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Blick in die Biogasanlage

Wie funktioniert eine Biogasanlage und welche Substrate werden eingesetzt? Was passiert eigentlich mit dem Gärrest und wie kann man mit Biogas Häuser beheizen? Antworten auf diese und weitere Fragen bekamen Schüler des Johann-Sebastian-Bach-Gymnasiums Windsbach bei der Besichtigung einer Biogasanlage im Ortsteil Untereschenbach.

Organisiert wurde die Exkursion vom Klimaschutzmanagement des Landkreises Ansbach in Zusammenarbeit mit Norbert Flachenecker, dem Betreiber der Biogasanlage. Vor Ort erläuterte er den Prozess der Biogasgewinnung – von der Anlieferung der Substrate über die Fermentation bis hin zur energetischen Nutzung. Die Biogasanlage wird über das Jahr hinweg mit rund 14.000 Tonnen Material bestückt, darunter Rindermist von regionalen Betrieben, Mais und Wiesengras. Übrig bleiben rund 12.500 Tonnen Gärrest, der als wertvoller Dünger in die Landwirtschaft zurückgeführt wird. Die Differenz wird als klimafreundliches Biogas verwertet.

Besonders spannend war für die Schülerinnen und Schüler der Blick ins Innere der Biogasanlage sowie die Möglichkeit den Gärrest näher zu betrachten. „Es ist wichtig, junge Menschen für erneuerbare Energien zu sensibilisieren und ihnen zu zeigen, wie klimafreundliche Energieversorgung in der Region bereits heute funktioniert“, betonte Klimaschutzmanagerin Lena Navarro Ortiz. „Mit solchen Aktionen kommen wir der Aufforderung der Bevölkerung nach, Klimabildung an Schulen durchzuführen.“

Die besichtigte Anlage in Untereschenbach ist eine von über 230 Biogasanlagen im Landkreis Ansbach. Häufig sind Nahwärmenetze angeschlossen, von denen es bereits über 175 im Landkreis Ansbach gibt und die einen wichtigen Beitrag zur regionalen Wärmeversorgung leisten.

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