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Arbeitslosengeld II - Leistungen


Arbeitslosengeld II können alle erwerbsfähigen leistungsberechtigten Personen im Alter von 15 Jahren bis zur gesetzlich festgelegten Altersgrenze zwischen 65 und 67 Jahren erhalten. Personen die nicht erwerbsfähig sind, können Sozialgeld erhalten. Arbeitslosengeld II und Sozialgeld sind Leistungen, die eine Grundsicherung des Lebensunterhaltes gewährleisten sollen. Was dem Einzelnen dabei zusteht, hat der Gesetzgeber in sogenannten „Regelbedarfen“ festgelegt.

Regelbedarf

Der Regelbedarf deckt pauschal die Kosten für Ernährung, Kleidung, Haushaltsenergie (ohne Heizung und Warmwassererzeugung), Körperpflege, Hausrat, Bedürfnisse des täglichen Lebens sowie in vertretbarem Umfang auch Beziehungen zur Umwelt und die Teilnahme am kulturellen Leben ab.

Als Regelbedarf werden im Jahr 2017 die folgenden Beträge gewährt:

Regelbedarfsstufe 1

Alleinstehende, Alleinerziehende, Volljährige, deren Partner minderjährig ist

409 €

Regelbedarfsstufe 2

volljährige Partner

368 €

Regelbedarfsstufe 3

Junge Erwachsene im Alter von 18-24, die bei ihren Eltern wohnen oder ohne Zusicherung des Jobcenters umgezogen sind

327 €

Regelbedarfsstufe 4

Jugendliche von 15-17 Jahren

311 €

Regelbedarfsstufe 5

Kinder von 6-14 Jahren

291 €

Regelbedarfsstufe 6

Kinder unter 6 Jahren

237 €

Junge Erwachsene, die 25 Jahre und älter sind, müssen einen eigenen Antrag auf Arbeitslosengeld II (Alg II) stellen - unabhängig davon, ob sie in einer eigenen Wohnung oder bei den Eltern wohnen.

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Sozialgeld

Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte erhalten Sozialgeld, wenn in ihrer Bedarfsgemeinschaft mindestens ein erwerbsfähiger Hilfebedürftiger lebt. Ausgenommen sind Kinder, die (zum Beispiel auf Grund einer Behinderung) Anspruch auf Sozialhilfe nach dem Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII) haben.

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Unterkunft und Heizung

Die Kosten der Unterkunft und Heizung werden, soweit sie angemessen sind, in der Höhe der tatsächlichen Aufwendungen übernommen. Haben Sie ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung, gehören zu den Kosten der Unterkunft die damit verbundenen Belastungen, jedoch nicht die Tilgungsraten für Kredite.
Unter 25-Jährige, die bei den Eltern ausziehen wollen, bekommen die Kosten für Unterkunft und Heizung allerdings nur dann ersetzt, wenn der kommunale Träger dem Auszug zugestimmt hat. Die Zustimmung erhalten Sie über den für Ihre Leistungen zuständigen Ansprechpartner.

Es muss zugestimmt werden, wenn 

  • die Betroffenen aus „schwerwiegenden sozialen Gründen" nicht bei den Eltern wohnen können,
  • der Umzug zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt nötig ist oder
  • ein sonstiger schwerwiegender Grund vorliegt.

Die für den Landkreis Ansbach gültigen angemessenen Bedarfe an Unterkunft und Heizung entnehmen Sie bitte aus dem Infoblatt für Umzüge.

Sobald Sie eine angemessene Unterkunft in Aussicht haben, lassen Sie bitte die Bescheinigung über das Wohnverhältnis vom Vermieter ausfüllen.

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Einmalige Leistungen

Über die Regelleistung hinaus können Sie einmalige Leistungen als Darlehen oder Geld- und Sachleistung erhalten für

  • die Erstausstattung der Wohnung einschließlich Haushaltsgeräte,
  • die Erstausstattung für Bekleidung (auch bei Schwangerschaften und Geburt) und
  • die Anschaffung und Reparaturen von medizinischen Geräten und Ausrüstungen sowie die Miete von therapeutischen Geräten

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Leistungen für Bildung und Teilhabe

Bedarfe für Bildung und Teilhabe werden bei Personen berücksichtigt, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (Ausnahme bei den Leistungen zur Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben – hier nur bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres).
Wer eine allgemein- oder berufsbildende Schule besucht und keine Ausbildungsvergütung erhält, hat bei Vorliegen der sonstigen Anspruchsvoraussetzungen Anspruch auf Gewährung des Schulbedarfs. Für die Gewährung des Schulbedarfes ist bei bestehender Hilfebedürftigkeit keine gesonderte Antragstellung notwendig.

Weitere Bestandteile des Bildungs- und Teilhabepakets: 

  • Teilnahme an der gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung 
  • Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben (z. B. Sportverein, Musikverein) 
  • Lernförderung 
  • eintägige und mehrtägige Ausflüge der Kindertageseinrichtungen und Schule

Hierfür ist jeweils eine gesonderte Antragstellung erforderlich: 

Antrag Gemeinschaftliches Mittagsessen

Bestätigung der Schule zur Mittagsverpflegung

Bestätigung der Schule zum Lernförderbedarf

Antrag Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben

Antrag Lernförderung

Antrag Klassenfahrten

Bei Fragen zu den Leistungen für Bildung und Teilhabe wenden Sie sich bitte an den für Sie zuständigen Sachbearbeiter.

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Wie unterscheidet sich eine Bedarfsgemeinschaft von einer Haushaltsgemeinschaft?

Eine Bedarfsgemeinschaft besteht mindestens aus einem erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, dem Partner oder der Partnerin und den im Haushalt lebenden unter 25-jährigen, unverheirateten Kindern. Kinder zählen jedoch nur zur Bedarfsgemeinschaft, wenn sie ihren Bedarf nicht durch ein eigenes Einkommen oder eigenes Vermögen selbst decken können. In der Definition sind Partner/-in: Der/die nicht dauernd getrennt lebende Ehemann/-frau oder die Person, mit der der Antragsteller in einer eheähnlichen Gemeinschaft oder eingetragenen Lebenspartnerschaft lebt.
Zur Haushaltsgemeinschaft zählen alle in einem Haushalt lebenden Personen, unabhängig von Geschlecht, Alter und verwandtschaftlichen Bindungen.

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Antragsformulare/ Merkblätter

Zusätzliche Antragsformulare sowie das Merkblatt SGB II – Grundsicherung für Arbeitsuchende erhalten Sie unter folgendem Link.

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