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Familiennachzug

Ansprechpartner

Sachgebiet 33 - Personenstandswesen, Staatsangehörigkeitsrecht und Ausländerrecht
stellv. Sachgebietsleitung
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91522 Ansbach
Telefon:  (0981) 468-3301
Fax:  (0981) 468-3319
E-Mail:  auslamt@landratsamt-ansbach.de
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Informationen zu Ihrem Thema:

 


Ehegattennachzug zu Ausländern (§ 30 AufenthG)

Eine Aufenthaltserlaubnis wird dem Ehegatten (Lebenspartner bei gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften) eines Ausländers erteilt, wenn der Ausländer

  • eine Niederlassungserlaubnis besitzt;
  • als Asylberechtigter anerkannt ist oder die Rechtstellung als Flüchtling genießt;
  • seit fünf Jahren eine Aufenthaltserlaubnis besitzt oder
  • eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, die Ehe bei deren Erteilung bereits bestand und die Dauer seines Aufenthalts voraussichtlich über ein Jahr betragen wird.

Im Rahmen des Ehegattennachzugs hat der zuziehende Ehegatte bei der deutschen Auslandsvertretung einfache Deutschkenntnisse nachzuweisen.

Ein Ehegattennachzug kommt nur dann in Betracht, wenn beide Ehegatten das 18. Lebensjahr vollendet haben.

Beim Ehegattennachzug muss außerdem der Unterhalt gesichert und ausreichender Wohnraum vorhanden sein. Es darf kein Ausweisungsgrund vorliegen. Die Aufenthaltserlaubnis berechtigt zur Arbeitsaufnahme, wenn der Ausländer, zu dem der Familiennachzug erfolgt, arbeiten darf.


Eigenständiges Aufenthaltsrecht der Ehegatten (§ 31 AufenthG)

Im Falle der Aufhebung der ehelichen Lebensgemeinschaft wird die Aufenthaltserlaubnis
des nachgezogenen Ehegatten als eigenständiges, vom Zweck des Familiennachzugs
unabhängiges Aufenthaltsrecht für ein Jahr verlängert, wenn

  • die eheliche Lebensgemeinschaft seit mindestens zwei Jahren rechtmäßig im Bundesgebiet bestanden hat oder
  • der Ausländer gestorben ist, während die eheliche Lebensgemeinschaft im Bundesgebiet bestand.

    In besonderen Härtefällen kann die eigenständige Aufenthaltserlaubnis erteilt werden, wenn die eheliche Lebensgemeinschaft weniger als zwei Jahre bestanden hat. Die Aufenthaltserlaubnis kann danach verlängert werden, so lange die Voraussetzungen für die Erteilung der Niederlassungserlaubnis nicht vorliegen.


 

Kindernachzug und Aufenthaltsrecht der Kinder (§ 32 - 35 AufenthG)

Nachzugsberechtigt sind im Regelfall Kinder eines Ausländers, die noch keine 16 Jahre alt sind. In bestimmten Ausnahmefällen (z.B. Kinder von Asylberechtigten, Eltern und Kind verlegen den Wohnsitz gemeinsam in das Bundesgebiet oder das Kind beherrscht die deutsche Sprache) können auch ledige Kinder zwischen 16 und 18 Jahren nachkommen. Die Aufenthaltserlaubnis der Kinder wird verlängert, solange sie mit den Eltern oder mit einem sorgerechtberechtigten Elternteil zusammenleben. Mit Eintritt der Volljährigkeit wird die einem Kind erteilte Aufenthaltserlaubnis zu einem eigenständigen vom Familiennachzug unabhängigen Aufenthaltsrecht.
Die Niederlassungserlaubnis kommt in Frage, wenn das Kind

  • zum Zeitpunkt der Vollendung seines 16. Lebensjahres seit fünf Jahren die Aufenthaltserlaubnis besitzt oder
  • volljährig ist und
    seit fünf Jahren die Aufenthaltserlaubnis besitzt,
    über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt und
    sein Lebensunterhalt gesichert ist oder es sich in einer Ausbildung befindet, die zu einem anerkannten schulischen oder beruflichen Bildungsabschluss führt.

    Die Ausländerbehörde kann die Erteilung der Niederlassungserlaubnis versagen, wenn ein
    Ausweisungsgrund oder eine strafrechtliche Verurteilung vorliegt.

 

Familiennachzug zu Deutschen (§ 28 AufenthG)

Nachzugsberechtigt sind Ehegatten (Lebenspartner bei gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften), minderjährige ledige Kinder eines Deutschen sowie ein Elternteil eines minderjährigen ledigen Deutschen. In den ersten drei Jahren wird dem nachgezogenen Ausländer eine Aufenthaltserlaubnis erteilt, die zur Arbeitsaufnahme berechtigt. Nach drei Jahren wird in der Regel eine Niederlassungserlaubnis erteilt, wenn die familiäre Lebensgemeinschaft fortbesteht, kein Ausweisungsgrund vorliegt und der Ausländer sich auf einfache Art in deutscher Sprache verständigen kann.


 

Nachzug von sonstigen Familienangehörigen (§ 36 AufenthG)

Einem sonstigen Familienangehörigen eines Ausländers kann zum Familiennachzug eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden, wenn dies zur Vermeidung einer außergewöhnlichen Härte erforderlich ist.