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Verkehrsunfallstatistik 2017: Weniger Tote, aber mehr Verkehrsunfälle und Verletzte


Im letzten Jahr fiel die Zahl der Verkehrstoten auf den Straßen des Landkreises Ansbach auf einen historischen Tiefststand. Mussten 2016 noch neun Menschen ihr Leben in Folge eines Unfallgeschehens lassen, waren es 2017 vier Tote. Dagegen ist die Zahl der Unfälle leicht gestiegen: Die Polizei registrierte 5.238 (Vorjahr: 5.133) Verkehrsunfälle (ohne BAB), eine Steigerung um rund zwei Prozent zum Vorjahr. Hinzunehmend die beiden Autobahnen, wurde die Polizei zu 6.316 Unfällen im Landkreis gerufen (Vorjahr: 6.121). „Jeder Tote und jeder Verletzte ist einer zu viel“, so Landrat Dr. Ludwig zum Thema. „Viele Unfälle sind verhaltensbedingt und könnten vermieden werden, beispielsweise durch eine erhöhte gegenseitige Rücksichtnahme. Das Thema Bewusstseinsbildung muss daher noch stärker in den Fokus rücken.“

Der Rückgang an Verkehrstoten ist bayernweit zu beobachten (von 535 auf 504 Personen). Auffällig ist, dass die Zahl der getöteten PKW-Insassen weniger wird. Von tödlichen Verletzungen betroffen sind in erster Linie die relativ ungeschützten Verkehrsteilnehmer. Hier appelliert Polizeihauptkommissar Ludwig Hasenmüller von der PI Ansbach an die Vernunft, insbesondere an der von Fahrradfahrern: „Ein Helm rettet Leben und vermeidet Schlimmeres.“ Ebenso lassen sich durch gegenseitige Rücksichtnahme viele Unfälle verhindern und Verkehrsteilnehmer sollten nichts riskieren. „Sich zurücknehmen, gelassen bleiben und auch mal nicht überholen, das hilft Risiken zu senken“, so Hasenmüller weiter.

Die Zahl der Verletzten ist im Vergleich zum Jahr 2016 wieder leicht um 1,86 Prozent auf 874 angestiegen, bayernweit ist dagegen ein Rückgang um knapp 3 Prozent zu verzeichnen. Häufigste Unfallursache bei den Toten und den Schwerverletzten bleibt die nicht angepasste Geschwindigkeit. Durch entsprechende Überwachungsmaßnahmen soll auch zukünftig dahingehend weiter präventiv gearbeitet werden. „Die Verkehrsüberwachung dient dem Schutz von Menschenleben“, so Polizeioberrat Hans Albrecht von der PI Ansbach zum Thema. „Die Angst vor einer Strafe sorgt für ein regelkonformes Fahren. Im Straßenverkehr entscheidet Geschwindigkeit über Leben und Tod.“ Die Höhe ist den Straßen- und Wetterverhältnissen anzupassen. Ist dies nicht der Fall, werden ein Bußgeld zwischen 100 und 145 Euro sowie ein Punkt im Fahreignungsregister fällig. Bei Führerscheininhabern auf Probe gibt es dazu noch ein Aufbauseminar. Im letzten Jahr wurden im Landkreis Ansbach insgesamt 29.853 Verwarnungen bzw. Bußgeldanzeigen im Straßenverkehr erstellt (2016: 31.967). Hier ist ein leichter Rückgang zum Vorjahr zu verzeichnen. Zur Entlastung des Straßenverkehrs und der Prävention von Verkehrsunfällen wird der Landkreis Ansbach auch weiterhin den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs unterstützen. In der jüngeren Vergangenheit ist dies u.a. durch die Verlängerung der S-Bahn-Strecke Ansbach-Dombühl erfolgreich gelungen. Auch in die Kreisstraßen wird weiter investiert. Für das Jahr 2018 sind hierbei Gesamtinvestitionen von 4.920.000 Euro vorgesehen.

Das Landratsamt Ansbach arbeitet zur Unfallvermeidung eng mit den Polizeiinspektionen und dem Staatlichen Bauamt zusammen. So können Unfallschwerpunkte durch eine Unfallkommission bewertet und, wenn notwendig, auch entschärft werden. Siehe hier beispielsweise die gefährliche Stelle zwischen der A6 und Herrieden auf Höhe Regmannsdorf. Nach Begutachtung und Empfehlung konnte durch eine Abbiegespur für das Outletcenter das Gefahrenpotential erheblich reduziert werden. Zukünftig soll zudem „viel Energie in den Straßenseitenrandschutz gesteckt werden“, so Heinrich Schmidt, Leiter des Staatlichen Bauamts. „Prophylaktisch sollen Parkette befestigt und auch Schutzplanken verbessert werden.“
Die Kreisverkehrswacht Ansbach bietet, insbesondere für Fahranfänger, ein Fahrfertigkeitstraining an. Weiterhin gibt es bei der Verkehrswacht ein Seminar für Senioren, um deren Mobilität möglichst lange zu erhalten. Nähere Informationen dazu erhalten Sie unter der Homepage www.kreisverkehrswacht-ansbach.de.

Die Verkehrsunfallstatistik des Landkreises Ansbach 2017 finden Sie hier [PDF: 1.5 MB]

 

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