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Agentur für Arbeit, Jobcenter und Landratsamt bilden Jugendberufsagentur


Auch bei insgesamt guter Arbeitsmarktlage klappt die berufliche und soziale Integration von förderungsbedürftigen jungen Menschen nicht immer. Claudia Wolfinger, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ansbach, Achim Vogler, Geschäftsführer des Jobcenters und Landrat Dr. Jürgen Ludwig unterzeichnen daher eine „Kooperationsvereinbarung Jugendberufsagentur“. Sie vereinbaren damit eine noch engere Kooperation zur optimalen Förderung und Betreuung benachteiligter junger Menschen. Das Ziel ist eine verbesserte Integration dieser Jugendlichen in die Arbeitswelt und Gesellschaft durch intensive Kooperation der verantwortlichen Sozialleistungsträger Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg, Jobcenter Landkreis Ansbach und Jugendhilfe des Landratsamtes Ansbach.

„Durch engere Kooperation und vertieften Informationsaustausch zwischen den Partnern kann die Betreuung der Jugendlichen besser koordiniert und effektiv umgesetzt werden, um Jugendarbeitslosigkeit noch weiter zu reduzieren oder gar nicht erst entstehen zu lassen“, betont Landrat Dr. Jürgen Ludwig. „Bereits bestehende Jugendberufsagenturen in unserem Agenturbezirk/unserer Region sind zu einem wichtigen und viel genutzten Baustein für die Integration Jugendlicher geworden. Deshalb freut es mich sehr, auch mit dem Jobcenter des Landkreises und dem Landratsamt Ansbach für die jungen Menschen eine derartige Kooperation auf den Weg zu bringen“, berichtet Claudia Wolfinger, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg.

Jugendberufsagenturen sollen – so will es der Koalitionsvertrag zwischen CDU,CSU und SPD – flächendeckend eingerichtet werden. Diese haben sich inzwischen bundesweit bewährt. Zielgruppe sind junge Menschen unter 25 Jahren, die bisher gescheitert sind oder zu scheitern drohen. „Die Problemlagen sind vielschichtig und reichen von Schulverweigerung, Lernschwächen, fehlendem Schul- oder Berufsschulabschluss bis hin zu schwierigen familiären Verhältnissen, Suchtproblemen, Schulden oder Straffälligkeit. Es geht uns darum, dass niemand verloren geht, also auch um junge Menschen, die bisher nicht von der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter betreut wurden“, so Achim Vogler.

Dazu sollen die Förderangebote, die es im Bereich der Grundsicherung (SGB II), der Arbeitsförderung (SGB III), der Jugendhilfe (SGB VIII) und der Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen (SGB IX) gibt, noch besser aufeinander abgestimmt werden. Das heißt: Jeder macht das, was seine gesetzliche Aufgabe ist, aber mit Blick aufs Ganze und gemeinsam. Jugendberufsagenturen haben das gemeinsame Ziel, für jeden einzelnen Jugendlichen die passenden Angebote herauszuarbeiten. Das sind zum Beispiel Berufsorientierung und berufliche Beratung, Vermittlung in Arbeit und Ausbildung, Förderung der Berufsvorbereitung oder des (Wieder-) Einstiegs in den Arbeitsmarkt. Aber auch Maßnahmen der Jugendhilfe (Betreuung, Unterbringung) oder begleitende Maßnahmen der Kommunen wie Suchtberatung, Sozialpsychologische Beratung oder Schuldnerberatung sind oftmals im Vorfeld oder begleitend notwendig.

Je nach persönlicher Situation müssen hier die Übergänge von der Schule in den Beruf gut gestaltet und Abbrüche in Schule, Ausbildung oder Arbeit vermieden werden. Die in der Jugendberufsagentur tätigen Akteure von Arbeitsagentur, Jobcenter und Landkreis setzen deshalb bei den Ursachen an und sorgen gemeinsam für den schnellen Zugang zu den richtigen Maßnahmen und Instrumenten. Dies wird gewährleistet durch regelmäßige Treffen auf strategischer und operativer Ebene. Der Austausch sorgt dafür, dass alle verantwortlichen Akteure die Angebote, Aufgaben und Arbeitsabläufe der andren Kooperationspartner kennen und so für die betreffenden Jugendlichen gemeinsam eine gute Lösung finden.

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