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Peer-Projekt an Fahrschulen – Ehrenamtliche setzen sich für mehr Sicherheit im Straßenverkehr ein

Mit einem neuen Präventionsprojekt an Fahrschulen setzen das Amt für Jugend und Familie des Landkreises Ansbach und das Gesundheitsamt Ansbach auf einen innovativen Ansatz, um junge Fahranfängerinnen und Fahranfänger für die Risiken von Alkohol und Drogen im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Ziel des Projekts ist es, junge Menschen frühzeitig für verantwortungsbewusstes Verhalten im Straßenverkehr zu gewinnen und sie zur Reflexion des eigenen Konsum- und Fahrverhaltens anzuregen.

Im Mittelpunkt steht dabei der sogenannte Peer-to-Peer-Ansatz. Junge Ehrenamtliche sprechen mit Fahrschülerinnen und Fahrschülern im Rahmen einer Theoriestunde ihrer Fahrschule über Themen wie Alkohol, Drogen, Müdigkeit und Ablenkung im Straßenverkehr. Anders als klassische Präventionsangebote setzt das Projekt bewusst nicht auf Belehrung, sondern auf Diskussion auf Augenhöhe, Erfahrungsaustausch und gemeinsame Reflexion. Die Peers führen die Fahrschulstunde selbstständig durch, moderieren Gespräche, stellen Fragen und regen die Fahrschülerinnen und Fahrschüler dazu an, sich mit realistischen Alltagssituationen und möglichen Risiken auseinanderzusetzen.

Vorab wurden die ehrenamtlichen Peers geschult. Insgesamt sieben junge Erwachsene nahmen an der zweitägigen Ausbildung teil und wurden auf ihre zukünftigen Einsätze vorbereitet. Dabei erhielten sie sowohl fachliche Grundlagen zu Alkohol- und Drogenkonsum im Straßenverkehr als auch methodische und didaktische Kompetenzen zur Moderation von Gruppen und zur Gesprächsführung.

Für die Umsetzung des Projekts konnten bereits drei Fahrschulen als Kooperationspartner gewonnen werden, in deren Unterrichtseinheiten die Peer-Workshops künftig stattfinden werden. Hierzu zählen die Fahrschulen Schürrlein aus Heilsbronn, Rippl aus Rothenburg ob der Tauber und Löhn aus Dürrwangen. Das Projekt startet offiziell am 1. April 2026. Unterstützt und gefördert wird es von der vivida bkk Krankenkasse, die damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheits- und Verkehrsprävention bei jungen Menschen leistet.

„Alkohol und Drogen zählen weiterhin zu den bedeutenden Risikofaktoren im Straßenverkehr – insbesondere bei jungen Fahrerinnen und Fahrern“ erklärt Antonia Hofmann vom Gesundheitsamt. Bereits geringe Mengen Alkohol oder andere psychoaktive Substanzen können Reaktionsfähigkeit, Aufmerksamkeit und Risikoeinschätzung erheblich beeinträchtigen. Präventionsangebote, die junge Menschen frühzeitig erreichen und sie zur bewussten Auseinandersetzung mit ihrem Verhalten anregen, sind daher ein zentraler Baustein für mehr Verkehrssicherheit.

Gemeinsam blicken nun alle Beteiligten auf den Projektstart und darauf, einen wichtigen Beitrag zur frühzeitigen Reduzierung riskanten Konsumverhaltens sowie zur Förderung der Gesundheitskompetenz junger Menschen im Umgang mit Alkohol und Drogen zu leisten und damit verantwortungsbewusste Mobilität nachhaltig zu stärken.


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