzeiten nicht gemeinsam, sondern nacheinander einnehmen.
  • Kontakte zu Personen außerhalb des Haushalts zum Beispiel zu Briefträgern, Lieferdiensten, Nachbarn, Freunden oder Bekannten sind nicht erlaubt.

Sollte während der Quarantäne oder Isolation eine weitergehende medizinische Behandlung oder ein Rettungstransport erforderlich werden, muss die betroffene Person vorab telefonisch die versorgende Einrichtung oder den Rettungsdienst über den Grund der Quarantäne oder Isolation informieren.

Die Wohnung darf auch für eine Testung auf SARS-CoV-2 verlassen werden, wenn diese durch das Gesundheitsamt angeordnet wurde oder zur Beendigung der Quarantäne oder Isolation dient. In der 14-tägigen häuslichen Quarantäne steht das Gesundheitsamt mit den Betroffenen regelmäßig in Kontakt.

Ein Verstoß gegen die Quarantänepflicht ist ein Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz und damit strafbar für den Quarantänepflichtigen, unter Umständen auch für den Arbeitgeber.

Weitere Informationen zur häuslichen Quarantäne finden Sie hier

Die Quarantäne Regelungen sind nachzulesen in der AV Isolation, Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.

Weitere Informationen zur häuslichen Quarantäne


Muss ich während der Quarantäne noch irgendetwas veranlassen?

Melden Sie sich bei Ihrem Hausarzt, wenn sich bei Ihnen Symptomen zeigen. Verständigen Sie Ihren Arbeitgeber über die Quarantäneanordnung.

Stand: 17.11.21

Wie lange muss ich in Quarantäne bleiben?

Die Quarantäne dauert 14 Tage und endet in der Regel mit Vorlage eines negativen PCR- oder Antigenschnelltests beim Gesundheitsamt, dieser negative Testnachweis muss für eine Quarantänebescheinigung beim Gesundheitsamt Vorliegen. Ab Tag 7 gerechnet ab dem ersten positivem PCR Nachweises oder dem positiven Antigen-Schnelltests besteht die Möglichkeit, sich „freizutesten“. Geimpfte Personen müssen dem Gesundheitsamt dazu einen negativen Antigen-schnelltest oder auch ein negativer PCR Test vorlegen, von ungeimpften Personen wird ein negativer PCR-Test gefordert. Die Quarantäne endet nur nach Absprache beim Gesundheitsamt.

Nach einer Infektion besteht die Möglichkeit, sich vom Gesundheitsamt ein Genesenenzertifikat erstellen zu lassen. Dieses ist sechs Monate gültig. Das bedeutet: Eine genesene Person ist sechs Monate lang mit einer geimpften Person gleichzusetzen.

Stand: 17.11.21

Sind Arztbesuche während der Quarantäne erlaubt?

Personen, die sich in durch das Gesundheitsamt Ansbach angeordneter Quarantäne befinden, müssen sich grundsätzlich isolieren und dürfen die eigene Wohnung ohne Zustimmung des Gesundheitsamtes nicht verlassen.

Notwendige Arztbesuche sind jedoch weiterhin gestattet. Besteht auf Grund einer anderen bzw. bestehenden Erkrankung dringender Behandlungsbedarf bzw. Bedarf an Medikamenten, so muss der Haus- oder Facharzt telefonisch kontaktiert werden. Hierbei ist darauf hinzuweisen, dass die betroffene Person unter Quarantäne steht. Insofern dann aus Sicht des Arztes ein Besuch der Arztpraxis notwendig ist, muss das Gesundheitsamt hierüber durch den Betroffenen vorab informiert werden.

Bei lebensbedrohlichen akuten Erkrankungen, Vergiftungen oder schweren Verletzungen soll umgehend der Notruf (112) gewählt werden und, wenn möglich, auf die bestehende Quarantäne bzw. eine akute SARS-CoV-2-Infektion hingewiesen werden.

Notwendige Untersuchungen und Behandlungen sollen keinesfalls auf die Zeit nach der Quarantäne verschoben werden, um eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu vermeiden.

Stand: 30.04.21


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