Hilfsnavigation

A B C D E F G H I J K L M N O P QR S T U V W XYZ Alle
 

Kompostieren - aber richtig!

Ansprechpartner

Sachgebiet 23 - Abfallwirtschaft
Abfallberatung, Öffentlichkeitsarbeit, Betreuung der Wertstoffhöfe
Telefon: (0981) 468-2301
Fax: (0981) 468-2319
E-Mail schreiben
Website
Kontaktformular


Wo ist der beste Platz?

Mit einem Thermo-Komposter erreichen Sie eine besonders schnelle Verrottung, wenn Sie ihn an einem halbschattigen Platz aufstellen, der rundum gute Luftzufuhr garantiert. Der Kompost muss direkten Kontakt zum Boden haben, damit Bodenorganismen und Regenwürmer eindringen können, die zur Kompostbereitung unbedingt nötig sind. Achten Sie auch auf etwas Abstand zum Nachbargrundstück: 50 cm sollten es mindestens sein. Wenn Sie beispielsweise gegen Ungeziefer vorsorgen wollen, legen Sie ein engmaschiges Drahtgeflecht auf den Boden.

Alle organischen, verrottbaren Abfälle aus dem Garten, dem Stall oder der Küche ergeben wertvollen, natürlichen Dünger: z.B. Gemüse- und Obstabfälle, Gartenpflanzen aller Art, Laub, Eierschalen, Kaffeesatz, Teeblätter, Sägemehl, Haare, Federn, Stallmist, Knochenraspeln oder -mehl, Häckselmaterial usw.

Wie wird gemischt?

Erst die Mischung ergibt einen guten Kompost. Geben Sie nie mehr als höchstens 5 cm vom gleichen Material auf den Kompost. Schneiden Sie lange Pflanzenreste von Stauden oder Bäumen auf maximal 20 cm Länge, besser noch, Sie häckseln diese Abfälle.

Wieso ist Rasenschnitt problematisch?

Grasabfälle vom Mähen sollten Sie besonders gut mit anderen Abfällen mischen und nur in einer ganz dünnen Lage aufbringen, da Gras leicht fault. Das Abdecken mit einer Schicht Erde beschleunigt die Verrottung. Noch besser ist es, angewelktes Gras zum Mulchen zu verwenden.

Warum ist Feuchtigkeit wichtig?

Kleinlebewesen, Bakterien und Pilze bilden während des Rotteprozesses, der bei 50 - 60°C abläuft, Humus und Nährstoffe. Dazu wird eine gewisse Feuchtigkeit benötigt. Wenn es also im Sommer lange Zeit nicht geregnet hat, muss gewässert werden. Richtig ist es, wenn sich der Kompost wie ein nasser, ausgedrückter Schwamm anfühlt. Beachten Sie: bei zu viel Nässe fault der Kompost, bei zu wenig stoppt die Verrottung.

Wann kann der Humus entnommen werden?

Früher verwendete man den Kompost erst nach seiner vollständigen Verrottung, was bis zu 3 Jahre dauerte. Mit einem Thermokomposter kann der Humus bereits nach 5 bis 6 Monaten entnommen werden. Es ist jedoch zweckmäßig, im Herbst den Kompost umzusetzen und mittels eines Siebes die feineren Anteile zur Düngung heraus zu filtern.

Wohin mit dem fertigen Kompost?

Der Humus wird auf die Beete gesteut, grobes Material in den Komposter zurück gegeben, es dient als Grundlage für den nächsten Kompostansatz. Bringen Sie fertigen Kompost nur bei feuchter Witterung aus und arbeiten Sie ihn sofort in die obere Bodenschicht ein, damit die wichtigen, aber empfindlichen Kleinstlebewesen durch Sonneneinwirkung keinen Schaden nehmen.