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Ein Abend des Dankes: Helferfest für Ehrenamtliche im Landkreis Ansbach

Rund 50 ehren- und hauptamtliche Helferinnen und Helfer erlebten nun in Sachsen bei Ansbach einen Abend voller Austausch, Dank und einem geselligen Miteinander beim Helferfest des Landkreises Ansbach. „Herzlichen Dank für ihren unermüdlichen Einsatz seit so vielen Jahren“, sagte Landrat Dr. Ludwig. In einem kurzen Rückblick betonte er, dass die Hilfe für Asylbewerber, Flüchtlinge und Migranten seit vielen Jahren auch von zahlenmäßigem Auf und Ab geprägt und auch aktuell nicht dadurch beendet sei, dass weniger Menschen bei uns ankämen. „Es geht heute mehr denn je darum, wie wir in dieser neuen Welt gemeinsam zusammenleben. Die rechtliche Ausgestaltung ist schwierig beeinflussbar, aber die Gestaltung der Unterstützung vor Ort liegt in unserer Hand. Wir können die Betreuung der Menschen nur im Zusammenspiel von Behörden und Gesellschaft nachhaltig gemeinsam gestalten“, so der Landrat weiter.

Dies zeigte auch der Vortrag von Alexey Manevich von der Beratungsstelle Radikalisierung. Diese Stelle ist beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg angesiedelt. Sie hat sich als erster Ansprechpartner etabliert, wenn man sich Sorgen macht, dass sich ein Familienangehöriger, Freund oder Schüler radikalen Themen zugewandt hat. In vielen Fällen könne zwar Entwarnung gegeben werden, doch das Telefon der kostenlosen Hotline, die unter 0911-9434343 erreichbar ist, stehe selten still. „Der entscheidende Faktor, der immer gewährleistet werden kann, ist die absolute Vertraulichkeit“, so Manevich. Das heißt, man brauche im Gespräch zwar einige grundsätzliche Informationen, etwa ob es sich um einen Mann oder eine Frau handle oder in welcher Form eine Hinwendung zu radikalen Themen stattgefunden habe, aber man werde niemals nach Namen oder Herkunftsort fragen oder forschen, betonte der Islam- und Radikalisierungsexperte.

Vor und nach seinem Beitrag, der auch durch eine Reihe von interessierten Nachfragen seitens der Helferinnen und Helfer honoriert wurde, ging es vor allem um den Dank an die Ehrenamtlichen und den gemeinsamen Austausch. „Sie alle leisten Großartiges, berühren uns so oft mit ihren Erlebnissen und nicht selten auch mit Fragen und Herausforderungen, die manchmal auch sehr frustrierend sein können. Daher freut es uns, mit Ihnen und für Sie heute einen Abend gestalten zu können, der Ihnen einen schönen Rahmen für gemeinsamen Austausch und ein gutes Miteinander bietet“, so Klaus Miosga, Kreisrat und Integrationsbeauftragter des Landkreises Ansbach. Als Teil des Teams Integration des Landkreises Ansbach, dem auch die beiden Integrationslotsinnen des Landkreises Sonja Gedon und Carolin Emmert angehören, freue man sich, gemeinsam die wichtige Arbeit der Ehrenamtlichen zu würdigen und ihnen den Rücken zu stärken. Denn ohne sie wäre die Integration von Asylbewerbern, Flüchtlingen und Migranten im Landkreis kaum denkbar.

Gemeinsam war man sich einig, dass weiterhin für das ehrenamtliche Engagement im Bereich der Flüchtlingshilfe geworben werden muss, da der Beitrag der Ehrenamtlichen unersetzbar ist. „Denn es ändern sich vielleicht die Themen, aber Ihr Engagement ist weiterhin gefragt und wird gebraucht“, so Landrat Dr. Jürgen Ludwig. Viele Menschen im Landkreis Ansbach leisten einen unschätzbaren Beitrag: Sie helfen bei Behördengängen, organisieren Sprachkurse, begleiten bei Arztbesuchen oder unterstützen bei der Wohnungs- und Jobsuche. „Ihr Engagement sorgt dafür, dass die Menschen schneller in der neuen Heimat ankommen und sich willkommen fühlen“, so Miosga. Ein gemeinsames Abendessen und eine Verlosung von Genusspreisen an die Ehrenamtlichen wie etwa Fair-Trade-Produkte aus dem Eine-Welt-Laden in Herrieden und regionale Produkte rundeten den Abend ab.

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