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Fischseuchenverordnung

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Sachgebiet 81 - Veterinäramt
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Verfügbare Formulare

Icon Formular Antrag zum Vollzug der neuen Fischseuchenverodnung  | PDF, 30 KB


Seit Ende November 2008 gilt bundesweit die neue Fischseuchenverordnung. Sie verbessert den Schutz vor einer Ausbreitung von Fischseuchen. Dabei gibt es Genehmigungs- und Anzeigepflichten für alle Fischhaltungen (Aquakulturbetriebe), die lebende Fische züchten, halten, hältern oder schlachten. Von einer Registrierungspflicht sind auch private Fischhalter betroffen, sofern diese Anschluss an ein öffentliches Gewässer haben.

Die Verordnung gilt nicht für:

  • Fische, die nur zu Zierzwecken in Aquarien gehalten werden und
  • wild lebende Fische, die zur unmittelbaren Verwendung als Lebensmittel geangelt oder gefangen werden.

Genehmigung:

Nach aktuellem Stand brauchen:

  • Aquakulturbetriebe, die Salzfische produzieren und abgeben
  • Speisefische über Zwischenhändler oder Großhändler abgeben (auch überregional), sowie
  • Verarbeitungsbetriebe, in denen Fische aus Aquakulturen in denen Fische im Rahmen der Seuchenbekämpfung getötet werden,

eine Genehmigung durch das Landratsamt Ansbach.

Der Antrag auf Genehmigung muss folgende Angaben enthalten:

  • Name und Anschrift des Betreibers
  • Lage und Größe der Anlage
  • Teichzahl
  • Wasserversorgung
  • Zuflussmenge
  • gehaltene Tierarten und ihre Verwendung
  • Darlegung, mit welchen Maßnahmen die Verschleppung von Seuchen verhindert wird
  • ggf. Angaben zur Behandlung der Abwässer.

Registrierung:

Für folgende Betriebe besteht eine Registrierungspflicht:

  • Betriebe, die Fische halten, die nicht in den Verkehr gebracht werden sollen (z.B. Haltung ausschließlich zum eigenen Verzehr)
  • Betriebe, die Fische aus Aquakultur in kleinen Mengen ausschließlich für den menschlichen Verzehr direkt an den Endverbraucher oder an örtliche sowie Einzelhandelsunternehmen abgeben (kein Zwischenhandel) sowie
  • Betreiber von Angelteichen (Teiche, in denen Fische ausschließlich für die Freizeitangelei besetzt werden).

Hierfür genügt die Registrierung einer solchen Tätigkeit beim Landratsamt.

Für die Anzeige sind folgende Angaben zu machen:

  • Name und Anschrift des Betreibers
  • Lage und Größe der Anlage
  • Teichzahl
  • Wasserversorgung
  • Zuflussmenge
  • gehaltene Fischarten und ihre Verwendung

Weitere Bestimmungen:

Alle Betriebe haben die Pflicht zur Buchführung, in der folgende Punkte erfasst werden:

  • Alle Zu- und Abgänge (Name des Herkunfts- oder Empfängerbetriebes sowie des Transporteurs, Fischart mit Menge und Gewicht)
  • Zahlen über erhöhte Sterblichkeit im Betrieb bzw. Betriebsteil.

Die neue Fischseuchenverordnung des Bundes enthält außerdem Vorschriften zu regelmäßigen Untersuchungen der genehmigungs¬pflichtigen Aquakulturbetriebe. Außerdem gibt es Schutzmaßregeln bei Verdacht oder Ausbruch bestimmter exotischer oder nicht exotischer Krankheiten.

Das Veterinäramt/Landratsamt Ansbach fordert deshalb alle Betriebe und Einrichtungen auf, für die diese Fischseuchenverordnung gilt, einen Antrag auf Genehmigung oder Registrierung der Tätigkeit zu stellen. Der Betrieb einer Aquakultur ohne behördliche Genehmigung oder ohne Registrierung ist bußgeldbewehrt.

Fische aus Aquakultur dürfen zum Zwecke der weiteren Haltung oder des Besatzes nur in den Verkehr gebracht werden, soweit sie:

  • klinisch gesund sind,
  • nicht aus einem Aquakulturbetrieb stammen, in dem eine ungeklärte erhöhte Sterblichkeit besteht, und
  • nicht aus der Hälterung eines Verarbeitungsbetriebes stammen.


Landkreiswappen

LandkreiswappenIm Gebiet des Landkreises Ansbach liegen die drei ehemaligen Reichsstädte Rothenburg o. d. Tauber, Dinkelsbühl und Feuchtwangen. Sie sind im Kreiswappen durch den Reichsadler vertreten. Die Zugehörigkeit des Ansbacher Gebietes zum Territorium der Nürnberger Burggrafen und späteren Markgrafen von Brandenburg-Ansbach wird durch die sogenannte Hohenzollern-Vierung dokumentiert. Als allgemeines Symbol für Franken wurde zusätzlich der fränkische Rechen in das Landkreiswappen aufgenommen.

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