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Internationaler Frauentag am Hesselberg – Starkes Zeichen für Gleichberechtigung

In den frühen Morgenstunden des 8. März bot sich auf dem Hesselberg ein ungewohntes Bild: Über 60 Frauen aus dem Landkreis Ansbach standen inmitten der erwachenden Natur, die ersten Sonnenstrahlen im Gesicht, den Blick über die Landschaft gerichtet. In ruhigen, fließenden Bewegungen begannen sie den Tag mit einer gemeinsamen Yoga-Einheit unter freiem Himmel.

Eingeladen hatten die Gleichstellungsstelle sowie die Kommunale Jugendarbeit des Landkreises Ansbach anlässlich des Internationalen Frauentages. Ziel der Veranstaltung war es, gemeinsam ein Zeichen für Gleichberechtigung und Frauenrechte zu setzen. Trotz der parallel stattfindenden Kommunalwahl kamen Frauen unterschiedlicher Generationen zusammen, um sowohl die Errungenschaften der vergangenen 100 Jahre zu würdigen als auch den Blick auf bestehende Herausforderungen zu richten.

„Frauentag muss gefeiert werden!“, betonte Tanja Peipp, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Ansbach und sagt weiter: „Der Frauentag ist eine Erinnerung daran, wie weit wir gekommen sind, aber auch ein klarer Auftrag, den Weg zur tatsächlichen Gleichberechtigung konsequent weiterzugehen.“
Denn trotz bedeutender Fortschritte bestehen weiterhin strukturelle Ungleichheiten: Frauen verdienen im Durchschnitt rund 16 Prozent weniger als Männer in vergleichbaren Tätigkeiten, sind in vielen Berufsfeldern unterrepräsentiert und stellen mit 79 Prozent den Großteil der Opfer von Partnerschaftsgewalt. Diese Zahlen verdeutlichen den fortbestehenden Handlungsbedarf.

Elke Wenk von der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises Ansbach hob die symbolische Bedeutung des Veranstaltungsortes hervor: „Frauen brauchen oft Kraft und Standhaftigkeit, um wie ein Fels in der Brandung bestehen zu können. Die Perspektive vom Hesselberg erinnert uns daran, auch im Alltag Weitblick zu bewahren.“

Nach einer gemeinsamen Stärkung am neuen Kiosk auf dem Hesselberg folgte eine vom Touristikverband Hesselberg ausgerichtete Sagen- und Legendenwanderung. Unter der Leitung von Friedrich Stark standen dabei insbesondere Geschichten im Mittelpunkt, in denen Frauen eine prägende Rolle spielen. Mit Blick auf die Geschichte der Frauenrechte – insbesondere die Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland im Jahr 1918 – endete die Veranstaltung mit einem klaren Appell: Frauen sollen ihr demokratisches Recht aktiv nutzen und an der Wahl teilnehmen. Der Internationale Frauentag am Hesselberg hat damit nicht nur Raum für Begegnung und Austausch geschaffen, sondern zugleich ein starkes Signal für gesellschaftliches Engagement und Gleichberechtigung gesetzt.

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