Rettungsdienst wird weiter gestärkt
Zum 1. Dezember erweitert das Bayerische Rote Kreuz (BRK) im Auftrag des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Ansbach (ZRF) die rettungsdienstliche Vorhaltung am Standort Wolframs-Eschenbach. Der dort stationierte Rettungswagen wird künftig täglich von 6 bis 24 Uhr einsatzbereit sein – bislang war der Betrieb von 9 bis 21 Uhr vorgesehen. Damit reagiert der ZRF auf steigende Einsatzbelastungen und veränderte Strukturen im Rettungsdienstgebiet.
Grundlage dieser Entscheidung ist die aktuelle Trend- und Strukturanalyse des Instituts für Notfallmedizin der LMU München. Die im Gutachten empfohlenen Anpassungen werden im Zuständigkeitsbereich des ZRF (Landkreis Ansbach, Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim und Stadt Ansbach) im Rahmen eines Fünf-Jahresplanes schrittweise umgesetzt.
Bereits die Analyse aus dem Jahr 2019 führte zur Einrichtung des Rettungsdienststandortes in Wolframs-Eschenbach. „Damals hätte keiner gedacht, dass wir bereits fünf Jahre später über eine Erweiterung der Einsatzzeiten sprechen würden“, erklärte Landrat Dr. Jürgen Ludwig, Vorsitzender des ZRF. „Dass dies nun notwendig und sinnvoll ist, zeigt, dass die Entscheidung, den Standort Wolframs-Eschenbach zu etablieren, absolut richtig war.“ Weiter betonte Dr. Ludwig: „Ich bin froh, in dieser wichtigen Aufgabe einen so starken und verlässlichen Leistungsträger wie das Rote Kreuz an unserer Seite zu haben.“
Während beim Start des Standortes 2019 vor allem die Suche geeigneter Räumlichkeiten im Vordergrund stand, liegt die zentrale Herausforderung heute in der Rekrutierung und Qualifizierung des dringend benötigten Fachpersonals.
Christian Bernhard, Geschäftsführer des BRK-Kreisverbandes Ansbach, begrüßt die Erweiterung ausdrücklich: „Wir sind sehr froh, dass mit dem Fünf-Jahresplan des ZRF die passenden Rahmenbedingungen für einen sinnvollen und stabilen Aufwuchs des Rettungsdienstes in unserer Region geschaffen werden und wir in Wolframs-Eschenbach nun den ersten Schritt der Umsetzung vollziehen.“ Er ergänzt: „Als Kreisverband beschäftigen wir mittlerweile 31 Auszubildende zum Notfallsanitäter, um den künftigen Herausforderungen Schritt für Schritt gerecht zu werden und einen dauerhaft leistungsfähigen Rettungsdienst sicherzustellen.“