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Projektgruppe ,,Gesundheit und Pflege" startet Forschungsprojekt zur Organisation häuslicher Pflege mit Unterstützung osteuropäischer Haushaltshilfen


Am Donnerstag, 07.04.2016, stellten die Mitglieder der Projektgruppe „Gesundheit und Pflege“ des Bündnisses für Familie im Landkreis Ansbach das „Forschungsprojekt zur Organisation häuslicher Pflege mit Unterstützung osteuropäischer Haushaltshilfen“ vor. In Kooperation mit dem Institut für Pflegeforschung, Gerontologie und Ethik der Ev. Hochschule Nürnberg wurde das Projekt zwei Jahre lang vorbereitet.

„Unser Ziel ist, für alle an dieser Versorgungsform Beteiligten eine sinnvolle und unter ethischen Gesichtspunkten verantwortbare Struktur zu finden und die Lebensqualität der Osteuropäischen Haushaltshilfen zu verbessern“, so die wissenschaftliche Projektleiterin Frau Prof. Dr. Städtler-Mach, Präsidentin der Ev. Hochschule Nürnberg. Die Grundsatzfragen lauten: „Wie viel Betreuung braucht jemand?“ und „Wie können vorhandene Angebote kombiniert werden?“.

Durch den Demographischen Wandel in Deutschland steigen die Zahl der Pflegebedürftigen und der Wunsch den Angehörigen gut zu Hause betreuen zu können. Mit Hilfe von Befragungen von Familien im Landkreis Ansbach soll untersucht werden, ob durch eine kombinierte Pflegeform mit Pflegediensten, Haushaltshilfen, Ehrenamtlichen und Familienmitgliedern eine gute Versorgung hilfsbedürftiger Familienmitglieder gewährleistet werden kann.

„Eine Rundumversorgung durch eine Osteuropäische Haushaltshilfe ist arbeitsrechtlich nicht vereinbart, andererseits ist eine Sicherstellung der Pflege ohne Osteuropäischen Haushaltshilfen nicht mehr möglich“ stellt Bgm. Walter fest. Der Leiter der Projektgruppe möchte mit dem Projekt Möglichkeiten aufzeigen, wie man menschlich und für alle Beteiligten zufriedenstellend die Pflege gewährleisten kann.

Frau Hanna Herrmann, Projektkoordinatorin, wird in den kommenden Monaten ca. 30 Familien sowie Osteuropäische Haushaltshilfen u.a. nach den Herausforderungen und den individuellen Rahmenbedingungen befragen. Die ausgebildete Kranken- und Gesundheitspflegerin mit Hochschulabschluss wird das Projekt 18 Monate begleiten und ein Konzept erstellen, das betroffenen Familien empfohlen werden kann und langfristig auch Vorschläge für die Gesetzgebung enthalten soll.

Landrat Dr. Ludwig dankt Frau Prof. Dr. Städtler-Mach für die Kooperation und Frau Herrmann für ihre Bereitschaft, die Studie zu erarbeiten und ergänzt, dass der Landkreis Ansbach bestens für das Forschungsprojekt in Bayern aufgestellt ist. Als Beispiele nennt er die stark etablierten Bereiche der ambulanten Pflege, die ambulante Palliativmedizin oder auch die Ausbildung im Pflegebereich in den verschiedenen Einrichtungen im Landkreis Ansbach. „Das höchstrelevante Thema Pflege ist mitten unter uns und es ist wichtig und nötig die Thematik zu untersuchen“, betont Landrat Dr. Ludwig. Das Projekt wird vom Bündnisbüro des Landkreises Ansbach unterstützt. „Auch im 10. Jahr des Bündnisses für Familie im Landkreis Ansbach sind aktive Projektgruppen sowie daraus entstehende, lebendige Projekte wesentliche Bestandteile des Erfolgs des Bündnisses für Familie“ fügt der Vorsitzende des PROJEKTTEAMS FAMILIE, Bgm. und Kreisrat Miosga hinzu. Interessierte, die an der Befragung teilnehmen möchten, können gerne mit Herrn Walter, Tel. 09832-686060 Kontakt aufnehmen.

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