Hilfsnavigation

A B C D E F G H I J K L M N O P QR S T U V W XYZ Alle
 

Führerscheineignung (MPU)

Ansprechpartner

Sachgebiet 34 - Straßenverkehr, Kfz-Zulassung, Führerscheinstelle
Sachgebietsleitung
Telefon: (0981) 468-3400
Fax: (0981) 468-3409
E-Mail schreiben
E-Mail schreiben
Website
Kontaktformular

Informationen zu Ihrem Thema:

Vor Erteilung eines Führerscheins muss die Führerscheinstelle prüfen, ob Sie zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet sind. In bestimmten Fällen kann oder muss sie dazu ärztliche oder medizinisch-psychologische Gutachten verlangen.

 


Beschreibung:

Vor Erteilung eines Führerscheins muss die Führerscheinstelle prüfen, ob Sie zum Führen von Kraftfahrzeugen geeignet sind. In bestimmten Fällen kann oder muss sie dazu ärztliche oder medizinisch-psychologische Gutachten verlangen. Außerdem ist immer ein Nachweis über das Sehvermögen erforderlich.

Die im Einzelfall erforderlichen Eignungsnachweise richten sich nach der von Ihnen beantragten Führerscheinklasse. Wenn Sie z.B. eine Fahrerlaubnis für Lkw oder Busse oder eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung (z.B. für Taxis) beantragen, müssen Sie in jedem Fall eine Bescheinigung über eine ärztliche Untersuchung und eine ärztliche Untersuchung des Sehvermögens einreichen. Wenn Sie eine Fahrerlaubnis für Busse oder eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung erstmalig erwerben oder ab dem 50. Lebensjahr (bei Bussen) bzw. ab dem 60. Lebensjahr (bei Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung) verlängern lassen wollen, müssen Sie zusätzlich durch ein betriebs- oder arbeitsmedizinisches Gutachten oder ein Gutachten einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung nachweisen, dass Sie die besonderen Anforderungen hinsichtlich Belastbarkeit, Orientierungsleistung, Konzentrationsleistung, Aufmerksamkeitsleistung und Reaktionsfähigkeit erfüllen.

Wenn Sie eine Fahrerlaubnis z.B. für Zweiräder oder Pkw (bis 3,5 t) beantragen, ist in der Regel nur ein Sehtest erforderlich. Ein ärztliches oder medizinisch-psychologisches Gutachten wird die Behörde nur verlangen, wenn dazu ein besonderer Anlass besteht. Beispielsweise muss die Führerscheinstelle ein ärztliches Gutachten verlangen, wenn der Verdacht besteht, dass Sie alkohol- oder drogenabhängig sind. Ein medizinisch-psychologisches Gutachten einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung muss die Führerscheinstelle verlangen, wenn Sie z.B. wiederholt Zuwiderhandlungen im Straßenverkehr unter Alkoholeinfluss begangen haben oder Sie ein Fahrzeug im Straßenverkehr bei einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille oder mehr geführt haben.

Auch wenn Sie bereits eine Fahrerlaubnis besitzen, kann oder muss die Führerscheinstelle Ihre Eignung überprüfen, wenn aus konkretem Anlass Zweifel an Ihrer Fahreignung entstehen.

Über die Einzelheiten bezüglich der Beibringung eines ärztlichen oder medizinisch-psychologischen Gutachtens informiert Sie Ihre Führerscheinstelle.


Voraussetzungen:

Die Voraussetzungen richten sich je nach der beantragten Führerscheinklasse sowie danach, ob die Behörde aus konkretem Anlass Zweifel an Ihrer Fahreignung hat.


 

Fristen:

Wenn die Führerscheinstelle aus konkretem Anlass ein Gutachten über Ihre Fahreignung verlangt, legt sie eine Frist für die Beibringung des Gutachtens fest. Wenn Sie diese Frist nicht einhalten, schließt die Behörde daraus, dass Sie zum Führen von Kraftfahrzeugen nicht geeignet sind.


 

Erforderliche Unterlagen:

Wenn Sie eine Fahrerlaubnis zum Führen von Lkw oder Bussen oder eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung beantragen, müssen Sie die ärztlichen Bescheinigungen, soweit sie unabhängig von einem konkreten Anlass in jedem Fall erforderlich sind, bereits bei Antragstellung einreichen.

Wenn Sie die Führerscheinstelle aus konkretem Anlass aufgefordert hat, ein ärztliches oder medizinisch-psychologisches Gutachten beizubringen, informieren Sie sich bitte bei dem untersuchenden Arzt oder der Begutachtungsstelle, welche Unterlagen mitzubringen sind.


 

Kosten:

Die Kosten variieren je nach dem, welche Art von Bescheinigung oder Gutachten erforderlich ist, sowie ggf. nach dem jeweiligen Untersuchungsumfang.

Bezüglich des Sehtests und der medizinisch-psychologischen Untersuchungen der amtlich anerkannten Begutachtungsstellen für Fahreignung informieren die Fahrerlaubnisbehörden auf Anfrage über die für Sie in Betracht kommenden Untersuchungsgebühren.


 

Rechtsgrundlagen:

§§ 11 bis 14 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) § 2 Abs. 2, 4, 8 StVG