Großinvestition stärkt Firmenstandort im Landkreis Ansbach
Ein starkes Zeichen in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten setzt der Feuerverzinker Wiegel am Standort Feuchtwangen. Wie beim Besuch von Landrat Dr. Jürgen Ludwig und Bürgermeister Patrick Ruh informiert wurde, investiert das Familienunternehmen mit Hauptsitz in Nürnberg rund 19 Millionen Euro in eine hochmoderne Beschichtungsanlage – eine Technologie, die in dieser Form erstmals in Deutschland realisiert wird. „Ich freue mich sehr über diese Investitionsentscheidung. Das stärkt das Unternehmen, aber auch unsere Region insgesamt“, betonte der Landrat.
„Innovation und Standortentwicklung gehen hier Hand in Hand“, ergänzte Bürgermeister Patrick Ruh, der sich über viele lobende Worte seitens der Unternehmensvertreter für die Feuchtwanger Stadtverwaltung freute. Sowohl Matthias Götz, Wiegel-Geschäftsführer Technik, als auch Tobias Lutz, Bereichsgeschäftsführer Süd, betonten, sich bei Belangen wie Bauunterlagen oder Brandschutz sehr gut aufgehoben zu fühlen. Dass die Entscheidung für den Standort Feuchtwangen „goldrichtig“ gewesen sei, unterstrich Gesellschafter Michael Hofmann. „Feuchtwangen bietet uns perfekte Standortbedingungen, vor allem im Hinblick auf Logistik und Versorgungssicherheit.“ Das Unternehmen hat den Standort im Gewerbegebiet Landersfeld 2015 eröffnet. Mit dem Bau der hochmodernen Beschichtungsanlage „können wir nun mehr Leistungen aus einer Hand anbieten“, erklärte Geschäftsführer Matthias Götz.
Beim Feuerverzinken werden Stahl- oder Eisenteile in eine 450 Grad heiße Zinkschmelze eingetaucht, wodurch eine fest verbundene Zinkschicht entsteht. Mit einer anschließenden Beschichtung können dann Anforderungen an Korrosionsschutz, Optik und Funktionalität erfüllt werden.
Mit der neuen Anlage sind nach Firmeninformationen rund 35 neue Arbeitsplätze verbunden. Der Probelauf soll Ende 2026 beginnen, der Regelbetrieb Anfang 2027. Auch im Bereich Energie arbeitet Wiegel an zukunftsorientierten Lösungen. „Unsere Investitionen sind auf Jahrzehnte ausgelegt. Versorgungssicherheit ist für uns zentral. Wir setzen zunehmend auf Elektrifizierung, Wärmerückgewinnung und hybride Heizsysteme – brauchen dafür aber eine verlässliche regulatorische Basis“, so Michael Hofmann.
Landrat Dr. Jürgen Ludwig würdigte abschließend den nachhaltigen Ansatz des Familienunternehmens: „Wiegel steht nicht nur für Qualität und Innovationskraft, sondern auch für Umweltbewusstsein – und das seit Jahrzehnten. Diese Haltung prägt die Region positiv.“