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Informationsaustausch zur Arztversorgung in den Kommunen im Landratsamt Ansbach


Vor kurzem fand im Gesundheitsamt Ansbach die Informationsveranstaltung „Praxisbeispiele der Arztversorgung in den Kommunen“ statt, zu der die Gesundheitsregion plus Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach eingeladen hatte. Christina Löhner, Geschäftsstellenleitung der Gesundheitsregion plus, wies auf die Herausforderungen hin, die eine Veränderung der Ärztelandschaft, aber auch der Work-Life-Balance der nachfolgenden Generationen mit sich bringt. In der Region Ansbach hat sich hinsichtlich der unterversorgten Planungsbereiche Allgemeinmedizin vieles zum Positiven gewendet und kein Bereich ist mehr unterversorgt. Dies ist auch auf das Bemühen der einzelnen Kommunen zurückzuführen. „Als die Gesundheitsregion plus in Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach ihre Arbeit aufnahm, herrschte in Bezug auf die Hausarztversorgung Katastrophenstimmung. Jetzt herrscht Aufbruchsstimmung. Es ist für uns eine große Sache und ein echtes Anliegen diesen Weg zu begleiten“, so Dr. Franziska Lenz, Leiterin des Gesundheitsamtes.

Flachslandens Bürgermeister Hans Henninger berichtete von seinen jahrelangen Bemühungen für seine Bürger/Innen eine gesicherte Hausarztversorgung zu gewährleisten. Durch die gute Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung kam es zum Kontakt mit Dr. Markus Raster. In rekordverdächtiger Bauzeit wurde in nur einem halben Jahr mitten im Ortskern ein neues Haus mit Praxisräumen errichtet, die im Januar diesen Jahres von Dr. Raster und seinem Team bezogen wurden. Dr. Raster ließ nicht unerwähnt, dass es für einen jungen Mediziner nicht unerheblich sei, welche Förderungen er bei einer Praxisgründung bekommen könne. Aber auch „weiche“ Faktoren wie eine gute Kinderbetreuung, günstige Bauplätze und Lebenshaltungskosten können ausschlaggebend sein, sich in ländlichen Bereichen als Arzt niederzulassen.

Tina Hofmann-Meyer berichtete in Vertretung für Bürgermeisterin Christine Freier aus der Gemeinde Schnelldorf von den Aktivitäten vor Ort eine Allgemeinarztpraxis anzusiedeln. Auch hier zeigte die Verwaltung Durchhaltevermögen und gab die Suche nach einem Arzt/einer Ärztin nicht auf. Im August 2018 konnte die jetzige Praxis in den Räumen des alten Amtshauses ihre Arbeit aufnehmen. Das Bestreben der Gemeinde ging weiter und so eröffnete in Ergänzung des medizinischen Angebotes am 1. Oktober 2019 auch noch eine Physiotherapiepraxis.

Von den Bestrebungen in Feuchtwangen sprach Arthur Reim vom Kommunalunternahmen der Stadt Feuchtwangen. Dieser Planungsbezirk galt lange als unterversorgt und die Kassenärztliche Vereinigung sah sich gezwungen, eine Sicherstellungspraxis zu eröffnen. Durch das Engagement seitens der Kassenärztlichen Vereinigung, der Kommune und des Kommunalbüros für ärztliche Versorgung konnte die Unterversorgung behoben werden. Mittlerweile haben sich mehrere Ärzte in Feuchtwangen niedergelassen.

Leider war Frau Kathrin Müssig von der Initiative „Team-sucht-Arzt“ kurzfristig verhindert und konnte nicht von ihrer kreativen Suche nach einer Praxisnachfolgerin einer Kinderarztpraxis in Neuendettelsau berichten. Herr Bürgermeister Korn sprang spontan ein, berichtete kurz über diesen ungewöhnlichen Weg der Arztsuche und sprach von viel Glück durch dieses persönliche Engagement und das mediale Interesse an der Aktion eine Ärztin für Neuendettelsau gefunden zu haben.
Alle Referenten des Nachmittages waren sich einig, dass für die Bürgermeister/Innen der einzelnen Kommunen im Landkreis zu den bisherigen, wichtigen kommunalen Aufgaben wie Kindergärten, Schulen, Straßenausbau und vielen anderen Dingen gibt, nun auch die Suche nach Nachwuchsmedizinern gehört.

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